1. 24hamburg
  2. Verbraucher

Steuererklärung bis Ende Oktober: So bekommen Sie die Home Office-Pauschale

Erstellt:

Kommentare

Das Ende der Frist 2022 rückt näher. Bald muss die Steuererklärung abgegeben werden. So können sie dabei die Home Office-Pauschale geltend machen.

Hamburg – Die Steuererklärung 2021 ist lästiger Papierkram, den kaum jemand gern macht. Das ist kurz vorm Ende der Frist im Jahr 2022 unbestritten. Und durch die Corona-Pandemie ist der gefürchtete Schreibaufwand sogar noch ein Stück größer geworden. Aus diesem Grund haben Steuerzahlende auch in Hamburg für die Steuererklärung 2021 eine Verlängerung bekommen, die nun allerdings bald ausläuft.

Doch die Formulare der Steuererklärung auszufüllen macht Sinn. Schließlich kann man hier einiges geltend machen und bekommt im besten Fall bei der Steuererklärung 2021 etwas zurück. Wer während der Corona-Pandemie im Home Office gearbeitet hat, kann daraus jetzt noch einen finanziellen Nutzen ziehen.

Stadt in DeutschlandHamburg
Hamburger FinanzämterAltona, Am Tierpark, Barmbek-Uhlenhorst, Eimsbüttel, Hansa, Harburg, Mitte, Nord, Oberalster, Ost
SonderfinanzämterGroßunternehmen, Prüfungsdienste und Strafsachen in Hamburg, Steuererhebung, Verkehrssteuern und Grundbesitz
Fachbehörde des SenatsFinanzbehörde Hamburg

Das sind die Fristen: Steuererklärung für 2021 spätestens im August 2023 einreichen

Es ist all die Jahre immer wieder das gleiche Spiel: Egal ob Rentner, Privatperson oder Student: Online geht spätestens jetzt der Rund auf die Elster-Formulare los. Gern wird auch ein App zur Hand genommen, manches Mal hilft die Wiso Steuer 2022 dabei. Die Fragezeichen sind bei vielen groß, wenn sie dazu gebeten werden, ihre Steuererklärung zu machen. Da bildet auch die Steuererklärung 2022 keine Ausnahme. Unterlagen und Belege werden zusammengesucht, dann wird der Computer angeworfen und los geht‘s: Die (ungeliebte) Steuererklärung 2022 kann beginnen, die Zahlen in die Elsterformulare eingetragen werden.

Lesen Sie auch: So geben Sie die Grundsteuererklärung auch ohne Elster ab.

Bis wann muss die Steuererklärung abgegeben werden?

Bis zum 31. Oktober 2022 müssen die Steuererklärungen für 2021 eingereicht werden. In Bundesländern, in denen dieser Tag ein Feiertag ist, ist der Stichtag der 1. November. Wer seine Erklärung über einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein abgibt, hat sogar noch bis zum 31. August 2023 Zeit dafür.

„Corona-Steuererklärung“: Wer die Home Office-Pauschale kriegt und wie man sie bekommt

Das Steuerjahr 2021 ist bereits das zweite Jahr, das von der Corona-Pandemie geprägt wurde. Demnach ist es auch das zweite Jahr, in dem eine „Corona-Steuererklärung“ abgegeben wird. Kurzarbeitergeld, Corona-Zuschläge oder die Home Office-Pauschale haben das Ganze aber mittlerweile so kompliziert gemacht, dass die Finanzämter den Steuerzahlenden eine verlängerte Frist einräumten.

Steuererklärungsformular und das Datum 31. Oktober
Die Steuererklärung für 2021 kann noch bis zum 31. Oktober 2022 eingereicht werden. (24hamburg.de-Montage) © IMAGO Images/Panthermedia & IMAGO Images/Westend61

Wer während der Zeit der Pandemie im Home Office gearbeitet hat, kann daraus bei der Steuererklärung für das Steuerjahr 2021 nun Vorteile ziehen. Pro Arbeitstag im Home Office können fünf Euro geltend gemacht werden, die der Steuerzahler absetzen kann. Das gilt für maximal 120 Tage im Jahr. Also kann ein Arbeitnehmer für das Arbeiten im Home Office insgesamt 600 Euro absetzen. Ab 2023 soll die Home Office-Pauschale sogar von 600 auf 1000 Euro steigen.

