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Maßnahmen aus Entlastungspaket 3: Wie viel Geld Sie jetzt bekommen können

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Von: Christian Einfeldt

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Das dritte Entlastungspaket kommt. Was die Politik verspricht und vor allem, wie viel Geld für Sie übrig bleibt. Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick.

Berlin – Die Bundesregierung kostet es 65 Milliarden Euro: Das dritte Entlastungspaket kommt und enthält unumgängliche Maßnahmen. Deutschland stünde „vor einer schweren Zeit“, dennoch wolle man „niemanden alleine lassen“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am vergangenen Sonntag, 4. September 2022. Das Entlastungspaket lässt schon bald jeden profitieren – ob Geringverdiener, Student oder Rentner. Das verspricht zumindest die Ampel-Regierung. Doch inwiefern profitiert man überhaupt? Wie viel Geld bleibt letzten Endes für mich übrig?

Verfassungsorgan der Bundesrepublik Deutschland:Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland
Vorsitz:Olaf Scholz (Bundeskanzler),
Hauptsitz:Berlin, Deutschland
Stellung:Verfassungsorgan

3. Entlastungspaket: Diese Maßnahmen kommen

Energiepauschale für Rentner und Studierende

Günstiger Strompreis für Basisverbrauch

Nachfolger vom 9-Euro-Ticket

Erhöhung der Regelsätze beim künftigen Bürgergeld

Erhöhung Kindergeld um 18 Euro

Inflationsausgleich

Drittes Entlastungspaket: Maßnahmen kosten 65 Milliarden Euro – wie viel Geld für Verbraucher?

Tankrabatt und 9-Euro-Ticket: Das waren Maßnahmen, die noch bis Ende August 2022 gegolten haben. Weitere Maßnahmen der letzten beiden Entlastungspakete waren unter anderem eine Erhöhung des Kindergeldes oder die Energiepauschale, die im September ausgezahlt werden soll. Am Sonntag, 4. September, stellte die Regierung rund um Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Christian Lindner (FDP) nun das dritte Entlastungspaket vor.

Es brauchte eine Verhandlungsdauer von 22 Stunden, danach konnte das Entlastungspaket mit einem Gesamtvolumen von 65 Milliarden Euro vorgestellt werden. Ende Februar hatte sich die Politik noch auf ein Paket in Höhe von 15 Milliarden Euro verständigt. Die neuen Maßnahmen übersteigen diesen Wert deutlich, doch wie machen sie sich finanziell beim Verbraucher bemerkbar?

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Entlastungspaket 3: Was die Maßnahmen finanziell bedeuten

Die Maßnahmen einer weiteren Energiepauschale, eines erhöhten Kindergeldes, Heizkostenzuschusses und mehr bedeuten konkret Folgendes: Nachdem Berufstätige die 300 Euro der Energiepauschale noch im September bekommen, blieb bei ihnen lediglich die Fragen offen, wann man genau mit dem Geld rechnen kann und wie viel davon wirklich auf dem Konto landet. So wurde früh bekannt gegeben, dass die Energiepauschale steuerpflichtig wird.

Olaf Scholz, Christian Lindner, Omid Nouripour, und Saskia Esken.
Das dritte Entlastungspaket wurde am Sonntag, dem 4. September 2022, von Olaf Scholz (SPD), Christian Lindner (FDP), Omid Nouripour (Grünen) und Saskia Esken (SPD) vorgestellt. © Chris Emil Janßen/Imago

Entlastungspaket 3: Einmalzahlung für Rentner und Studenten – auch Heizkostenzuschuss kommt

Ließen die Pläne der Bundesregierung zuvor noch Rentner und Studenten außen vor, sollen sie jetzt auch profitieren. Rentner bekommen einmalig 300 Euro, Studenten 200. Die Gelder sollen bis zum 1. Dezember ausgezahlt werden. Weitere Maßnahmen, die das Entlastungspaket Drei verspricht: Erhöhtes Kindergeld – für das erste und zweite Kind gibt es jeweils 18 Euro mehr – und ein Heizkostenzuschuss, der sich bei Singles in Form einer Begünstigung von 415 Euro niederschlägt. Ein Zwei-Personen-Haushalt soll demnach 540 Euro erhalten. Bei jeder zusätzlichen Person gibt es weitere 100 Euro.

