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So verändern sich die Richtlinien zur Kaufprämie für E-Autos ab dem 1. Januar 2023

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Von: Fabian Pieper

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Die sinkened Prämie für E-Autos sorgt für Stress bei Käufern.
Die sinkende Prämie für E-Autos sorgt für Stress bei Käufern. © Patrick Pleul/dpa

Die staatliche Kaufprämie bei der Neuanschaffung eines Elektroautos soll zum Kauf animieren. Doch nicht mehr jeder wird sie in voller Höhe bekommen.

Berlin – Hat der Anteil an Elektro- und Hybridautos im Jahr 2017 bei Neuzulassungen noch gerade einmal knapp mehr als drei Prozent betragen, waren nur vier Jahre später mehr als vier von zehn neu zugelassenen Autos Fahrzeuge mit E-Antrieb. Der Markt für E-Autos boomt somit, während sich Autofahrer 2023 auf Änderungen einstellen müssen.

Ein Grund für den E-Auto-Boom in Deutschland dürfte die hierzulande vor einigen Jahren eingeführte Umweltbonus sein, der seitdem dem Käufer eine üppige Unterstützung mit einem staatlichen Anteil sowie einem Anteil der Hersteller bei der Anschaffung eines E-Autos zusichert. Durch die sogenannte Innovationsprämie hat sich die staatliche Prämie vor zwei Jahren sogar noch mal verdoppelt. Doch für das Jahr 2023 steht auch hier eine Änderung ins Haus, berichtet kreiszeitung.de.

Bislang konnten Käufer von batteriebetriebenen Autos bis zu 9.000 Euro Prämie abstauben. Wer sich einen Plug-In-Hybriden zulegte, erhielt immerhin noch bis zu 6.750 Euro Unterstützung. Die Kaufprämie wurde unabhängig vom Listenpreis des Fahrzeugs ausgeschüttet. Sie soll den Umstieg auf die umweltfreundlicheren Antriebsarten attraktiver machen und erleichtern.

E-Auto-Kaufprämie in Gefahr: E-Auto-Käufer stehen unter großem Druck

Doch klar war bereits von Anfang an: Die Kaufprämie soll nur befristet ausgeschüttet werden. Bereits ab dem 1. Januar 2023 werden E-Autos nicht mehr so stark gefördert wie noch vor dem Jahreswechsel. Experten prognostizieren unter anderem deswegen einen Einbruch der Absatzzahlen für das kommende Jahr. Im Detail bedeutet sehen die Änderungen folgendermaßen aus:

Das Problem für viele E-Auto-Käufer: Sie können das Fördergeld erst nach abgeschlossener Zulassung beantragen – und nicht schon ab dem Zeitpunkt des Abschluss des Kaufvertrags. Damit wird die Zeit für die Käufer knapp, denn viele Zulassungsstellen schließen Ende des Jahres 2022 über die Feiertage. Deshalb haben der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in einem Brief an die kommunalen Spitzenverbände dazu aufgefordert, „die Arbeitsfähigkeit der Kfz-Zulassungsstellen auch in den letzten Tagen dieses Jahres aufrechtzuerhalten“.

Neue Regeln bei der Kaufpräme für E-Autos: Keine Gnadenfrist für E-Auto-Käufer in Sicht

Zumindest der Bund hält an seinen Plänen fest: „Maßgeblich für die Förderung bleibt weiterhin das Datum des Förderantrags, der die Fahrzeugzulassung voraussetzt“, äußerte eine Sprecherin des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gegenüber dem „Handelsblatt“. Dementsprechend bedeutet das: Wer sich die Prämie in voller Höhe noch sichern möchte, sollte sich beeilen. Doch es gibt für alle Betroffenen noch eine Möglichkeit, wie sie wichtige Zeit sparen können.

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