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Virologe Stöhr wird deutlich: Diese Corona-Regeln könnten sofort weg!

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Die Omikron-Variante gilt als mild, trotzdem bleiben die Regeln in Deutschland streng. Doch Virologe Klaus Stöhr macht deutlich, welche Regeln sofort fallen könnten.

Hamburg – Die Corona-Zahlen sind derzeit so hoch wie nie. Und dennoch sind auch die Schreie nach Lockerungen der Maßnahmen so laut wie nie. Der Grund: Die Omikron-Variante des Coronavirus löst mehrheitlich milde Fälle aus. Trotz explodierender Fallzahlen beispielsweise in Hamburg, bleiben die Patienten-Zahlen auf den Intensivstationen seit Wochen stabil. Eine Überlastung des Gesundheitssystems zeichnete sich zu keinem Zeitpunkt ab. Und deshalb fordern große Teile der Bevölkerung und zahlreiche Experten und Virologen sofortige Lockerungen der Regeln. Virologe Klaus Stöhr hat nun in der BILD deutlich gemacht, welche Maßnahmen sofort fallen könnten.

Land:Deutschland
Neuinfektionen (9. Februar, 0:00 Uhr):234.250
Inzidenz (9. Februar, 0:00 Uhr):1.450,8\t

Virologe Stöhr erklärt: 2G, 2G-Plus und asymptomatisches Testen – diese Regeln können fallen

In der BILD-Zeitung hat Virologe Klaus Stöhr deutlich gemacht, welche Regeln seiner Ansicht nach ab sofort und stufenweise abhoben werden können. Dazu zählen laut BILD die Maßnahmen 2G und 2G-Plus, sofern stattdessen eine entsprechende Maskenpflicht durchgesetzt wird. Außerdem könne eine Quarantäne für Kontaktpersonen, sowie die Kontakterfassung und Kontaktnachverfolgung abgeschafft werden. Nötig sei dies laut Stöhr nur noch im medizinischen Umfeld und in der Pflege.

Virologe Klaus Stöhr vor einer Tür mit der Aufschrift: Abstand, FFP2-Maske und 2G.
Virologe Klaus Stöhr macht deutlich, welche Coronaregeln sofort abgeschafft werden könnten. (24hamburg.de-Montage) © imago

Derzeit werden Schülerinnen und Schüler bis zu dreimal die Woche sicherheitshalber getestet, auch Personen ohne jegliche Symptome sind im Rahmen von 2G-Plus zum Testen aufgerufen, es sei denn sie können eine Boosterimpfung nachweisen. Dies könne laut Stöhr ebenfalls entfallen. Testen von asymptomatischen Personen sei nur noch im Umfeld von vulnerablen Gruppen notwendig. Auch die Maskenpflicht für Schüler unter 12 Jahren sei laut Stöhr nicht länger nötig.

Außerdem könne die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske, wie es ab sofort in Hamburger Geschäften oder dem HVV Pflicht ist, wegfallen, so Stöhr. Diese seien nur im medizinischen Umfeld wichtig. Schlussendlich könnten auch PCR-Tests den vulnerablen Gruppen und der kritischen Infrastruktur vorbehalten werden. „Für alle anderen könnten PCR-Tests auch komplett durch zertifizierte und geprüfte Antigen-Tests ersetzt werden“, sagte Stöhr. Von der Politik fordere der Virologe nun eine stufenweise Aufhebung der Maßnahmen und einen klaren Plan für den weiteren Umgang mit der Pandemie.

Corona-Regeln „typisch deutsch und übertrieben“: Auch Hamburger Virologe für Aufhebung der Maßnahmen

Kürzlich hatte sich bereits der Hamburger UKE-Forscher über den deutschen Umgang mit der Coronavirus-Pandemie beklagt. Er bezeichnete die Maßnahmen sogar als „typisch deutsch und übertrieben“. „Wir versuchen zu viel zu regeln und wollen, typisch deutsch, alles ganz genau richtig machen – und übertreiben dadurch“, sagte er im Hamburger Abendblatt-Interview.

Und die Forderungen der Bevölkerung und der Experten kommen nicht von ungefähr. Während Länder um uns herum, wie Dänemark oder Norwegen trotz teils höherer Inzidenzen ihre Regeln aufheben, bleibt Deutschland weiter stur, streng und klammert sich an eine Inzidenz, die nicht einmal die Realität widerspiegelt. Top-Virologe Christian Drosten hatte kürzlich Lockerungen nicht vor Ostern vorausgesagt. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zumindest mal „deutlich vor Ostern“.

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Der nächste Bund-Länder-Gipfel, bei dem neben der Impfpflicht auch Lockerungen in der Corona-Politik diskutiert werden sollen, steigt am 16. Februar 2022. Nicht ausgeschlossen, dass dort dann schon einige Maßnahmen aufgehoben werden. Bundesländer wie Hamburg preschten dennoch schon einmal vor. Ab Samstag, 12. Februar, gilt dort im Einzelhandel nicht mehr die 2G-Regel. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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