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Asteroid 2007 UY1: In Erdnähe seit 8. Februar 2022

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Zwischen seiner Sichtung und seinem Erdflug liegen nur wenige Tage. Am 8. Februar 2022 geriet er in Erdnähe. Wie gefährlich könnte Asteroid 2007 UY1 sein?

Washington, D.C. – Der regelmäßige Weltraum-Scan gehört für die NASA zur Routine. Dass die Instrumente der größten Weltraumbehörde immer wieder unerwartete Himmelskörper einfangen, zeigen vergangene Meldungen eindrucksvoll. Anfang 2022 geriet Asteroid 2013 YD48 ins Visier. Wenig später erfasste die NASA sogar einen 1.800 Meter großen Asteroiden. Inwiefern ist die NASA auf einen potenziellen Asteroideneinschlag vorbereitet? Eine Frage, die es nun ein weiteres Mal zu erörtern gilt – wenn bereits am 8. Februar 2022 ein weiterer Asteroid in unmittelbare Erdnähe gerät.

US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft:NASA
Hauptsitz:Washington, D.C., Vereinigte Staaten
Gründer:Dwight D. Eisenhower
Gründung:29. Juli 1958, USA

Asteroid 2007 UY1: 150-Meter-Brocken kommt am 8. Februar 2022 in Erdnähe

150 Meter groß und rund 21.600 km/h schnell – in Fachkreisen ist Asteroid 2007 UY1 hinlänglich bekannt. So machte die NASA bereits am 18. Oktober 2007 erste Bekanntschaft mit dem Himmelskörper. Seit seiner Entdeckung versetzte jener Asteroid die Wissenschaft nur selten in Alarmbereitschaft. Es waren andere Himmelskörper, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beunruhigten – etwa Asteroid Apophis, dessen potenzielles Einschlagrisiko vor Kurzem ein weiteres Mal geprüft wurde.

Muss die NASA jetzt ein weiteres Mal handeln? Feststeht, dass Asteroid UY1 weder so schnell ist wie Asteroid 7482, noch so gewaltig wie der 150 Kilometer große Bernardinelli-Bernstein-Komet. Auf den ersten Blick mag es vielleicht überraschen, dass es Asteroid 2007UY1 ist, der ins Bewusstsein der NASA rückt. In Endzeit-Szenarien nehmen schließlich nicht selten gigantische Brocken eine wichtige Rolle ein, wenn es um ein mögliches Ende der Welt geht. Ein ähnliches Szenario skizzierte zuletzt etwa der Netflix-Film „Don‘t Look Up“, als die Erde von einem großen Kometen heimgesucht wurde.

Abseits sämtlicher Science-Fiktion-Filmhandlungen beschäftigt sich auch die NASA mit der Frage, inwiefern man einen kurzfristig angekündigten Asteroideneinschlag verhindern kann. Muss die Wissenschaft schon bald auf ihre Strategien zur planetaren Verteidigung zurückgreifen? Erst am 2. Februar 2022 sahen die Verantwortlichen, wie nah Asteroid 2007UY1 ist – und am Dienstag, dem 8. Februar, könnte er schon sein erdnächsten Punkt erreichen. Droht Gefahr?

Ein Asteroid trifft die Erde.
Asteroid 2007 UY1 fliegt am 8. Februar 2022 an der Erde vorbei. (Symbolbild) ©  imago

Asteroid fliegt an Erde vorbei: Kann man 2007 UY1 mit bloßem Auge sehen?

Vergangene Forschungen zeigten, dass Asteroiden in erster Linie durch Wind töten würden. Das ist auch der Grund, warum man selbst kleinere Asteroiden eine immense Zerstörungskraft attestiert. Berechnungen des Wissenschaftsportals spektrum.de machten diesen Umstand deutlich: Würde ein 50 Meter großer Asteroid noch heute in Berlin einschlagen, sei davon ausgehen, dass mindestens 1.2 Millionen Menschen sterben würden.

Befürchtungen, dass ein 150-Meter-Asteroid in wenigen Stunden ähnliche Konsequenzen mit sich bringt, sind dennoch nicht nötig. Nach Informationen von Daily Star wird 2007 UY1 in einer komfortablen Entfernung von rund fünf Millionen Kilometern an der Erde vorbeifliegen. Geschehen wird dies am 8. Februar gegen 6.20 Uhr.

Ob der Asteroid dann mit bloßem Auge zu sehen sein wird, ist aktuell übrigens noch fraglich. Während im Januar 2022 die 15 erdnahen Asteroiden selbst für geschulte Astro-Fans nur schwer nachzuvollziehen waren, könnte der Flug eines anderes Himmelskörpers Hoffnung machen: Trotz einer Erd-Entfernung von rund 35 Millionen Kilometern konnte man Komet Leonard am 12. Dezember 2021 mit bloßem Auge verfolgen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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