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Wie viel Trinkgeld im Restaurant? So viel Geld ist angemessen

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Von: Yannick Hanke

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Wer in einem Restaurant essen geht, sieht sich nach dem Mahl mit einer entscheidenden Frage konfrontiert: Wie viel Trinkgeld gebe ich der Bedienung? Ein paar „Regeln“ können bei der Beantwortung helfen.

Berlin – Sie haben einen schönen Abend mit ihren Liebsten im Restaurant ihrer Wahl verbracht? Eine vermeintliche Kleinigkeit könnte die Glückseligkeit am Ende dann aber doch ein Stück weit „kaputt machen“. Schließlich stellt sich die Frage, wie viel Trinkgeld man der Bedienung geben soll. Das liegt natürlich auch ein wenig im eigenen Ermessen. Doch gibt es auch ein paar ungeschriebene Gesetze beziehungsweise „Regeln“, die beim Bezahlen der Bedienung beachtet werden sollten.

Trinkgeld im Restaurant: Wie viel gehört sich?

Beim Thema Trinkgeld kann Deutschland durchaus als eigen bezeichnet werden. Schließlich ist es in vielen anderen Ländern eben nicht gang und gäbe, der Bedienung beim Bezahlen der Rechnung noch einen kleinen Obolus mitzugeben. Verschiedene Portale, darunter Focus Online, verweisen auf ein Trinkgeld in Höhe von fünf bis zehn Prozent des Betrags, der für Essen samt Trinken gezahlt werden muss. Beispiel: Wer für 20 Euro im Restaurant speist, sollte am Ende ein Trinkgeld in Höhe von ein bis zwei Euro geben.

Ein Zwei-Euro-Geldstück und ein Fünfzig-Cent-Stück liegen auf einer Rechnung in einem Biergarten.
Wie viel Trinkgeld gehört sich beim Gang ins Restaurant oder in den Biergarten? © Peter Kneffel/dpa

Selbiges gilt im Grunde auch für ein geselliges Einkehren im Biergarten mit Selbstbedienung. Nach zünftigem Speisen muss natürlich kein Trinkgeld gegeben werden, dass sich die Angestellten aber dennoch darüber freuen, sollte sich von selbst verstehen. Wer kein Bargeld zur Hand hat und per Karte bezahlen muss, kann übrigens trotzdem ein Trinkgeld geben. Dies sollte der Bedienung vorher kommuniziert werden. Ebenso wie die Frage, ob das Trinkgeld beim Bezahlen mit der Karte auch tatsächlich bei der Bedienung ankommt.

Wie viel Trinkgeld im Restaurant als „Belohnung“ für nette und schnelle Bedienung angemessen ist

Natürlich stellt sich auch die Frage, ob man bei einem Besuch im Restaurant überhaupt Trinkgeld geben muss. Eine Pflicht oder gar ein Zwang bestehen schließlich nicht und ein oftmals eh schon nicht billiges Gericht im Restaurant wird in Zeiten der Wirtschaftskrise auch nicht unbedingt günstiger. Mitunter besteht auch der Gedanke, ob das Trinkgeld nicht eventuell schon in der regulären Rechnung mit inbegriffen ist.

Beim Restaurantbesuch: Wie viel Trinkgeld bei 100 Euro?

Die Höhe des Trinkgeldes ist in Deutschland ganz individuell: Wer nach dem Besuch eines Restaurants auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich an der 10-Prozent-Rechnung orientieren. Wie viel Trinkgeld bei 100 Euro oder mehr gezahlt werden sollte, hängt ganz von den individuellen Empfindungen ab. In der Regel reicht ab dieser Größenordnung aber auch ein Trinkgeld von zwei bis fünf Prozent.

Und doch gibt es sie, die validen Gründe, warum man Bedienungen im Restaurant oder im Biergarten ein Trinkgeld geben sollte. Beispielsweise kann es sein, dass man als Restaurantbesucher äußerst unzufrieden mit dem Essen ist. In den meisten Fällen können die Bedienungen jedoch nichts dafür. Warum also einer Servicekraft, die womöglich auch nett und schnell unterwegs war, das verdiente Trinkgeld vorenthalten?

Zeichen der Dankbarkeit: Trinkgeld im Restaurant als nette Geste für Servicekräfte

Bedenken sollte als Restaurantbesucher auch, dass Servicekräfte oftmals nicht allzu gut bezahlt werden. Das Trinkgeld ist dementsprechend sehr wichtig für die Bedienungen, damit am Ende des Tages ein Stundenlohn steht, der die Lebenskosten abdeckt.

Trinkgeld kann aber auch als ein Zeichen von Dankbarkeit gegenüber den Bedienungen angesehen werden. Denn die Servicekräfte in der Gastronomie arbeiten oft auch an Tagen und zu Uhrzeiten, zu denen andere Menschen freihaben – und dann ins Restaurant gehen. Wenn man als Besucher irgendwann wieder nach Hause geht, ist für die Servicekräfte noch längst nicht Schluss. Schließlich ist häufig noch viel nachzubereiten. Mit einem Lächeln im Gesicht, da es vorher Trinkgeld gab, kann dies zumindest ein wenig erträglicher gestaltet werden. Das gilt mit Sicherheit auch für den Besuch beim Friseur und damit verbundenem Trinkgeld.

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