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Stromverbrauch senken: Wie Sie mit dem Wasserkocher Energie im Haushalt sparen

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Von: Dagmar Schlenz

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Elektrische Wasserkocher sind schnell und praktisch. Mit diesen einfachen Tricks können Sie beim Gebrauch auch noch Strom sparen.

Hamburg – Sie sind schnell und effizient: elektrische Wasserkocher. Schon 2012 fand Stiftung Warentest heraus, dass ein Wasserkocher in Sachen Geschwindigkeit ganz vorne liegt. Und auch die Energiekosten für das Erhitzen von Wasser sind im Vergleich zu Herd und Mikrowelle geringer. Trotzdem gibt es noch Sparpotential. Ein Wasserkocher gehört zwar nicht zu den Haushaltsgeräten, die unbemerkt Strom fressen, aber es gibt einige Tricks, um beim Gebrauch den Energieverbrauch zu reduzieren.

Haushaltsgerät:Elektrischer Wasserkocher
Erfinder:Gustav Byng und Hugo Hirst (1892)
Energieverbrauch pro Liter:115 Wh (Quelle: Stiftung Warentest 01/2013)
Geschwindigkeit:Etwa 3 Minuten für einen Liter kochendes Wasser

Wasserkocher Spartipp 1: Nur die benötigte Wassermenge kochen

Oft nimmt man es nicht so genau mit der Menge Wasser, die im Wasserkocher erhitzt wird. Ist ja auch lästig, wenn sich dann herausstellt, dass man zu wenig heißes Wasser gemacht hat. Doch mehr Wasser zu kochen, als man am Ende braucht, dauert nicht nur länger, sondern verbraucht auch – ähnlich wie ein Fernseher im Standby-Modus – unnötig Energie. Das überschüssige Wasser können Sie zwar auch ein zweites Mal erhitzen, doch der Strom beim ersten Aufkochen wurde verschwendet.

Wer sich also einen Becher Tee kochen möchte, der sollte auch nur die entsprechende Menge Wasser in den Wasserkocher füllen und erhitzen. Das geht schneller und spart Strom. Viele Wasserkocher haben eine Anzeige, an der sich die eingefüllte Wassermenge bequem ablesen lässt. Wer es ganz genau wissen will, der misst das Wasser in der Tasse oder im Becher ab. Keine Sorge, wenn dabei die Mindestfüllmenge unterschritten wird. Die ist zwar wichtig für die Abschaltautomatik, doch Sie können den Wasserkocher natürlich jederzeit selbst ausschalten. Womit wir bei Tipp Nummer zwei wären.

Ein Wasserkocher, daneben ein Kaffeebecher und eine Thermoskanne. Durch einige Tricks kann man bei der Nutzung eines Wasserkochers im Haushalt Strom sparen.
Mit einfachen Tricks kann man bei der Nutzung eines Wasserkochers im Haushalt Strom sparen. © Dagmar Schlenz

Wasserkocher Spartipp 2: Selbst abschalten, wenn das Wasser kocht

Fast alle modernen Wasserkocher verfügen mittlerweile über eine Abschaltautomatik, das heißt, das Gerät schaltet sich von alleine aus, wenn das Wasser kocht. Doch das kann dauern – und wenn die Mindestfüllmenge unterschritten wurde, schaltet sich der Wasserkocher oft gar nicht ab. Das kostet Strom, den man sparen kann, wenn man in der Küche bleibt und das Gerät selbst abschaltet, sobald das Wasser kocht.

In manchen Fällen braucht man auch gar kein kochendes Wasser, sondern es muss nur heiß sein. Zum Beispiel für bestimmte Teesorten oder das Befüllen einer Wärmflasche, die vielen Menschen als einfache Lösung bei Rückenschmerzen hilft. Einige Wasserkocher bieten die Möglichkeit, die gewünschte Wassertemperatur einzustellen. Ansonsten gilt auch hier die Regel: Wasserkocher abstellen, wenn das Wasser heiß genug ist.

Wasserkocher Spartipp 3: Regelmäßig entkalken

Für viele Haushaltsgeräte gibt mittlerweile Energiespartipps: Beim Kühlschrank findet man mit dem Taschenlampen-Trick Schwachstellen in der Dichtung, und auch Ihren Wasserkocher können Sie mit einfachen Mitteln effizienter machen. Denn je häufiger man einen elektrischen Wasserkocher verwendet, desto mehr verkalkt er. An den Heizelementen und am Boden bilden sich weiße Ablagerungen, die eine optimale Wärmeübertragung verhindern. Laut Informationen der Beratungsgesellschaft co2online kann sich dadurch der Stromverbrauch um 10 bis 30 Prozent erhöhen.

Ein verkalkter Wasserkocher verschwendet also – ebenso wie eine verkalkte Kaffeemaschine – unnötig Energie. Doch auch hier können Sie schnell und unkompliziert Abhilfe schaffen. Sobald Sie sichtbare Kalkablagerungen in Ihrem Wasserkocher bemerken, sollten Sie das Gerät entkalken. Bei besonders hartem Wasser und regelmäßiger Nutzung des Wasserkochers kann das monatlich nötig sein, bei weicherem Wasser etwa alle drei bis sechs Monate. Neben speziellem Entkalker können für das umweltfreundliche Entkalken auch Essig oder der Alleskönner Zitrone verwendet werden.

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