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Adolf Hitler im Homeoffice: Corona-Ausbruch in Namibia zwingt Landrat in Quarantäne

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Von: Robin Dittrich

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Der Name Adolf Hitler löst bei den meisten Menschen wohl Unbehagen aus. Nicht so in Namibia. Dort musste Landrat Adolf Hitler Uunona jetzt ins Homeoffice.

Hamburg/Namibia – Adolf Hitler ist nicht überall auf der Welt ein Synonym für Völkermord und Antisemitismus. In Indien wird Hitler aufgrund seiner Führungsqualitäten mancherorts wie ein Star gefeiert. Der grässliche Hintergrund des Namens ist den meisten Menschen dabei gar nicht bewusst. So anscheinend auch dem Vater von Adolf Hitler Uunona aus Namibia: „Er hat wahrscheinlich gar nicht verstanden, wofür Adolf Hitler stand“ sagte Uunona gegenüber der BILD. Der 55-jährige Adolf Hitler ist in Namibia als Landrat tätig.

Adolf Hitler musste aufgrund der Corona-Pandemie ins Homeoffice wechseln

Die 7-Tage-Inzidenz in Namibia liegt bei rund 150, im Norden Namibias soll sie bei über 500 sein. Insbesondere die Omikron-Variante wütet im Norden. Und genau dort wurde Hitler 2020 zum Landrat gewählt – mit fast 85 Prozent der Stimmen. In Ompundja, einem kleinen Wahlkreis mit fast 5000 Einwohnern in der Region Oshana, kam es im Regionalrat zu einem Corona-Ausbruch. Die Konsequenz: Hitler und seine Kollegen mussten mit sofortiger Wirkung ins Homeoffice. Das Büro wurde komplett geschlossen und rundum desinfiziert.

Adolf Hitler Uunona im Homeoffice
Corona: der namibische Politiker Adolf Hitler Uunona muss ins Homeoffice. (24hamburg.de-Montage) © RacioMediaGroup/imago

Adolf Hitler im Homeoffice: Dort war er sogar per WhatsApp erreichbar. In Deutschland wäre das wohl nicht überall so einfach. Auch von Zuhause hatte Uunona seinen Wahlkreis offensichtlich im Griff. Trotzdem wird er froh sein, wieder in sein Büro in Ompundja fahren zu können. Dort fährt er üblicherweise mit seinem Dienstwagen, einem Toyota Hilux, hin.

Adolf Hitler Uunona hat nichts mit Nationalsozialismus am Hut

Welche Bedeutung sein Name eigentlich hat, begriff Uunona erst in seiner Jugendzeit. Als Kind dachte er noch, er habe einen ganz normalen Namen. „Erst als Heranwachsender begriff ich: Dieser Mann wollte die ganze Welt unterwerfen. Ich habe mit all diesen Dingen nichts zu tun.“ Mit Nationalsozialismus hat er laut eigenen Aussagen nichts am Hut. Er selbst gehört der SWAPO-Partei an, die in Namibia seit der Unabhängigkeit 1990 regiert.

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Auf die Frage, wieso Adolf Hitler Uunona seinen Namen nicht einfach ändert, gab er eine ganz einfach Erklärung: „Er steht in allen offiziellen Dokumenten. Dafür ist es zu spät.“ Uunona muss also weiter damit klar kommen, zumindest eine Sache mit dem Führer des Deutschen Reiches gemein zu haben. Er tritt in der Öffentlichkeit ohnehin meist als Adolf Uunona auf, Hitler lässt er einfach weg. Seine Frau nennt ihn schlichtweg „Adolf“. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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