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„Stromfresser“: Verbrauch eines Fernsehers höher, als viele denken

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Von: Jakob Koch

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Fast in jedem Haushalt steht ein Fernseher. Der Stromverbrauch variiert je nach Gerät und Nutzung. Mit einigen Maßnahmen lässt sich richtig Geld einsparen.

Hamburg – Angesichts der enorm gestiegenen Stromkosten in Deutschland suchen aktuell viele Verbraucher nach guten Möglichkeiten, um Strom im Haushalt zu sparen – oder auch Energie beim Heizen, wo die Heizung richtig eingestellt sein sollte. Die Bundesregierung in Berlin lindert die hohen Kosten zwar mit einer Energiepreispauschale (EEP), oft einfach auch nur Energiepauschale genannt, doch für viele Haushalte ist das zu wenig.

Strom sparen: So hoch ist der Verbrauch eines Fernsehers

Verbraucher fragen sich: Wie hoch ist der Stromverbrauch bei meinem Fernseher eigentlich? Und wie viel Watt braucht ein Fernseher pro Stunde und pro Jahr? Die gravierendsten Auswirkungen hat bereits der Kauf des Fernsehers – denn Technologien wie LED, OLED, LCD und Plasma entscheiden maßgeblich über den Stromverbrauch. Unser Ratgeber gibt Aufschluss über die wichtigsten Fragen angesichts der Energiekrise, in der auch Computer und Spielekonsolen echte Stromfresser sind.

Verfügbarkeit Flachbildfernseher in Deutschland:91 Prozent der Haushalte (2021, Statistisches Bundesamt)
Anzahl von Fernsehern in Deutschen Haushalten:Im Schnitt 1,57 Fernseher
Verfügbarkeit Satelliten- und Kabelanschlüsse:45 Prozent der Haushalte
Nutzung von Internet-TV:19 Prozent der Haushalte

Fernseher Stromverbrauch berechnen: Wie viel Watt braucht ein Fernseher pro Stunde und pro Jahr?

Wer den Stromverbrauch seines Fernsehers berechnen will, sollte sich mit dem Innenleben seines Gerätes beschäftigen. Der durchschnittliche Fernseher verfügt über eine Leistung von 100 Watt, heißt es vom Energieversorger EnBW. Am besten schaut man auf das EU-Energielabel des Fernsehers. Dort wird die Leistung in Watt angegeben, also dem Energieverbrauch pro Stunde Aktivität. Hier gibt es Potenziale, Geld zu sparen. So unterscheiden sich die Technologien:

Für die Aufschlüsselung pro Stunde muss nun die tatsächliche Zeit der Nutzung ermittelt werden. Zum Beispiel: Ist der Fernseher täglich drei Stunden eingeschaltet, ergibt sich daraus ein Stromverbrauch von circa 109 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Liegt der Strompreis bei 50 Cent, zahlt man gut 55 Euro Strom für seinen Fernseher im Jahr.

Um den jährlichen Stromverbrauch eines Fernsehers zu berechnen, muss man die aktiven Stunden pro Tag und mit 365 multiplizieren. Das Ergebnis multipliziert man dann mit der in Watt angegebenen Leistung.

Lesen Sie auch: Nachts die Heizung ausschalten? Warum das richtig teuer werden kann

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Etwas mehr als 30 Euro kostet der Fernsehkonsum bei vielen Deutschen – im Jahr. © Panthermedia und Eibner / Imago

Fernseher Stromverbrauch: Standby verursacht pro Jahr 50 Kilowattstunden Strom

Neben der Bildschirm-Technologie, Bildschirmgröße, Bildschirmhelligkeit, Zusatzfunktionen wie WLAN hat auch der Betrieb im
Standby Auswirkungen auf den Stromverbrauch des Fernsehers – das eröffnet Möglichkeiten für Verbraucher, um Geld zu sparen.

Was bedeutet bei Fernsehern die Energieeffizienzklasse A bis G?

Jeder Fernseher wurde in eine Energieeffizienzklasse eingeordnet – A steht für einen niedrigen Energieverbrauch, G für Geräte mit hohem Verbrauch. Geld sparen kann man auch hier: Ein Modell der besten Energieeffizienzklasse ist zwar oft teurer in der Anschaffung, langfristig rechnet es sich aber in der Regel durch die Einsparung von Energiekosten.

Laut EnBw zählt der Fernseher „definitiv zu den Stromfressern im Haushalt“. Wenn der Fernseher permanent im Standby-Modus läuft, könne er pro Jahr zusätzliche 50 Kilowattstunden an Strom verbrauchen. Ein Energiespartipp für zu Hause lautet daher: Den Fernseher ganz ausschalten. Praktisch sind hier Steckdosenleisten mit einem Schalter, womit man über Nacht auch andere Geräte schnell vom Netz nehmen kann. Eine Möglichkeit also, um Geld zu sparen. Übrigens: Es gibt mehrere Geräte im Haushalt, die man in der Nacht problemlos ausschalten kann. Außerdem sollte man weitere Stromfresser im Haushalt aufspüren und abschalten.

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