1. 24hamburg
  2. Verbraucher

Wetter-Experte warnt vor totalem „Winter-Blackout“

Erstellt:

Von: Nadja Pohr

Kommentare

Das Wetter in Deutschland scheint sich nicht entscheiden zu können: Mal werden höhere, mal tiefere Temperaturen von den Wettermodellen prognostiziert. In einer jüngsten Vorhersage ist erneut kein Winter zu sehen.

Stuttgart - Das Wetter in Deutschland scheint eine 180-Grad-Wendung hinzulegen. Während Anfang Dezember noch eisige Temperaturen herrschten und die Hoffnungen auf weiße Weihnachten groß waren, war das Wetter zum Jahreswechsel zum Teil fast frühlingshaft. Laut Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net geht das wechselhafte Verhalten der Temperaturen erstmal so weiter.

Noch am Montag (2. Januar) prognostizierte ein Wettermodell, dass Deutschland im Nordosten von Donnerstag (5. Januar) bis Samstag (7. Januar) von der „sibirischen Kältepeitsche“ gestreift wird. Neben deutlich kühleren Temperaturen wurde dort darüber hinaus sogar Schnee oder Schneeregen erwartet. Doch die jüngsten Vorhersagen sehen bereits wieder das komplette Gegenteil vor. „Der Januar läuft sich richtig warm“, sagt der Meteorologe.

Wetterexperte warnt vor totalem „Winter-Blackout“ und „schwarzem Wärmeberg“ im Januar

Von einer „schockierenden Winterprognose“ für Januar, Februar und März sprach Wetterexperte Dominik Jung bereits in der vergangenen Woche (30. Dezember 2022) – dies scheint sich nun zumindest für den Januar zu bestätigen. Angesichts der Wetterkarten sieht es nach einem totalen „Winter-Blackout“ aus, wie wetter.net schreibt. „Es wird zwar kühler im Nordosten, aber es reicht eben nicht für einen Wintereinbruch mit einer Schneedecke. Die Kältepeitsche ist einfach zu schwach“, sagt Jung.

Dominik Jung steht vor einer Wetterkarte
Für Mitte Januar wird ein „schwarzer Wärmeberg“ über Deutschland vorhergesagt, wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung auf der Wetterkarte zeigt. © Screenshot/wetter.net

Die Aufzeichnungen der Wetterstation Sternwarte in Jena haben „den Vogel abgeschossen“: Dort wurden Temperaturen von 17 Grad gemessen – diese Temperaturen seien dort noch nie erfasst worden. In Deutschland bleibt das Wetter mit 6 bis 7 Grad leicht zu warm für die Jahreszeit, berichtet bw24.de. Zur Monatsmitte könnten die Temperaturen weiter ansteigen. „Der schwarze Wärmeberg liegt dann genau über Deutschland darüber“, warnt der Wetterexperte. Im Norden soll es dann bis zu 12 Grad und im Süden bis zu 8 Grad zu warm werden. „Der Winter hat einfach keine Chance, zumindest nicht nach der heutigen Frühprognose bis zum 15. Januar“, lautet das Fazit von Dominik Jung.

Ausblick auf die erste Januarwoche: Es wird mild und regnerisch

Laut dem Diplom-Meteorologen mache sich in dieser Woche zunächst ein „Zwischen-Hoch“ bemerkbar, ehe es etwas nasser und unfreundlicher werde. Am Dienstag (3. Januar) liegen die Temperaturen noch zwischen 6 und 10 Grad. Für den Mittwoch (4. Januar) werden 9 bis 12 Grad vorhergesagt, dabei nimmt allerdings der Wind zu und teilweise gibt es Regen. Das Wetter bleibt am Donnerstag (5. Januar) weiter mild, aber auch nass sowie wolkig. Die Temperaturen liegen bei 8 und 13 Grad. Am Freitag (6. Januar) gibt es im Norddeutschland teilweise kräftigen Regen mit Temperaturen von 7 bis 11 Grad. Im Süden soll es trocken bleiben, bei 10 bis 12 Grad.

Auch am Wochenende und in der kommenden Woche bleiben die Temperaturen wenig winterlich und liegen zwischen 2 und 12 Grad. „Die Wetterlage ist einfach festgefahren“, sagt Dominik Jung. „Man denkt, es geht nicht noch schlimmer, aber irgendwie geht es immer schlimmer.“ Auch der Polarwirbel in der Arktis, der oft beeinflussend für das Wetter in Deutschland ist, helfe in diesem Jahr in Sachen Winterwetter nicht, prognostiziert der Wetterexperte.

Auch interessant

Kommentare