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Wie viel Rente bekomme ich? So können Sie die eigene Rentenhöhe berechnen

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Von: Christian Einfeldt

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Bei der Berechnung der Rente spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Welche das sind und wie Sie die Rentenhöhe einfach selbst ausrechnen können.

Hamburg – Nach jahrzehntelanger Arbeit setzen viele Arbeitnehmer ihre Hoffnungen in die zuvor getätigte Rentenzahlung. Auch dieser verpflichtet man sich als Arbeitnehmer mitunter jahrzehntelang – und dennoch fällt die Rente in vielen Fällen weitaus geringer aus, als erhofft. Auf welchen Betrag können Sie hoffen? Wie sich Ihre Rente konkret berechnen lässt – und welche Faktoren 2023 relevant sind.

Sozialversicherung:Deutsche Rentenversicherung
Gründung:1. Oktober 2005
Versicherte:56,7 Mio. (31. Dezember 2019)
Rentner:21,2 Mio. (1. Juli 2020)

Wie hoch ist meine Rente? Welche Faktoren für eine Berechnung relevant sind

Im Jahr 2023 ändert sich für Rentner vieles. Eine Sache bleibt gleich: Die Berechnung der Rente wird von den jeweiligen Entgeltpunkten, die Rentner während ihrer Arbeitszeit jährlich erhalten haben, bestimmt. Wie die Deutsche Rentenversicherung berichtet, entspricht ein Entgeltpunkt dem jährlichen Verdienst eines durchschnittlichen Einkommens (Durchschnittseinkommen 2023: 43.142 Euro im Jahr). Verdient man nur die Hälfte davon, gibt es einen halben Punkt, während man bei höheren Einkommen mit weiteren Rentenpunkte – und damit einer höheren Rente – rechnen kann.

Doch gibt es noch zusätzliche Aspekte, die im Zuge der Rentenberechnung eine Rolle spielen. Welche Faktoren werden in diesem Kontext noch relevant? Zum einen ist es die Zeit, in der man als Arbeitnehmer in die Rentenkasse eingezahlt hat. Je größer das entsprechende Zeitfenster, desto mehr Geld gibt es später im Ruhestand. Weitere potenzielle Multiplikatoren, die auf die Beantwortung der Frage einzahlen: die Pflege eines Angehörigen oder Kindererziehung, die die Rente erhöhen kann.

Mann schreibt.
Rente berechnen: Auf welche Formel Rentner zurückgreifen müssen. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago

In diesen Fällen können Verbraucher später einmal auf eine höhere Rente spekulieren – und doch: Oft könnte der Kontoauszug am Ende des Monats dann doch nicht mit dem erhofften Rentenbeitrag übereinstimmen. Viele Rentner klagen über ein geringes Einkommen – nicht zuletzt, weil Abgaben auch 2023 die Bruttorente verringern. Es zeigt sich: Nur wer als Arbeitnehmer überdurchschnittlich viel verdient und ins Rentensystem eingezahlt hat, hat Anspruch auf eine maximale Rente. In der Not greifen manche von ihnen auf folgende Methode zurück: Länger arbeiten und damit die Rente steigern.

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Rente berechnen: Mit welcher Formel Sie die Höhe selbst ausrechnen können

Welche Rentenhöhe Sie im Rentenalter konkret erwartet, lässt sich einfach ausrechnen. Folgende Faktoren müssen laut Deutscher Rentenversicherung berücksichtigt werden: Entgeltpunkte, Zugangsfaktor, Rentenwert und Rentenartfaktor. Unter der Voraussetzung, dass man beim Renteneintritt das gesetzliche Rentenalter (Rentenalter 2023: 65 Jahre und elf Monate) erreicht hat, liegt der Zugangsfaktor bei 1,0.

Der Rentenartfaktor bezieht sich im Kontext der Rechnung auf Faktoren wie Berufsunfähigkeit, Erwerbsminderung oder auch die Witwenrente, die je nach Alter des Rentners unterschiedlich ausfällt, und kann sich im unterschiedlichen Maßstab auf die zu berechnende Rente auswirken. Auch hier bestimmt der Faktor 1,0 eine gewöhnliche Altersrente, die die vollen Bezüge verspricht.

Allgemeine Formel zur Berechnung der Rente:

Entgeltpunkte x aktueller Rentenwert x Zugangsfaktor x Rentenartfaktor = Rente pro Monat

Wie hoch der aktuelle Rentenwert ist, wird laut der Deutschen Rentenversicherung jedes Jahr aufs Neue bestimmt. Die nächste Bekanntgabe erfolgt dementsprechend am 1. Juli 2023. Bis dahin muss mit dem Rentenwert aus 2022 gerechnet werden: 36,02 Euro (alte Bundesländer) und 35,52 Euro (neue Bundesländer). Entgeltpunkte mal Rentenwert mal Zugangsfaktor mal Rentenartfaktor: Rechnet man alle Elemente zusammen, landet man schlussendlich bei der monatlichen Bruttorente. Zu beachten gilt: Beiträge wie etwa zur Kranken- und Pflegeversicherung werden erst hinterher abgezogen.

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