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Studien bestätigen: Coronaimpfung kann Zyklusstörungen bei Frauen auslösen

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Seit Beginn der Coronaimpfungen beobachteten zahlreiche Frauen Zyklusstörungen oder eine Veränderung der Menstruation. Studien beweisen nun einen Zusammenhang.

Hamburg – Das Internet ist voller Erfahrungsberichte über die Coronaimpfung. Menschen berichten, welche Nebenwirkungen aufgetreten sind, und suchen nach Gleichgesinnten. So berichten im Anschluss an die Impfung zahlreiche Frauen von Zyklusstörungen nach der Spritze. Einige beobachteten eine stärkere Periode, bei anderen verzögerte sich die Menstruation oder blieb komplett aus.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), welches die Sicherheit von Impfstoffen überwacht und Nebenwirkungen dokumentiert, berichtete laut Spiegel zuletzt im August über Zyklusstörungen durch die Impfung. Nun haben zwei Studien jedoch einen Zusammenhang zwischen veränderter Menstruation und Coronaimpfung feststellen können.

Land:Deutschland
Erstimpfungen (27. Januar):62.880.992
Zweitimpfungen (27. Januar):61.262.214
Booster (27. Januar):43.016.216

Coronaimpfung kann kurzzeitige Zyklusstörungen bei Frauen auslösen – viele leiden an stärkerer Blutung

Bei einer norwegischen Studie (Preprint) wurden insgesamt 5688 Frauen zwischen 18 und 30 Jahren zu etwaigen Menstruationsstörungen nach ihrer Coronaimpfung befragt. Die Untersuchung ergab: 39 Prozent der befragten Frauen konnten nach der ersten Impfdosis eine Veränderung des Zyklus beobachten. Nach der zweiten Coronavirus-Impfung waren es sogar 41 Prozent der befragten Frauen.

Eine Frau liegt mit Menstruations-Beschwerden im Bett, dazu eine Corona-Impfung.
Zyklusstörung durch Coronaimpfung? Forscher sehen Zusammenhang. (24hamburg.de-Montage) © Jochen Eckel/imago

Die Art und Weise der Störungen waren unterschiedlich. Wie aus einem Bericht des Spiegel hervorgeht, beobachteten die meisten Frauen nach der Coronaimpfung jedoch eine stärkere Blutung als üblicher Weise – zwei von drei Frauen, die schon nach der ersten Impfdosis eine stärkere Periode hatten, beobachteten dies auch nach der zweiten Impfung. Die befragten Frauen gaben mehrheitlich an, dass sich der Zyklus nach spätestens zwei Monaten wieder normalisiert hatte.

38 Prozent der Frauen gab darüber hinaus an, auch schon vor der Coronavirus-Impfung einmal eine Zyklusstörung gehabt zu haben. Das zeigt: Störungen der Menstruation sind keinesfalls selten. Der weibliche Zyklus reagiert laut Spiegel ohnehin empfindlich auf Stress, Krankheiten oder zu wenig Schlaf.

US-Studie zu Zyklusstörungen nach Coronaimpfung: Menstruation kommt verzögert

Bei einer weiteren Studie aus den USA wurden Daten von insgesamt 3959 Frauen zwischen 18 und 45 Jahren und den Monaten Oktober 2020 und September 2021 ausgewertet. Alle Frauen protokollierten ihren Zyklus mit der App „Natural Cycles“. Dabei wurden die Zyklen von Ungeimpften (1556 Frauen) und Geimpften (2403 Frauen) über sechs Monate miteinander verglichen. Bei den Geimpften wurden die drei Monate vor und drei Monate nach der Impfung beobachtet.

Das Ergebnis der Untersuchung: Nach der ersten Impfung war die Menstruation bei den Frauen im Schnitt um knapp einen Tag (0,7 Tage) verschoben – nach der zweiten Impfdosis um 0,9 Tage. Bei den Ungeimpften konnte keine Veränderung des Zyklus beobachtet werden. Bei Frauen, die ihre zweite Impfung noch im selben Zyklus bekamen, wie die erste, setzte die Periode im Durchschnitt mehr als zwei Tage später ein als gewöhnlich. Zehn Prozent der Frauen beobachteten sogar eine Verschiebung um mindestens acht Tage.

Nach sechs Zyklen hatte sich der Zyklus bei den geimpften Frauen wieder vollständig normalisiert – es konnten keine Unterschiede zu den Ungeimpften mehr festgestellt werden. 55 Prozent der Geimpften wurden mit Biontech, 35 Prozent mit Moderna und sieben Prozent mit Johnson & Johnson geimpft.

Zyklusstörung durch Coronaimpfung bei Frauen: Ursache ist erklärbar und harmlos

Die Wissenschaftler der US-Studie merken jedoch an, dass Frauen ihre Periode aufgrund der Impfung intensiver beobachtet haben könnten als sonst. Nicht selten treten Effekte nach einer Impfung nur deshalb auf, weil die Geimpften die Folgen erwartet haben. Wissenschaftler sprechen in dem Fall vom sogenannten „Nocebo-Effekt“, auf dessen Konto viele Nebenwirkungen der Coronaimpfung zurückgehen könnten.

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Frauen brauchen aufgrund der Beobachtungen aber nicht beunruhigt sein, meinen Experten. Der weibliche Körper reagiert empfindlich auf Stressfaktoren und körperliche Veränderungen. Coronaimpfstoffe lösen im Körper eine teils starke Immunantwort aus, das ist mittlerweile bekannt. „Dadurch könnte vorübergehend die Hypothalamus-Hypophysen-Eierstock-Achse beeinträchtigt sein“, zitiert der Spiegel aus der US-Studie.

Diese Achse steuert die weiblichen Hormone, die für den Zyklus verantwortlich sind. Laut Studie ist die starke Immunreaktion auf die Coronaimpfung als Stressfaktor ein wahrscheinlicher Grund für den veränderten Zyklus der Frauen. Die Forscher der Studie merken ebenfalls an, dass Zyklusstörungen deshalb auch bei einer Covid-19-Infektion selbst auftreten können. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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