Lesen Sie auch: Steuerbetrug? Darum darf die Inflationsprämie nicht als Weihnachtsgeld getarnt werden.

Der Arbeitgeber kann die Zahl der Home Office-Tage bestätigen – allerdings ist das nicht zwingend nötig, um den Anspruch auf die Homeoffice-Pauschale geltend zu machen. Keinen Anspruch haben Freiberufler, Selbstständige oder andere Home Office-Arbeitende, die ohnehin bereits ein Büro zu Hause von der Steuer absetzen.

Steuererklärung: 600 Euro Homeoffice-Pauschale – warum es sich nicht bei jedem lohnt

Der Haken an der Home Office-Pauschale: Die 600 Euro gehören zu den Werbungskosten, die in der Steuererklärung ohnehin von einer anderen Pauschale abgedeckt werden. Die Werbungskosten-Pauschale beläuft sich für das Steuerjahr 2021 noch auf 1000 Euro. Für das Jahr 2022, wenn auch die Energiepauschale vom September eine Rolle bei den steuerlichen Abzügen spielen wird, soll die Homeoffice-Pauschale dann auf 1200 angehoben werden.

Diese Summe wird vom Finanzamt automatisch vom Gewinn abgezogen und muss von Steuerzahlenden nicht versteuert werden. Zu den Werbungskosten zählen Ausgaben, die ein Arbeitnehmer für seine Arbeit auf sich nimmt. Das sind zum Beispiel Arbeitswege, Berufskleidung, kostenpflichte Fortbildungen, Telefon und Internet oder eben das Arbeiten im Home Office.

Ist man verpflichtet, jedes Jahr eine Steuererklärung zu machen?

Nicht grundsätzlich. Wer Sie Ihre Steuererklärung freiwillig macht, kann jedes Jahr aufs Neue entscheiden, ob die Einkommensteuererklärung lohnenswert ist oder nicht. Niemand rutscht in die Pflicht, nur weil er oder sie einmal angefangen hat, die Steuern freiwillig zu erklären.

Steuererklärung: Was sie neben der Homeoffice-Pauschale noch an Kosten fürs Zuhause-Arbeiten absetzen können

Sollten sich all diese Ausgaben inklusive der 600 Euro für das Heimarbeiten auf weniger als 1.000 Euro belaufen, dann hat der Arbeitnehmer von der Home Office-Pauschale nichts. Sollte sich durch die Home Office-Pauschale und andere Ausgaben aber eine Summe höher als 1000 Euro ergeben, lohnt es sich, die einzelnen Ausgaben aufzulisten. Dann werden nicht die 1000 Euro, sondern die tatsächliche (höhere) Summe an Werbungskosten vom zu versteuernden Einkommen abgezogen. Dadurch fällt dann auch die Steuer geringer aus.

Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende müssen grundsätzlich eine Einkommensteuererklärung abgeben, sobald ihre Einkünfte den sogenannten Grundfreibetrag übersteigen. Er liegt für 2021 bei 9.744 Euro und steigt für 2022 auf 10.347 Euro.

Lesen Sie auch: So können auch Mieter die Nebenkosten von der Steuer absetzen.

Zu den Werbungskosten zählen übrigens auch Anschaffungen, die für das Heimarbeiten nötig waren – zum Beispiel ein Drucker, ein Schreibtischstuhl oder eine gute Tastatur. Wenn diese zu 90 Prozent für das Heimarbeiten genutzt werden, können auch diese Kosten zu der Liste hinzugefügt werden, die dann vielleicht die 1000 Euro übersteigt.

Auch interessant

Kommentare