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„Kurz, aber knackig“: Mini-Hitzewelle mit 36 Grad in Hamburg

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Von: Steffen Maas

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Während der Montag einen wettertechnisch unauffälligen Start beschert, soll ab Mittwoch die Hitze zurück in Hamburg sein: Bis zu 36 Grad am Donnerstag.

Hamburg – Der Sommer in Hamburg fährt weiterhin Achterbahn: Zwar wurde der abschließende Sommermonat August im Norden mit grauem Wetter, Regenschauern und Wolken eingeläutet und doch rollt zur Mitte der Woche die nächste Mini-Hitzewelle an. „Kurz, aber knackig“, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Mittwoch und Donnerstag wird auch in der Hansestadt Hamburg wahrscheinlich wieder die 30-Grad-Marke geknackt werden, am Donnerstag, 4. August 2022, soll die Hitze – je nachdem, welchen Wetterdienst man fragt – drückende 36 Grad erreichen. Im deutschlandweiten Vergleich kommt der Norden allerdings noch glimpflich davon.

Name:Deutscher Wetterdienst
Hauptsitz:Offenbach am Main
Gründung:1952
Dachorganisation:Bundesministerium für Digitales und Verkehr

Wetter in Hamburg: Die Hitze kehrt zurück – 36 Grad am Donnerstag?

In der Nacht auf Dienstag, 2. August 2022, purzeln die Temperaturen noch einmal runter bis in einstellige Bereiche und während man noch überlegt, die zweite Decke für die Nachtruhe auszupacken, überrollt einen am Donnerstag womöglich die nächste Hitzewelle. Prognostizierte Höchstwerte: 28 bis 30 Grad am Mittwoch, 33 bis 36 Grad am Tag darauf.

Zum Wochenende soll das Thermometer dann deutlich weniger Höhe erlangen, doch weiter ein angenehmes heiteres bis wolkiges Wetter herrschen: Die Temperaturen sollen sich von Freitag bis Sonntag, 7. August, zwischen 22 und 25 Grad einpendeln. Tägliche 10-Grad-Unterschiede sind 2022 keine Seltenheit mehr, der Achterbahnsommer mit Jojo-Wetter ist für wetterfühlige und -empfindliche Personen eine große Belastung.

Wetter in Deutschland: 40 Grad vom Südwesten bis zum Osten

Wer bei der Aussicht auf 36 Grad schon schnauft, der hat einen (zugegebenermaßen sehr schwachen) Trost: Im Vergleich zum Rest von Deutschland kommen Hamburg und der Norden noch halbwegs glimpflich davon. In der geografischen Mitte des Landes zieht sich vom Schwarzwald bis in den Osten ein Korridor, in dem Mittwoch und Donnerstag auch wieder die 40-Grad-Grenze gekackt werden kann.

Zwei junge Frauen sitzen auf einem Stand-Up-Paddle-Board und paddeln über einen Alsterkanal.
Nächste Bullenhitze naht heran: Über 30 Grad in Hamburg. © Hanno Bode/Hamburg

Hamburg und Umgebung profitieren – abgesehen von der Küstennähe – aktuell davon, dass die Front, die kältere Luft bringt, aus dem Nordwesten heranzieht. So trifft die relative Erfrischung zunächst den Norden des Landes, sorgt aber auch für eine ordentliche Portion Gewittergefahr.

Waldbrände in der Sächsischen Schweiz und in Brandenburg

Betrachtet man den Rest der Bundesrepublik, können die Hamburg-typischen Schauer jedoch getrost als Segen gewertet werden. Die enorme Dürre setzt nicht nur seit Wochen Südeuropa zu, sondern auch im Osten Deutschlands kämpft man gegen Waldbrände.

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In Sachsen brennen nach wie vor Teile der Sächsischen Schweiz in einem Waldbrand, der zuvor aus Tschechien übergesprungen war, und in Brandenburg gab es erst vor wenigen Stunden am Sonntag, 31. Juli 2022, eine Entspannung der Lage bei Falkenberg zu berichten. Trotz der zwischenzeitlichen Regen-Erleichterung warnt die Feuerwehr Hamburg laufend davor, die Waldbrandgefahr nicht zu unterschätzen und für den Notfall vorbereitet zu sein.

Deutscher Wetterdienst: Historisch wenig Niederschlag im Juli 2022

Die Dürre ist dabei durchaus ungewöhnlich und alarmierend. Der DWD berichtet in seinem Juli-Rückblick, dass bundesweit durchschnittlich weniger als die Hälfte des üblichen Niederschlages gefallen ist: Nur 35 Liter pro Quadratmeter, statt 78 Liter pro Quadratmeter im Juli der Referenzperiode von 1961 bis 1990.

Trotz gelegentlicher Schauer fällt der Rückblick für Hamburg nicht allzu unterschiedlich zum Rest der Republik aus: 45 Liter pro Quadratmeter Niederschlag hinken deutlich hinter den Werten der Referenzperiode her (77 Liter pro Quadratmetern). Der Wetterdienst erinnert zudem an den gefallenen Hitze-Rekord in Hamburg-Neuwiedenthal mit „extrem heißen“ 40,1 Grad und fasst weiterhin zusammen: „Die Monatsmitteltemperatur erreichte 18,4 °C (17,0 °C). Fast 235 Stunden (201 Stunden) kam die Sonne zum Vorschein.“

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