Weiteren Maßnahmen des Entlastungspaketes: 9-Euro-Ticket-Nachfolger kommt

Zusätzliche Entlastung soll außerdem eine Anpassung der Steuersätze sowie eine Strompreisbremse bringen. Eine unbemerkte Steuererhöhung soll damit ausgeschlossen werden. Darüber hinaus tritt die Politik den steigenden Kosten entgegen, indem für den Basisverbrauch ein günstigerer Strompreis geltend gemacht werden soll. Nachdem in Hamburg seitens des HVV ein Nachfolger für das 9-Euro-Ticket bereits vorgestellt wurde, stellt nun des Weiteren auch die Ampel-Regierung das lang erhoffte Nachfolgemodell in Aussicht.

Wie unter anderem das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, fehlt nur noch die Zustimmung der Länder. Im Gespräch sind bundesweit geltende Tickets zwischen 40 und 69 Euro im Monat. Was ein solches Ticket für den Alltag bedeuten würde, zeigte zuletzt bereits das 9-Euro-Ticket.

Entlastungspaket 3: Ampel-Regierung macht Hoffnung auf „Inflationsprämie“ – 3000 Euro Einmalzahlung

Ein weiter Punkt der sonntäglichen Vorstellungsrunde könnte jedoch noch Fragezeichen hinterlassen. Das dritte Entlastungspaket macht eine Zusatzzahlung von 3000 Euro möglich. Sie sollen steuerfrei überwiesen werden. Doch was heißt das nun für den Angestellten und seine Hoffnung auf eine baldige Auszahlung?

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Entlastungspaket: Olaf Scholz hofft auf „millionenfache“ Auszahlung der „Inflationsprämie“

Zwischen Strompreisbremse und einem bundesweiten Ticket im Nahverkehr macht das dritte Entlastungspaket also noch zusätzliches Geld locker. Wie es FDP-Chef Christian Lindner nennt: eine „steuerfreie Einmalzahlung, eine Inflationsprämie“, die seitens des Arbeitgebers ausgezahlt werden könne. Sie sollen die bundesweit hohen Preise ausgleichen.

Inflationsprämie: Wie bekomme ich die Einmalzahlung in Höhe von 3000 Euro?

Die Inflationsprämie, auch Inflationsbonus oder Inflations-Ausgleich genannt, soll in Höhe von 3000 Euro vom Arbeitgeber ausgezahlt werden können. Die Einmalzahlung wird dabei ähnlich gehandhabt wie der Corona-Bonus, bei dem Arbeitgeber ihren Angestellten einmalig 1500 Euro steuerfrei überweisen konnten. Das heißt: Anders als die Energiepreispauschale muss nicht jeder Arbeitgeber die 3000 Euro Inflationsbonus zahlen. Die Ampel-Regierung forderte Arbeitgeber jedoch flächendeckend zu der Einmalzahlung auf. Die 3000 Euro Inflationsbonus sollen steuerfrei und zusammen mit dem Lohn überwiesen werden.

Die Fragezeichen, die das „wann“ und „ob“ hinterlassen, könnte der Arbeitgeber auflösen. Olaf Scholz teilte diesbezüglich bereits die Hoffnung, dass „das flächendeckend millionenfach überall in Deutschland geschieht“. Demnach ist es also den Arbeitgebern freigestellt, ob sie das Gehalt ihrer Angestellten um eine Einmalzahlung von 3000 Euro erweitern wollen bzw. können.

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