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Mit dem Wintermodus bei Fenstern ganz einfach Heizkosten senken

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Diesen Energiespar-Trick kennt kaum jemand. Mit einem einfachen Rädchen können Sie Ihre Fenster in den Wintermodus versetzen und so Heizkosten sparen. 

Hamburg – Der Ukraine-Krieg hat Deutschland in eine Energiekrise befördert. Gas wird knapp, Strom wird teurer und ausgerechnet jetzt bringen Herbst und Winter niedrige Temperaturen und Frost. Höchste Zeit, die Heizung einzuschalten. Doch genau das bereitet vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern aktuell Bauchschmerzen. Denn die Heizkosten – so stellen Sie die Heizung richtig ein – könnten viele Menschen in Deutschland in eine finanzielle Schieflage bugsieren. Auch deshalb steigt das Interesse an genialen Energiespar-Tricks aktuell enorm. Und diesen hier kennt noch kaum jemand: Die Fenster in den Wintermodus versetzen und so Heizkosten sparen. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier.

Wintermodus bei Fenstern? Was hinter dem Geheimtipp zum Heizkostensparen steckt

Noch nie vom Wintermodus bei Fenstern gehört? Damit stehen Sie sicher nicht alleine da. Doch eigentlich ist es ganz einfach: Wenn Verbraucher vom sogenannten Wintermodus bei Fenstern reden, meinen sie eigentlich die Einstellung des Anpressdrucks bei Fenstern. Dieser kann durch ein kleines Rad am Fensterflügel nachjustiert werden. Eine falsche Einstellung an dem Rädchen führt etwa dazu, dass die Fenstern nicht ordnungsgemäß abdichten.

Kondenswasser am Fenster im Winter
Wer sein Fenster in den „Wintermodus“ versetzt, kann viel Geld sparen. © Thomas Trutschel/Imago

Also zu viel Lärm von Außen in die Wohnräume dringt, im Sommer zu viel warme Luft den Weg in die Wohnräume findet, oder eben im Winter zu viel Kälte in die Wohnung zieht. Der Name Wintermodus ist wohl deshalb geläufig, weil einem die kalte Luft oder „dass es zieht“ eher im Winter auffällt als im Sommer. Eigentlich geht es aber nur darum, die Fenster richtig einzustellen.

Sollte man nachts heizen?

Wenn Ihre Fenster ordnungsgemäß eingestellt sind, können Sie sich das Heizen nicht sparen. Auch nachts sollten Sie nicht auf das Heizen verzichten. Denn: Die Wohnung kühlt dann so stark ab, dass es viel Energie braucht, um sie wieder aufzuwärmen. Besser ist daher, die Heizung in der Nacht herunterzuregeln, aber auf einer niedrigen Stufe oder im Nachtmodus (Nachtabsenkung) laufen zu lassen.

Fenster auf Wintermodus umstellen: Wie Sie damit bares Geld sparen können

Aber wie soll das Rädchen zum Anpassen des Anpressdrucks nun beim Heizkostensparen helfen? Je schwächer der Anpressdruck ist, desto mehr Luft kann von außen nach innen gelangen. Und je mehr kalte Luft in die Wohnräume gelangt, desto mehr müssen wir heizen. Wenn Sie also das Gefühl haben, dass Ihre Fenster nicht ausreichend gut abriegeln, könnte es sich lohnen, wenn Sie die Fenster einstellen oder sie eben in den sogenannten Wintermodus versetzen. Das heißt nichts anderes, als den Anpressdruck zu erhöhen, damit weniger Luft durchkommt.

Fenster in Wintermodus bringen: So stellen Sie ihre Fenster auf Winter ein

Leider sind die Mechanismen zum Einstellen des Anpressdrucks nicht einheitlich. Es gibt viele verschiedene Modelle. Meist gibt es aber verschiedene Einstellungen an den Rädchen. Wie funktioniert die Einstellung des Anpressdrucks grundsätzlich?

Haben Fenster einen Wintermodus?

Genau genommen haben Fenster keinen Wintermodus. Aber Fenster haben einen Anpressdruck, der mit einem Rädchen am Fenster eingestellt werden kann. Je nachdem, wie stark der Anpressdruck des Fensters eingestellt ist, desto weniger Luft dringt von außen nach innen. Weil wir im Winter besonders schnell merken, wenn es zieht, nennt man das stärkere Einstellen des Anpressdrucks auch Wintermodus bei Fenstern.

Zunächst benötigen Sie das richtige Werkzeug. Je nach Modell kann das ein Schrauberzieher (Schlitz oder Kreuz), ein Inbusschlüssel oder ein Torx sein. Jetzt müssen Sie nur noch sämtliche Rädchen an Ihrem Fenster finden und einstellen. Zu beachten ist: Es gibt bei einigen Fenstern nicht nur ein Einstell-Rädchen, sondern mehrere über das Fenster verteilt. In diesem Fall müssen alle Rädchen eingestellt werden. Sonst verändert sich der Druck nur an der Stelle des einzelnen Rädchens, nicht aber am gesamten Fenster.

Beim Einstellen des Anpressdrucks der Fenster gilt: Dreht man das Rädchen rein, erhöht sich der Anpressdruck – dreht man das Rädchen heraus, verringert sich der Anpressdruck. Wenn Sie den Anpressdruck verändert haben, schließen Sie das Fenstern und prüfen, ob nun weniger Luft durchkommt als vorher. Für die Einstellung des Anpressdrucks kann auch ein Experte beauftragt werden. Für die Arbeit braucht der Fachmann oder die Fachfrau nur wenige Minuten.

Energiesparen im Haushalt: Diese Tricks sollte jeder kennen

Der Wintermodus bei Fenstern ist aber nicht der einzige Trick, den Sie im Herbst und Winter 2022 kennen sollten, wenn Sie Energie sparen möchten. Auch die unentdeckten Stromfresser im Haushalt sollten Sie kennen und abschalten. Und apropos abschalten: Es gibt Haushaltsgeräte, die unbedingt nachts abgeschaltet werden sollten – wie etwa die Mikrowelle. Und wenn die nächste Nebenkostenabrechnung doch unangenehme Überraschungen bereithält, lohnt sich ein genauerer Blick. Denn es gibt Fehler bei der Abrechnung, bei denen Sie nicht zahlen müssen.

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