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Wegen steigender Heizkosten: So hoch wird die Nebenkostenabrechnung

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Von: Bona Hyun

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Die Heizkosten schnellen in die Höhe – das wirkt sich auch stark auf die Nebenkostenabrechnung auf. Worauf sich die Verbraucher 2022 einstellen müssen.

Hamburg – Heizkosten stiegen letztes Jahr massiv an und machen einen großen Teil der Nebenkosten aus. Verbrauchern könnte der nächste Preis-Schock drohen, denn die Nebenkostenabrechnung dürften infolgedessen deutlich ansteigen. Ersten Berechnungen zufolge sind die Heizkosten um bis zu 104 Prozent angestiegen – im Vergleich zum Vorjahr. Was das genau für die Nebenkostenabrechnungen bedeutet und womit Verbraucher rechnen müssen.

Heizkosten explodieren – Nebenkostenabrechnung könnte um 1000 Euro im Schnitt steigen

Die Heizkosten sind vergangenes Jahr deutlich teurer geworden. Für die Verbraucher kommt jetzt der nächste Preis-Hammer, denn die Nebenkostenabrechnung könnte stark ansteigen – im Schnitt um 1000 Euro. Chris Möller von Mineko, einem Unternehme, das Nebenkostenabrechnungen prüft, warnt vor dem hohen Zuschuss. „Die Abrechnung im Jahr 2022 wird sich um durchschnittlich 1000 Euro erhöhen!“, so Möller gegenüber der BILD. Vorher hätten sich die Nebenkosten im Schnitt auf 3000 Euro belaufen, jetzt auf 4000. Einige Mieter seien völlig aufgelöst, dass sie 1000 Euro mehr bezahlen müssten. Zoff unter Mietern gab es in Hamburg zuletzt aufgrund Baupläne an der Sternbrücke – Anwohner müssen raus, ob es ihnen gefällt oder nicht.

Eine Heizung
Die Heizungskosten machen einen großen Teil der Nebenkosten aus. 2022 dürfte die Nebenkostenabrechnung deutlich höher ausfallen. (Symbolbild) © Michael Gstettenbauer/imago

Heizkosten 2022 verdoppelten sich bei den Haushalten – Anstieg um bis zu 104 Prozent

Erste Berechnungen der BILD zeigten bereits, dass Verbraucher und Verbraucherinnen, die mit Gas heizen, je nach Größe der Wohnung oft mit mehr als einer Verdoppelung der Heizkosten zwischen April 2021 und April 2022 rechnen müssen. Das wäre ein Anstieg von bis zu 104 Prozent im Vergleich zum vergangenem Jahr. Das war vor allem bei vier-Personen-Haushalten der Fall. Bei Single-Personen-Haushalte gab es einen Anstieg der Heizkosten um bis zu 94 Prozent. Für alle Haushalte, die mit Öl heizten, schnellten die Kosten auf bis zu 110 Prozent im Jahr 2022.

Nebenkosten fallen höher aus: Vonovia-Chef besorgt über „Problemflutwelle“

Vonovia, Deutschlands größter Wohnungskonzern, rechnet ebenfalls 2023 mit hohen Nebenkosten, die für viele Mieter problematisch sein können. Vorstandschef Rolf Buch mache sich laut Focus „extreme Sorgen“ über die Abrechnungen für 2022. „Wir müssen jetzt alle sensibilisieren, dass hier eine Riesen-Problemflutwelle auf uns zukommt“, so Buch. Den Mietern habe der Konzern daher empfohlen, die monatlichen Vorauszahlungen anzupassen.

Viele Vermieter passen ihre Vorauszahlung erst nachträglich an. Auch Verbraucherschützer warnen vor hohem Zuschuss der Nebenkosten. Dem Energie-Experten Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zufolge, käme ein „Preis-Hammer im nächsten Jahr auf die Verbraucher zu.“ Eine Sonderleistung sollte einigen Verbrauchern bezüglich des Heizkostenzuschusses helfen, doch nicht alle hätten Anspruch darauf.

Das können Mieter vorab gegen hohe Nebenkosten tun

Um dem Preisschock der Nebenkosten bei der Abrechnung ein wenig entgegenzuwirken, könnten Mieter im Vorfeld das Gespräch suchen und sich z.B. auf eine erhöhte Vorauszahlung abstimmen. Die BILD empfiehlt außerdem, Geld für die Rechnung zurückzulegen für weitere finanzielle Belange jenseits der Nebenkosten.

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