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Sonnenblumenöl erst ab 18 Jahren: Lidl langt es – Kunden stinksauer

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Von: Laura May

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Seit dem Krieg in der Ukraine ist in deutschen Supermärkten das Sonnenblumenöl knapp – eine Lidl-Filiale in Schleswig-Holstein verkaufte das Produkt jetzt nur noch an Volljährige.

Norderstedt – Leere Supermarktregale und Hamsterkäufe kennen wir schon nach zwei Jahren Pandemie. Erst war es das Toilettenpapier, dann die Schnelltests – aktuell ist das Sonnenblumenöl durch den Ukraine-Konflikt knapp. Die Ukraine ist einer der weltweit größten Produzenten des Produkts.

Speiseöl knapp: Aldi, Rewe und Lidl appellieren an ihre Kunden nicht zu hamstern

Supermärkte suchen nach Strategien, um das Kaufverhalten der Menschen in den Griff zu bekommen. Aldi appellierte etwa mit Zetteln am Speiseölregal an seine Kunden, nur dann Öl zu kaufen, wenn es auch gebraucht wird, nicht nur, weil alle es machen.

Die Dynamik zwischen echter Knappheit und mit Klopapier, Mehl und Öl vollgestopften Privatkellern ist aber offenbar weder durch Supermarktketten, noch durch die Behörden in den Griff zu bekommen.

Flaschen mit Sonnenblumenöl im Einkaufswagen: Im Jahr 2022 gibt es bei diesem Produkt Engpässe
Flaschen mit Sonnenblumenöl im Einkaufswagen: Im Jahr 2022 gibt es bei diesem Produkt Engpässe. © IMAGO/Zeljko Lukunic/PIXSELL

Lidl verkauft Sonnenblumenöl nur noch an Volljährige – und rudert dann wieder zurück

Auch ein Versuch der Supermarktkette Lidl aus Norderstedt in Schleswig-Holstein, das vorhandene Sonnenblumenöl möglichst gleichmäßig auf seine Kunden zu verteilen, ging eher nach hinten los. Damit wirklich jede Familie nur noch zwei Flaschen Öl kauft, führte die Filiale eine Altersgrenze ein: Sonnenblumenöl wurde nur noch an Volljährige verkauft, wie Merkur.de berichtet.

Es sollte vermieden werden, dass Eltern ihre Kinder vorschicken, um an mehr Öl zu kommen. In den Sozialen Netzwerken rief die Maßnahme Empörung hervor, die Supermarktkette kippte daraufhin ihre Maßnahme wieder. Auf Nachfrage der Morgenpost ließ der Konzern wissen: Das Missverständnis sei umgehend geregelt worden. „Wir bitten unsere Kunden um Verständnis und möchten uns für etwaige Unannehmlichkeiten entschuldigen.“

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