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Tigermücke wieder da: So schlimm wird die Mücken-Plage 2022 – Expertin klärt auf

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Von: Tobias Becker

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Die Tigermücke macht sich breit, andere Mückenarten schwirren wild umher, stechen und beißen. Wird der Sommer 2022 viele Mücken mit sich bringen?

Ein Summen, ein Stich, viel Jucken und sogar mehr. Die Schnaken sind los in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, aber auch in Hamburg. Das meint auch die Tigermücke, die zu den Stechmücken zählt und von Microsoft-Gründer Bill Gates als „gefährlichstes Tier der Welt“ bezeichnet wurde. Aber es gibt auch andere Mücken, die zwar nützlich, aber für Menschen wahre Plagegeister sind und inzwischen auch in Deutschland das West-Nil-Virus verbreiten. Nur: Gibt es eine Schnaken-Plage 2022?

TierartAsiatische Tigermücke
wissenschaftlicher NameAedes albopictus
FamilieStechmücken
Herkunftsüd- und südostasiatischen Tropen und Subtropen
übertragene KrankheitenWest-Nil-Virus, Gelbfiebervirus, Dengue-Fieber, Chikungunya-Fieber

Nach Comeback der Tigermücke: So schlimm wird die Mücken-Plage 2022

Schon im Jahr 2021 hat es für viele Menschen eine gefühlte Plage gegeben, aber: Damals erklärten Experten gegenüber HEIDELBERG24, dass es sich um keine Plage handelt. Grund für die vielen Mücken im vergangenen Jahr war unter anderem das Hochwasser. Und dieses Jahr? Laut Wetter-Experte Dominik Jung, soll der Sommer 2022 „ zu trocken und warm“ werden, wie echo24.de berichtet.

Für die Stechmücken um die Asiatische Tigermücke dürfte demnach nur in Teilen Deutschlands angenehm werden, denn die Insekten benötigen stilles Wasser, um ihre Eier-Schiffchen abzulegen, berichtet HEIDELBERG24. Heißt: Blumentöpfe oder alte Reifen beispielsweise. Diese Stellen zu vermeiden, kann eine Möglichkeit sein, sich vor Mücken zu schützen. Wenn es überhaupt nötig ist, denn was sagen die Experten?

Mücken-Plage im Sommer? Das sagt die Expertin von KABS

Eine genaue Prognose ist noch nicht möglich, denn es ist wetterabhängig, wie KABS-Pressesprecherin Xenia Augsten erklärt. Damit beispielsweise die Auwald-Stechmücke, die auch Rheinschnake genannt wird, schlüpfen kann, müssen die im Boden liegenden Eier überflutet werden. So war es im Jahr 2021.

„Es braucht also ein Hochwasserereignis, welches Gräben und Senken flutet. Aber mit einer einzelnen Hochwasserwelle kommen wir sehr gut klar, kompliziert wird es erst dann, wenn mehrere Hochwasserwellen dicht aufeinander folgen“, so Augsten gegenüber HEIDELBERG24. Das bedeutet auch: Bleibt es so trocken wie bisher, kann es noch eine Zeit lang ruhig bleiben, was Mückenstiche angeht.

Wird es ein Mücken-Sommer? KABS-Expertin äußert sich zur Tigermücke

Die KABS hat den Wasserstand deshalb im Blick und überprüft regelmäßig überflutete Flächen. Augsten: „Überschreitet die Anzahl gefundener Stechmückenlarven festgelegte Schwellenwerte, erfolgt eine Bekämpfung. Hierbei setzen wir den biologischen Wirkstoff Bti ein. Dieser tötet die Stechmücken bereits im Larvenstadium – es entwickeln sich also keine flugfähigen Stechmücken.“

Vor der Asiatischen Tigermücke warnt die Mücken-Expertin. „Die Tigermücke ist eine sehr aggressive, tagaktive Stechmücke“, so Augsten. Aber sie erklärt auch: „Sie ist nicht flächendeckend am Oberrhein verbreitet, wurde in den letzten Jahren aber häufig genug eingeschleppt. Im Gebiet unserer Mitgliedsgemeinden gibt es sieben Populationen, die wir aktiv bekämpfen.“ (tobi)

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