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Weniger heizen und 1000 Euro im Jahr sparen – mit diesen Tricks

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Von: Bona Hyun

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Die Gaskrise lässt grüßen: Heizen im Winter wird teuer. Verbraucher können mit einigen Tricks 1000 Euro im Jahr sparen – was dabei eine wichtige Rolle spielt. 

Hamburg – Heizen mit Gas ist teuer – im Jahr 2023 rechnen Experten sogar mit der dreifachen Erhöhung des jetzigen Preises. Angesichts der Energiekrise könnten die kalten Wintermonate für Verbraucher ganz schön kostspielig werden, da sie eigentlich noch mehr heizen müssten. Oder doch nicht? Experten zufolge ist es möglich, die Heizenergie deutlich zu reduzieren. Verbraucher können dadurch trotz Energiekrise bis zu 1000 Euro sparen.

Wie das funktionieren soll? Neben den Sparmethoden, die einen Blackout verhindern sollen, haben Energieexperten nun weitere Einsparmöglichkeiten beim Heizen im Winter benannt. So soll das Sparen in der Energiekrise gelingen.

Name:Freie und Hansestad Hamburg
Fläche:755 km²
Bevölkerung:etwa 1,9 Millionen
Anzahl Wohnungslose:rund 19.000

Energiekrise in Hamburg: Heizenergie reduzieren und bis zu 1000 Euro im Jahr sparen

Wenn es im Winter kalt und teuer wird in vielen Wohnungen, vor allem in Altbauten, denken viele Verbraucher angesichts der Energiekrise ans Herunterfahren der Heizungen. Laut Experten der richtige Schritt: Es sei ratsam, die Heizungen bei Nichtnutzung eines Raumes herunterzuregeln. Wichtig zu beachten: Die idealen Temperaturen sollten nicht über- oder unterschritten werden. Diese betragen im Wohnzimmer 20 oder 21 Grad, im Schlafzimmer und in der Küche 18 Grad, wie Alexander Steinfeldt, Energie-Experte bei der Beratungsgesellschaft CO2online, anlässlich der Energiekrise sagt.

Eine Hand regelt bei einer Heizung die Temperatur und Geldscheine
Bis zu 1000 Euro im Jahr sparen? Experten verraten Tipps zur Reduzierung der Heizenergie. © Daniel Karmann/dpa

Weniger als 16 Grad sollte die Raumtemperatur auf jeden Fall nicht betragen, wie Lars Beckmannshagen, Energieberater der Hamburger Energielotsen, laut Hamburger Abendblatt befindet. Pflanzenbesitzer müssen in der Energiekrise übrigens besonders aufpassen, die Temperaturen bei Abwesenheit abzusenken, da Pflanzen immer Feuchtigkeit produzieren.

Ganz herunterfahren sollte man die Heizungen allerdings nicht, findet Lars Rückert, Geschäftsführer der Arnold Rückert GmbH. Stattdessen sollen Heizungen in der Energiekrise im abgesenktem Betrieb laufen, da das Wiederaufheizen zu viel Energie verbrauchen würde. Eine Absenkung um maximal zwei Grad wäre ratsam. Doch nicht alle Experten sind diesbezüglich einer Meinung: Lars Beckmannshagen empfiehlt sogar in den Herbstferien den Heizbetrieb für ein bis zwei Wochen komplett auszuschalten.

Energiekrise: Einsparmöglichkeiten bei der Gasheizung sind abhängig vom Gaspreis und der Temperatur

Wie effektiv ist das Absenken der Temperatur? Bei einer Absenkung um ein Grad sparen Verbraucher bereits sechs Prozent der Heizenergie – allerdings ist dies der Fall bei einer Reduzierung von 21 auf 20 Grad. „Je effizienter die Heizung oder das Gebäude, desto geringer ist die Einsparung beim Herunterregeln“, wie Energieexperte Alexander Steinfeldt, Energie-Experte bei der Beratungsgesellschaft CO2online gegenüber dem Abendblatt erwähnte. Auch der Gaspreis ist maßgebend für die Einsparung.

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Weniger heizen und 1000 Euro im Jahr sparen: Lüften und Anteil von Warmwasser in der Energiekrise häufig unterschätzt

Eine unterschätzte, dennoch aber doch energiesparende Maßnahme in der Energiekrise ist das Lüften. Dabei können Verbraucher bis zu zehn Prozent Energie sparen. Lüften sei laut Rückert sogar die effektivste Sparmethode, die kein Geld kostet. Stoßlüften für maximal fünf Minuten sei am effektivsten. Beim Lüften sollten die Heizungen ausgestellt werden.

Auch kürzere und kältere Duschen reduzieren erwiesen die Heizenergie. Warmwasser nimmt 15 Prozent der Energie im Haushalt ein. Verbraucher können das Doppelte an Warmwasser reduzieren, wenn sie seltener baden, Hände mit kaltem Wasser waschen und unter fünf Minuten duschen. Die Warmwassertemperatur lassen sich auch auf 55 bis 50 Grad absenken. Viele Anlagen haben allerdings eine Legionellenschaltung, mit der das Wasser mindestens einmal wöchentlich höher erhitzt wird.

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Beim Heizen Geld sparen: Warum sind Temperaturregler und ein hydraulischer Abgleich vorteilhaft?

Ein programmierbarer Temperaturregler kann die Wunschtemperaturen im Raum einstellen oder bei Bedarf die Temperatur stärker absenken. Diese Regler eignen sich vor allem für Mietwohnungen und können sich auch per App steuern lassen. Temperaturregler, die Wochentage von Wochenenden unterscheiden können, sind dabei besonders empfehlenswert. Bei einer Absenkung um ein Grad über zweimal je acht Stunden tagsüber und in der Nacht liegt der Einspareffekt bei vier Prozent.

In den meisten Fällen wird beim Heizen kein hydraulischer Abgleich vorgenommen. Das Ziel eines hydraulischen Abgleichs ist es, das Wasser aus den Heizkörpern so kalt wie möglich zum Heizkessel zurückzubefördern. Dadurch werde möglichst viel Wärme aus dem Abgasstrom in eine Brennwertheizung aufgenommen. Der Einspareffekt lege laut Steinfeldt bei 10 bis 15 Prozent bei einem Kostenaufwand von 100 Euro pro Heizkörper.

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