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Staples-Insolvenz: Diese Hamburger Filialen sind jetzt betroffen

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Von: Bona Hyun

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Staples wurde von der Pandemie hart getroffen und meldete nun Insolvenz an. In Hamburg gibt es neun Filialen, auch die Verwaltung sitzt in der Stadt.

Hamburg – Die Corona-Regeln stellen Einzelhandelsgeschäfte wie Staples vor eine ziemlich großen Herausforderung. Das in Hamburg mit mehreren Filialen ansässige Handelsunternehmen hat Insolvenz angemeldet– der Auslöser: Corona-Regeln, wie das Unternehmen für Bürobedarf sagt. Dabei hatte doch zuletzt Senatssprecher Marcel Schweitzer Lockerungen im Einzelhandel verkündet – und ebenso, dass der Senat in Hamburg die Luca-App und Kontaktverfolgung streicht.

Doch die langwierigen Folgen der strengen Corona-Maßnahmen setzten dem Unternehmen Staples hart zu – bundesweit sind 700 Beschäftigte von der Insolvenz betroffen. Was genau bedeutet der Insolvenzantrag nun für den Einzelhandels-Konzern und dessen Filialen in Hamburg?

US-amerikanischer Einzelhandelskonzern für Bürobedarf:Staples
Umsatz:14 Milliarden USD (2019)
Hauptsitz:Framingham, Massachusetts, Vereinigte Staaten
CEO:John A. Lederer (seit 18. Juni 2021)

Neue Corona-Regeln als Grund: Staples meldet Insolvenz – in Hamburg sind neun Filialen betroffen

Das Handelsunternehmen Staples („OfficeCentre GmbH“) hat nun also Insolvenz anmelden müssen. Berichten des Norddeutschen Rundfunks zufolge nannte das Unternehmen die „strengen und langwierigen Corona-Maßnahmen“ als Insolvenzgrund. Bundesweit 700 Beschäftigte und 50 Filialen sind betroffen – neun davon in Hamburg. Anfang Februar 2022 hatte der niederländische Mutterkonzern bereits ein Schutzschirmverfahren beantragt. Wie geht es jetzt weiter?

Die Filiale vom Büroartikelhändler Staples in der Wandsbeker Zollstraße in Hamburg. Nachdem in der vergangenen Woche der
Die Filiale vom Büroartikelhändler Staples in der Wandsbeker Zollstraße in Hamburg. © Hanno Bode/imago

Nach dem Insolvenzantrag sollen die Filialen weiterhin geöffnet bleiben, der Geschäftsbetrieb läuft also vorerst weiter. Die Löhne und Gehälter sollen trotz der Insolvenz pünktlich an die Arbeitnehmer ausgezahlt werden. Insolvenzbeauftragter Sven-Holger Undritz will sich mit seinem Team einen Überblick über die Gesamtsituation verschaffen. Nach Angaben von Undritz handelt es sich bei dem Unternehmen um den größten stationären Einzelhändler für Büroartikel in Deutschland, der „von Corona hart getroffen wurde“. Das teilte er dem Hamburger Abendblatt in einem Statement mit. Die Hauptverwaltung sitzt in Hamburg.

Staples in Hamburg – diese neun Standorte gibt es in der Stadt

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Staples ist insolvent – Personalabbau und Lieferprobleme waren bereits bekannt

Bei Staples kam es immer wieder zu Lieferproblemen und Personalabbau. Das konnten Kunden in den vergangenen Jahren feststellen. Undritz erklärte via Abendblatt, dass ein Verkaufsverfahren eingeleitet wird, um einen Investor „der das Unternehmen wieder aus der Insolvenz herausführt“, zu finden.

Neben den Einzelhändlern ist laut Experten jedes sechste Restaurant in Hamburg von der Corona-Pleite betroffen – 16 Prozent der Betriebe droht die Insolvenz. Im Vorjahr waren es elf Prozent gewesen. Währenddessen werden in einigen Geschäften die Corona-Maßnahmen nicht berücksichtig: Elektronik-Riese Media Markt umgeht die 2G-Regelung für Ungeimpfte. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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