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Wann der Zahnersatz für Rentner von der Krankenkasse bezahlt wird

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Von: Christian Einfeldt

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Einige Rentner haben beim Zahnersatz Anspruch auf Härtefallregelungen. Wann das möglich ist und was noch bei kaputten Zähnen im Alter hilft.

Update vom 4. Februar 2023: Viele Rentner möchten gerne früher in Rente gehen. Nach vielen Jahren als Arbeitnehmer freuen sich Verbraucher auf ihren Ruhestand. Kann man sich Rentenjahre kaufen, um früher in Rente zu gehen?

Update vom 4. Februar 2023: Auch Rentnern steht eine bezahlte Reha zu, wenn der Körper „wiederhergestellt“ werden muss. So beantragen die als Rentner eine Reha.

Update vom 3. Februar 2023: Schon gewusst? Vorbereitung, Ablauf und Freizeit: So läuft eine Reha für Rentner ab.

Update vom 29. Januar 2023: Das Alter hält einige Herausforderungen für Verbraucher bereit. Eine von ihnen kann Altersdiabetes sein – auf diese Signale sollten Rentner achten.

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Erstmeldung vom 20. Januar 2023: Hamburg – Im Alter steigt die Gefahr, dass die Zähne Schaden nehmen. Eingriffe werden mitunter immer notwendiger und teurer – und damit auch die Dringlichkeit von Zahnersatz. In Zeiten, in denen neben Inflation auch zahlreiche Abgaben die Rente verringern, schmerzt der Zahn gleich doppelt. Finanzierungen der operativen Eingriffe stellen Rentner mitunter vor großen Herausforderungen. Glücksfall für alle Betroffenen: Nicht immer ist es der Rentner, der für die Kosten zugunsten seiner Gesundheit aufkommen muss.

Sozialversicherung:Deutsche Rentenversicherung
Gründung:1. Oktober 2005
Versicherte:56,7 Mio. (31. Dezember 2019)
Rentner:21,2 Mio. (1. Juli 2020)

Wann haben Rentner Anspruch auf Härtefall beim Zahnersatz?

Kommt es dann einmal zum Tag, an dem der Zahnersatz unvermeidlich wird, zählt zunächst das, was die Deutsche Rentenversicherung überweist. Weitere finanzielle Unterstützung könnten Verbraucher von möglichen Zusatzrenten bekommen. Der Idealfall: Rentner werden einfach von Zuzahlungen, die im Zuge eines ärztlichen Eingriffes notwendig werden, befreit. Laut provita-deutschland.de ist das möglich: etwa dann, wenn es sich um Pflegebedürftige handelt oder eine Erwerbsminderung von mindestens 60 Prozent vorliegt.

Zahnarztkosten zu teuer? Wann für Rentner die Härtefallregelung greift 
Zahnarztkosten zu teuer? Wann für Rentner die Härtefallregelung greift  © Monkey Business / Imago

Natürlich betrifft das längst nicht alle Rentner, die jedoch für mehr Geld auf acht Zuschüsse des Staates hoffen können. Im Fall einer Härtefallregelung zahlt die Krankenkasse den doppelten Festzuschuss. Damit wird eine Übernahme aller entstehenden Kosten in Aussicht gestellt. Eine Maßnahme, die besonders Senioren mit geringem Einkommen profitieren lassen soll. Zufolge von Angaben des Online-Portals kostenfalle-zahn.de lag 2022 der Betrag des maximalen Bruttoeinkommens in diesem Kontext bei 1.316 Euro. 2023 entspricht die Einkommensgrenze für eine Beanspruchung der Härtefallregelung laut der Krankenkasse Barmer  1.358,00 Euro für Alleinstehende.

Zahnzusatzversicherung für Rentner: Was es im Alter zu beachten gilt

Eine Härtefallregelung bezieht sich also immer auf das Bruttoeinkommen eines Rentners. Neben der Rentenzahlung setzt sich diese auch aus Krankengeld oder Sozialgeld-Ansprüchen wie Arbeitslosengeld zusammen. Zuschüsse wie Pflege- und Kindergeld beinhaltet das Bruttoeinkommen derweil übrigens nicht. Die Härtefallregelung kann auch von Beziehern der Frührente, die schon ab 63 Jahren beantragt werden könnte, beansprucht werden. Zur Beantragung des Härtefalls muss die betroffene Person einen entsprechenden Antrag ausfüllen, der entweder in der Zahnarztpraxis oder direkt bei der Krankenkasse vorliegt.

Beim Thema Prophylaxe und Instandsetzung der Zähne kreisen die Gedanken auch schnell um eine Zahnzusatzversicherung. Im Alter muss jedoch eines bedacht werden: Nach Berichten von kosten-beim-zahnarzt.de laufen bereits Menschen ab 50 Jahren Gefahr, dahingehend nicht mehr versichert werden zu können. Ein äußerst seltener Fall – aber von bestimmten Anbietern so vorgesehen.

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Oft liegt eine entsprechende Altersgrenze zwischen 60 und 70 Jahren. Noch häufiger: Anbieter legen sich auf kein maximales Alter fest und werben stattdessen mit einer 100-prozentigen Erstattung der Zahnarztkosten. Wie hoch die Beteiligung letzten Endes wirklich ist, hängt in der Praxis allerdings immer von mehreren Faktoren ab. Die wohl einflussreichsten: das Alter und der Gesundheitsstand, wie es also um die Zähne des Patienten bestellt ist.

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