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So können Sie sich über die Steuererklärung 2022 Hunderte Euro zurückholen

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Von: Helmi Krappitz

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Wer jetzt schon an die Steuererklärung von 2022 denkt, kann Hunderte Euro sparen. Mit ein paar Tipps lässt sich die Steuerrückzahlung vom Finanzamt aufwerten.

München – An den stressigen Tagen im Dezember vergessen viele, dass sie jetzt noch eine Menge Geld sparen können. Mit Voraussicht auf die Steuererklärung für 2022 lässt sich die Rückzahlung mit ein paar Tipps und Tricks aufwerten. Im Gespräch mit bild.de verrät Steuerexpertin Maike Backhaus, wie das gelingt.

Rückzahlung vom Finanzamt: Freiwillige Steuererklärung lohnt sich

Eine Steuererklärung lohnt sich auch, wenn Sie keine abgeben müssen. „Viele Arbeitnehmer geben gar keine Steuererklärung ab, weil sie es nicht müssen. Doch gerade diejenigen können mit mehreren Hundert Euro als Rückzahlung rechnen. Die durchschnittliche Rückerstattung liegt bei 1072 Euro“, so Backhaus. Eine freiwillige Steuererklärung hat also Vorteile. Für die Abgabe gilt ein Zeitraum von vier Jahren. Bis zum Jahresende können demnach noch Steuererklärungen von 2018 eingereicht werden, berichtet merkur.de.

Briefkasten des Finanzamts.
Die durchschnittliche Rückzahlung des Finanzamtes beträgt 1072 Euro. © IMAGO/Eckhard Stengel

Mit Tipps Steuern sparen: Zahlungen aufteilen

Um die Rückzahlung des Finanzamtes aufzuwerten, können Sie Rückzahlungen geschickt verteilen. Laut Backhaus geht es dem Finanzamt lediglich um den Zeitpunkt der Zahlungen und nicht um das Rechnungsdatum. Bei Handwerkerkosten gilt eine absetzbare Summe von 6000 Euro netto. Das ergibt einen Steuerbonus von 1200 Euro. Wenn der Betrag höher liegt, lohnt es sich zu fragen, ob Sie den Mehrbetrag im Januar nächsten Jahres zahlen dürfen. Auch bei energetischen Sanierungen über 200.000 Euro sollte der Mehrbetrag auf das Folgejahr verteilt werden.

Auch Krankenversicherungen können Sie als sonstige Vorsorgeaufwendung von der Steuer absetzen. Eine dreifache Vorauszahlung der laufenden Jahresbeträge ist allen, außer gesetzlich Pflichtversicherten erlaubt. Wenn Sie freiwillig gesetzlich versichert sind, ist eine Umstellung beim Arbeitgeber nötig.

Steuererklärtung: Pauschalen im Blick haben

Auch Pauschalen sollten Steuerzahler im Blick haben. Die Werbungskostenpauschale wurde 2022 auf 1200 Euro angehoben. Bei höheren beruflichen Ausgaben können sie einzeln abgesetzt werden. Brackhaus empfiehlt: „Sind Sie noch nicht ganz an den 1200 Euro dran, planen aber nächstes Jahr unter anderem einen Schreibtischstuhl zu kaufen, sollten Sie überlegen, diese Ausgabe noch dieses Jahr zu machen.“ Auch die Homeoffice-Pauschale darf für dieses Jahr angesetzt werden. Das lohnt sich jedoch nur, wenn der Betrag mit den beruflichen Ausgaben die 1200 Euro der Werbungskostenpauschale überschreitet.

Kosten für medizinische Leistungen wie Zahnspange, Brille oder weitere notwendige Behandlungen können als „außergewöhnliche Belastung“ abgesetzt werden und schonen so das Portemonnaie. (hk)

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