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Asteroid 2022: NASA berechnet Flugbahn eines „gefährlichen“ Brockens

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Von: Bona Hyun

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Der Asteroid „2013 YD48“ ist groß wie Hochhaus und seit Januar 2022 in der Erdumlaufbahn. Die NASA stuft ihn als „gefährlich“ ein.

Kalifornien – Die NASA stufte den Asteroid „2013 YD48“ bereits jetzt als erdnahes Objekt ein. Der Asteroid von der Größe eines Hochhauses wird bereits im Januar 2022 in die Erdatmosphäre eindringen. Erst im November schlug Asteroid WR 1994 WR12 in die Erdumlaufbahn ein und kurz vor Weihnachten näherte sich ein 230-Meter-Brocken der Erde. Nun könnte bereits Anfang des neuen Jahres 2022 der nächste große Asteroid knapp an der Erde vorbeifliegen. Besteht 2022 Anlass zur Sorge vor einem möglichen Asteroideneinschlag?

Asteroiden:gehören zur Klasse der Kleinkörper
Himmelskörper:Planeten, Zwergplaneten
Planeten:Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter
Zwergplaneten:Ceres, Pluto, Haumea

Asteroid schlug Januar 2022 in Erdatmosphäre ein: laut NASA potenziell gefährlich

Der als Asteroid 2013 YD48 bekannte astronomische Flugkörper ist nach jetzigen Messungen ganze 104 Meter breit und ist so groß wie der Big Ben. Am 11. Januar wird er in die Erdatmosphäre eindringen und seinen erdnächsten Punkt in 5.600.000 Kilometer Entfernung von der Erde erreichen. Die NASA stuft alle Objekte innerhalb einer Entfernung von 193.121.280 Kilometern als erdnah ein – da liegt der riesige Asteroid also deutlich drunter. Wie schnell nähert sich der Asteroid der Erde und besteht Grund zur Sorge?

Ein Asteroid im Anflug auf die Erde
Asteroid 2013 YD48 schlägt im Januar 2022 in die Erdatmosphäre ein, die NASA stuft ihn schon jetzt als erdnah ein – und als „potenziell gefährliche. (Symbolbild) ©  AdobeStock / Marcos Silva

Asteroid 2013 YD48: Neujahrs-Asteroid war im Januar 2022 der Erde ganz nah

Die NASA berechnete die Gefahrenstufe von erdnahen Objekten in den nächsten Jahren und teilte die Ergebnisse auf dem Asteroid Watch Dashbord. Den Berechnungen der NASA zufolge, gelten die nächsten fünf erdnahen Objekte als gefährlich, die größer als 150 Meter sind und bei denen die Entfernung zur Erde innerhalb 7,5 Millionen Kilometer liegt. Dabei sei die durchschnittliche Entfernung zwischen Erde und dem Mond gerade mal um die 385.000. Kilometer – Asteroid 2013 YD48 ist vergleichsweise also noch weit von der Erde entfernt. Und wird es laut NASA auch bleiben. Ein Einschlagszenario muss sich also niemand ausmalen.

Im März bestätigte die NASA bereits, dass die Erde zumindest für die nächsten 100 Jahre sicher vor einem Asteroideneinschlag wäre. Auch die ursprüngliche Sorge um einen großen Kometen mit einem Durchmesser von 150 Kilometern, der auf die Erde zurast, hat sich gelegt. Auch für einen 800 Meter großen Asteroiden hat die NASA das Einschlagrisiko berechnet – ebenfalls mit negativem Ergebnis.

Asteroid 2022 nicht gefährlich – doch er könnte seine Flugbahn verändern

Die Flugbahn von Himmelskörpern kann die NASA, die xyz, ziemlich genau berechnen – aber nicht zu hundert Prozent. Asteroiden sowie auch Kometen und Meteoriten können durchaus von ihrer Flugbahn abweichen. Das zeigte zuletzt Asteroid Apophis, der mehrmals seine Flugbahn änderte. Kurzzeitig löste dies große Aufregung aus, schnell kursierten selbst in Wissenschaftsmedien angebliche Einschlagdaten. Die NASA schloss einen Einschlag 2068 von Apophis allerdings aus – sowie für die Jahre 2029 und 2036 gleich mit. Das potenzielle Risiko einer Flugbahnänderung ist auch der Grund, warum der Asteroid 2013 YD48 für die NASA „potenziell gefährlich“ ist: Mit „nur“ 5,6 Millionen Kilometer Erdentfernung wäre jede Abweichung der Flugroute noch näher zu Erde durchaus bedrohlich. Wahrscheinlich ist dies aber nicht.

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Nächster Asteroid rast auf Erde zu – So bereitet sich die NASA vor

Die NASA behält den Asteroid 2013 YD48 weiterhin im Blick. Auf mögliche Bedrohungsszenarien bereitet sich die amerikanische Raumfahrtbehörde generell vor: Vor kurzem erst hatten versetzte eine NASA-Simulation Forscher in große Sorge: Denn sie zeigte deutlich, dass bei einem kurzfristig bevorstehendem Einschlag aktuell überhaupt keine geeignete Abwehrtechnik vorhanden wäre. Für die NASA entwickelte darum Airbus einen Rettungsplan, um Asteroiden abzuwehren, dabei sollen bereits im Weltraum verteilte Satelliten als Abwehrschilde funktionieren. Aber: Das ginge nur mit sehr kleinen Flugkörpern.

Bei Asteroideneinschlag 2022: NASA plant mit DART Mission bereits die planetare Verteidigung

Um auch größere Himmelskörper langfristig abwehren zu können, ist die NASA zur DART-Mission aufgebrochen: Sie will einen Asteroiden testweise mit einer Sonde aus seiner Flugbahn lenken. Das ist das erste Mal, dass die NASA mit dem Ziel der „planetaren Verteidigung“ in den Weltraum aufgebrochen ist. Auch das James-Webb-Weltraumteleskop, das seit Dezember 2021 unterwegs ist, wird langfristig für mehr Sicherheit sorgen können: Es kann den Weltraum und unsere Galaxie 1,5 Millionen Kilometer weit beobachten. Die nächste Asteroid-Entdeckung wird also nicht lange auf sich warten lassen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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