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Wurst zurückgerufen: Zwiebelmett birgt erhebliches Gesundheitsrisiko

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Von: Christian Einfeldt

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Ein Fleischhersteller aus Niedersachsen warnt vor Listerien in der Wurst. Gewarnt werden auch Verbraucher in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Guderhandviertel/Hamburg – Die Aufnahme von Listerien kann Erkrankungen wie Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung hervorrufen. Behörden warnen vor dem Verzehr. Erst kürzlich hatten Aldi, Lidl und Co. einen Käse wegen Listerien-Gefahr zurückgerufen. Der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge wurden die Bakterien nun in einem weiteren, sich bereits im Umlauf befindendem Produkt nachgewiesen. Hersteller Heinrich Aldag Altländer Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG macht auf die gefährlichen Erreger, die jetzt auch in ihrer Wurst entdeckt wurden, aufmerksam.

Unternehmen:Heinrich Aldag Altländer Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co KG
Serviceoptionen:Einkaufen im Geschäft
Adresse:Dollerner Str. 18, 21720 Guderhandviertel

Hersteller aus Niedersachsen warnt: Listerien in Wurst nachgewiesen – auch in Hamburg verkauft

Konkret handelt es sich um die Putenzwiebelmettwurst des niedersächsischen Unternehmens Heinrich Aldag Altländer Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG. Gekennzeichnet sind die betroffenen Produkte, die nun zurückgerufen werden, unter anderem durch ein bestimmtes Mindesthaltbarkeitsdatum. Es geht um den 10. August 2022, darüber hinaus um die Wurst, verkauft in der 500- bzw. 1000 Gramm-Packung. Ein Verzehr der Wurst kann unter Umständen zu schweren Krankheiten führen.

Listerien.
Wegen hoher Listerien-Gefahr ruft Hersteller Heinrich Aldag Altländer, Fleisch - und Wurstwaren GmbH & Co. KG Wurst zurück. © Heinrich Aldag Altländer, Fleisch - und Wurstwaren GmbH & Co. KG und Science Photo Library/Imago

Verkauft wurden die Produkte in den Bundesländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Auch Hamburg ist betroffen. Während andere Hersteller bei Verdacht auf verunreinigte Lebensmitteln häufig die jeweiligen Supermärkte genannt hatten, bleibt aktuell noch unklar, welche Supermärkte oder Discounter zu den Einkäufern des Produktes zählen – ob Rewe, Aldi, Edeka, Penny und/oder Lidl. Letzter Discounter musste zuletzt einen Käse zurückrufen, weil Kunststoff im Käse gefunden wurde. Weitere Warnungen, ausgesprochen von bundesweiten Discountern und Supermärkten: Aldi hat eine Hängematte zurückgerufen, weil Sturzverletzungen möglich sind und es erfolgte ein großer Chips-Rückruf wegen Vergiftungsgefahr.

Erhöhte Listerien-Gefahr: Welche Symptome sind nach Verzehr zu befürchten?

Heinrich Aldag Altländer Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG mit Sitz im niedersächsischen Guderhandviertel ruft auf, den Verzehr der betroffenen Wurst zu vermeiden. Bei Symptomen, die in Verbindung zur Wurst stehen können, sollte schnellstmöglich der Hausarzt kontaktiert werden. Das würde insbesondere für Schwangere, Senioren und Menschen mit einem schwachen Immunsystem gelten. Erkrankungen mit Blutvergiftungen und Hirnhautentzündungen und schweren Krankheitsverläufe können unter Umständen nicht ausgeschlossen werden.

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Wie das Verbraucher-Portal lebensmittelwarnung.de berichtet, könne eine Infektion mit Listerien-Bakterien außerdem innerhalb von zwei Wochen Fieber und Durchfall mit sich bringen. Menschen ohne Vorerkrankung müssen bei Kontakt mit Listerien-Bakterien in der Regel keine Symptome befürchten. Die Symptome sind entsprechend abgeschwächt, mitunter gar nicht vorhanden.

Listerien-Wurst zurückgerufen: Was Verbraucher jetzt tun sollten

Die Heinrich Aldag Altländer Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG nennt explizit die Mettwurst in der 500 bzw. 1000 Gramm-Packung. Des Weiteren erfüllt die Wurst folgende Eigenschaften: Eine Haltbarkeit bis zum 10. August 2022 und die Los-Kennzeichnung: 210722. Alle anderen Produkte des Unternehmens sind demnach nicht betroffen. Die verunreinigte Wurst wurde jetzt zurückgerufen und aus dem Handel genommen. Verbraucher können sie laut Online-Portal op-online.de dort zurückgegeben, wo sie gekauft wurde. Im Regelfall können sie mit der Rückerstattung des vollen Preises rechnen.

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