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Leere Regale im Supermarkt: Diese Produkte werden seit Wochen immer knapper

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Von: Jan Knötzsch

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Ein leeres Regal im Supermarkt.
Leere oder spärlich bestückte Supermarkt Regale - ein Bild an das sich Verbraucherinnen und Verbraucher wohl gewöhnen müssen (Symbolbild). © DIEGO FEDELE/Imago

Faktoren wie Corona, Krieg und Hamsterkäufe sorgen für so manch leeres Regal im Supermarkt. Welche Produkte fehlen jetzt schon wo?

München - Ukraine Krieg, Energiekrise oder der Mangel an Verpackungen bringen den Menschen eine sich bemerkbar machende Knappheit an diversen Produkten. Verbraucherinnen und Verbraucher hatten in den letzten Jahren unterschiedliche Lebensmittel verschiedenster Marken zur Auswahl. Nun stehen sie immer öfter vor leeren oder spärlich eingeräumten Regalen.

Leeres Supermarkt-Regal - Bei Edeka einige Katzenfutter nicht zu bekommen

Wer momentan Futter für die Miezekatze kaufen will, kann bei manchem Edeka-Markt vor leeren Regalen stehen. In München kennt das beispielsweise schon die Kundschaft im Edeka-Markt an der Theresienhöhe, wie merkur.de berichtet. Dort finden sie nur noch wenige Sheba-Dosen, manche Sorten Nassfutter für Katzen sind komplett ausverkauft.

Auf Facebook beschweren sich schon die ersten Kunden, schreibt morgenpost.de. „Ab wann gibt es denn wieder Katzenfutter bei euch?“, fragt ein Kunde via Facebook bei Aldi Süd nach: „Die 100-Gramm-Schälchen von Cachet sind seit Wochen in den Märkten der Umgebung nicht mehr zu bekommen.“ Die Antwort vom Discounter: „Derzeit gibt es beim Katzenfutter Lieferengpässe. Wann diese behoben sind, können wir leider noch nicht sagen.“ Auch bei Lidl oder in der Zoohandels-Kette Fressnapf gäbe es bereits Katzenfuttermangel.

Leeres Supermarkt-Regal - bei Aldi, Lidl und Co. wird die Mayonnaise knapp

Zur Mangelware könnten bald auch Saucen, Dips und Mayonnaise werden, berichtete unter anderem der Westfälische Anzeiger. Der Grund dafür: Die Mayonnaise, die für die Herstellung als Basis dient, fehlt. Ein Großteil der Inhaltsstoffe für die weiße Creme wie Sonnenblumenöl kommt aus Russland und der Ukraine. Doch der Krieg verhindert die notwendigen Importe. Kein Sonnenblumenöl, keine Mayo. Bei Rewe sind zudem Produkte von Kellog‘s aus dem Regal verschwunden.

Bounty, Snickers und Mars - Süßigkeiten-Mangel bei Edeka und Rewe

Seit drei Monaten ist das Unternehmen Edeka von dem Lieferstopp von Mars betroffen. Jetzt hat der Konzern auch Lieferungen an Rewe unterbrochen. Wie die Lebensmittelzeitung berichtet, scheinen sich die Lager in den betroffenen Bereichen zu leeren. Mars ist ein wichtiger Lieferant. Das Unternehmen, das weltweit einen Jahresumsatz von rund 45 Milliarden US-Dollar erzielt, zählt Süßwarenmarken wie Bounty, Snickers und Mars zu seinem Portfolio. Außerdem gehören unter anderem die Marken Whiskas, Sheba und Frolic dem Konzern. Sowie Reisgerichte der Marke Ben’s Original. Insgesamt beliefert der Konzern den deutschen Handel mit mehr als 300 Artikeln. Die Kundschaft hat entsprechende Lücken schon bemerkt oder wird sie in den kommenden Wochen bemerken.

Bald auch kein Fleisch mehr in den Frischetheken im Supermarkt?

Fällt in einer Lieferkette ein Faktor aus, hat das Auswirkungen auf alle folgenden Prozesse. Bei den Industrie-Gasen fehlt es aktuell an Kohlendioxid. Das sei ein großes Problem für die Produktion von Lebensmitteln und Getränken. Kohlendioxid würde etwa in der Fleischwirtschaft, in Molkereien und im Gemüseanbau benötigt. „Die Lieferungen stocken aktuell“, berichtet Stefanie Sabet, Geschäftsführerin der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) in Brüssel, gegenüber welt.de. Das bleibt dann nicht ohne Folgen für die Produktion. Das Gas wird als „Schutzgas“ in Verpackungen von Fleischprodukten eingesetzt. In Folge könnten Konsumentinnen und Konsumenten im Einzelhandel Lücken bei Frischfleisch und verpackter Wurst entdecken. 

Leere Regale und kaum Besserung in Sicht - Einzelhandel sorgt sich um Nachschub

Der Einzelhandel macht sich große Sorgen um seinen Nachschub. Im August klagten 77,5 Prozent der Einzelhändler über entsprechende Probleme, im Juli waren es 77,3 Prozent. Das geht aus einer Umfrage des ifo Instituts hervor. „Im Moment sieht es überhaupt nicht danach aus, dass sich die Probleme in der Vorweihnachtszeit entspannen werden“, sagt der Leiter der ifo Umfragen, Klaus Wohlrabe.

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