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Rewe-Angebot „Rechenfehler oder Verbrauchertäuschung?“ 800-Gramm-Preis verwirrt Kunden

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Von: Jannis Gogolin

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Ein unschlagbares Angebot für 800 Gramm Tomaten-Konserven macht einen Rewe-Kunden stutzig. Denn der angegebene Preis weckt Misstrauen.

München – Gerade in Zeiten von hoher Inflation und teuren Lebensmittelpreisen kann der Gang durch die Supermarkt-Regale einem Spießrutenlauf ähneln. Teure Produkte ganz zu vermeiden, erscheint beim Blick auf die Preisschilder fast unmöglich. Umso schöner, wenn man beim Einkaufen eine benötigte Ware sieht, deren Preis nicht für unangenehmes Ziehen in der Magengegend sorgt. Zu schön um wahr zu sein, dachte sich also ein Rewe-Kunde, als er bei seinem Einkauf eine solche Entdeckung machte.

Extrem billiges Rewe-Angebot verwirrt – 800-Gramm Tomaten für 1,59 Euro

„Rechenfehler oder Verbrauchertäuschung?“ fragte er die Twitter-Community und postete ein Bild. Auf den ersten Blick scheint das ein gutes Angebot zu sein. 800 Gramm geschälte Tomaten der REWE-Eigenmarke in einer Konservendose kosten nur 1,59 Euro – ein Schnäppchen. Doch bei genauerer Betrachtung fiel dem Supermarkt-Kunden auf, dass das Preisschild vorne und hinten nicht stimmen kann.

Manche mögen es fortgeschrittene Mathematik nennen. Aber zum Kilopreis von 3,31 Euro passt der deklarierte Preis von 1,59 Euro für 800 Gramm ganz und gar nicht. Eigentlich müsste die XXL-Packung geschälter Tomaten 2,65 Euro kosten, falls der Kilopreis stimmt. Und im Falle des richtigen Artikelpreises müsste der Kilopreis bei 1,99 Euro liegen, berichtet tz.de.

Vorsatz oder Irrtum? Eine kurze Recherche deckt den Fehler auf

Vorsatz kann nach einer kurzen Recherche jedoch ausgeschlossen werden. Auf der Website des Lebensmittelhändlers findet sich ebenjenes Produkt für 1,59 Euro bei einem Kilopreis von 3,31. Die Packungsgröße liegt dort jedoch bei 480 Gramm geschälten Tomaten. Mit dieser Information liegt ein Irrtum bei der Bepreisung nahe. Anstelle von 480 Gramm wurden die Dosen mit 800 Gramm dem Schild zugeordnet und eine falsche Unterzeile gesetzt. Auch bei einem weiteren Fall ließ ein skurriles Preisschild eine Rewe-Kundin stutzen.

Rewe-Chef Lionel Souque setzt sich derzeit für niedrige Lebensmittelpreise in seinen Märkten ein und verweigert sich Preiserhöhungen mancher Produzenten. Er geht sogar soweit, manche beliebte Artikel ganz aus dem Sortiment zu streichen. Indessen will Spanien eine Lösung für die extreme Belastung durch die explodierten Nahrungsmittelkosten gefunden haben. Wie die spanische Regierung kürzlich mitteilte, will sie die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel zumindest eine Zeit lang streichen.

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