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Der Zuschuss für Heizöl und Pellets kommt – wie hoch er wirklich ist

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Von: Robin Dittrich

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Die Gas- und Strompreisbremse wurde beschlossen. Auch Heizöl- und Pellets-Kunden sollen mit einem Zuschuss entlastet werden – mehrere tausend Euro sind möglich.

Hamburg – Eine Inflation von zehn Prozent, stark gestiegene Preise für Lebensmittel und Energie, dazu kommen die ohnehin schon hohen Mieten in Städten. Verbrauchern in Deutschland soll deshalb mit mehreren Entlastungspaketen unter die Arme gegriffen werden. Jetzt kommt sogar ein staatlicher Zuschuss für Heizöl.

Verfassungsorgan:Bundesregierung
Gründung:15. September 1949
Bundeskanzler:Olaf Scholz
Thema:Zuschuss für Heizöl

Staatlicher Zuschuss für Heizöl und Pellets – wie viel Geld gibt es?

Neben stark erhöhten Preisen für Lebensmittel und Energie, macht der Krieg in der Ukraine auch vor anderen Bereichen keinen Halt. Die Preise für einen Liter Heizöl schossen im Jahr 2022 in die Höhe. Lag der Preis für einen Liter Heizöl im Februar 2022 noch bei 93 Cent, war er im März 2022 fast doppelt so hoch. 159 Cent musste dort gezahlt werden, aktuell hat sich der Literpreis für Heizöl bei knapp über 130 Cent eingependelt. Verbraucher in Deutschland wünschen sich deshalb schon länger eine Entlastung.

Die Energiepreise sind gestiegen. Das macht sich unter anderem an den Heizkosten bemerkbar
Der Zuschuss für Heizöl und Pellets kommt – bis zu 2000 Euro sind möglich. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber

Neben der Mitte Dezember 2022 beschlossenen Strom- und Gaspreisbremse soll diese Entlastung für Heizöl- und Pellet-Nutzer 2023 ebenfalls kommen. In einem Eckpunktepapier der Bundesregierung, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, wird die Entlastung für Ölheizungskunden angekündigt. Damit soll das Ungleichgewicht der bisherigen Entlastungen ausgeglichen werden – Kunden mit Heizöl wurden dort bisher ausgenommen. Verbraucher mit Heizöl- oder Pelletheizungen sollen sogar bis zu 2000 Euro erhalten.

Verbraucher mit Heizöl- und Pelletheizungen werden mit Zuschuss stark entlastet

Die bis zu 2.000 Euro sollen alle Haushalte erhalten, die „nicht leitungsgebundene Brennstoffe“ nutzen und damit heizen. Dazu zählen neben Heizöl und Pellets auch Flüssiggas, Scheitholz und Briketts. SPD, Grüne und FPD wollen so die fast verdoppelten Preise für Heizöl und Co. ausgleichen. Wie der SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch sagte, wurde sich bei der neuen Entlastung an der Formel der Gaspreisbremse orientiert. Wer nicht mit Gas oder Strom heizt, muss jedoch wohl mit einer Verdopplung der bisherigen Brennstoffkosten zurechtkommen – erst darüber greift die Bremse.

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Weitere Kosten werden wie bei der Gaspreisbremse zu 80 Prozent vom Staat erstattet. Erst ab Mehrkosten von über 100 Euro greift die Bremse, der Höchstbetrag beträgt 2.000 Euro. 1,8 Milliarden Euro soll die Öl- und Pelletpreisbremse den Bund kosten. Die Beantragung soll Ländersache sein, diese zahlen das Geld dann an die Verbraucher aus. Doch Vorsicht: Der Zuschuss für Heizöl-Kunden muss beantragt werden. In welcher Form der Antrag und die Ausschüttung vollzogen werden, ist noch offen. Wer zwischen dem 1. Januar und 31. Dezember 2022 mit einem „nicht leitungsgebundenen Brennstoff“ geheizt hat, hat grundsätzlich Anspruch auf den Zuschuss.

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