1. 24hamburg
  2. Verbraucher

Sie überträgt Krankheiten: Abortfliege breitet sich massenhaft aus

Erstellt:

Von: Natalie-Margaux Rahimi

Kommentare

Die Abortfliege lässt sich gern auf unserem Obst nieder und hinterlässt dort Krankheitserreger aus der Kanalisation.
Abortfliege sorgt für Ekel bei Menschen: Sie kann gefährliche Krankheiten übertragen. (24hamburg.de-Montage) © Bihlmayerfotografie/imago & Blickwinkel/imago

Wegen der anhaltenden Hitze breitet sich die Abortfliege, auch Gullyfliege genannt, in unseren Wohnräumen aus. Das Umweltbundesamt warnt.

Hamburg – Der Klimawandel ist aktuell in aller Munde. Weil er in diesem Sommer besonders spürbar ist. Deutschland wird heißer und vor allem trockener. Diese Veränderung des Klimas bewirkt auch, dass sich hierzulande Lebewesen und Insekten immer mehr heimisch fühlen, die normalerweise auf ganz anderen Teilen der Welt zu Hause sind. Die Ammen-Dornfinger-Spinne ist mittlerweile in Norddeutschland angekommen, ebenso wie das West-Nil-Virus, das in diesem Jahr bereits 200-Mal in Europa festgestellt wurde. Die Abortfliege ist zwar grundsätzlich in Deutschland heimisch, aufgrund der Hitze breitet sie sich jedoch massenhaft aus. Sogar das Umweltbundesamt warnt vor der „Gullyfliege“

Insekt:Abortfliege (Gullyfliege, Herzmücke)
Familie:Schmetterlingsmücke/Mottenmücke
Größe:1,5 bis 2,5 Millimeter
Farbe:Braun

Gullyfliege sorgt für Ekel bei Menschen: Sie kann gefährliche Krankheiten übertragen

Wie ihr Spitzname schon vermuten lässt, hält sich die Gullyfliege (richtiger Name Abortfliege) oft in der Kanalisation auf. Auch verunreinigte Rohre, Kläranlagen und Gullys mag die Abortfliege. Von dort bringt die nur wenige millimetergroße Fliege Reste der Kanalisation an ihrem winzigen, stark behaarten Körper mit. Diese Rückstände bringt sie dann natürlich auch mit in unsere Wohnräume und kann so zur Gefahr für die Menschen werden.

Hat sich die Abortfliege an einer Stelle in der Wohnung, oftmals handelt es sich um Küche oder Bad, heimisch eingerichtet, breitet sie sich massenhaft aus. Die Hitze trägt ihren Teil dazu bei, dass sich die Abortfliege schneller ausbreitet. Schließlich modern Abfälle und die Kanalisation bei hohen Temperaturen schneller vor sich hin. Trotz ihrer kleinen Größe wird die Gullyfliege so nicht nur lästig, sondern auch gefährlich. Schließlich bringt sie mit den Rückständen aus der Kanalisation auch Krankheitserreger mit in die Wohnung. Da sich die Gullyfliege von Nektar und Obst ernährt, setzt sie sich auf diese Lebensmittel und hinterlässt dort die gefährlichen Keime.

Was ist die Abortfliege?

Die Abortfliege gehört zur Familie der Schmetterlingsmücken oder auch Mottenmücken. Sie wird 1,5 bis 2,5 Millimeter groß und hat eine braune Färbung. Auf den stark behaarten Flügeln befinden sich regelmäßig weiße oder schwarze Punkte. In Ruheposition ähneln die Flügel denen eines Schmetterlings. Sie fühlt sich vom Geruch von Kot und Urin angelockt und legt ihre Eier oft in der Nähe von verschmutzen Wasserquellen ab.

Umweltbundesamt warnt vor Abortfliege: So werden Sie die Gullyfliege wieder los

Daher ruft auch das Umweltbundesamt zur Vorsicht auf und warnt vor der Abortfliege. Wer die Gullyfliege in den eigenen vier Wänden entdeckt, sollte zügig mit der Schädlingsbekämpfung beginnen, um eine weitere Eiablage zu verhindern. Folgende Tipps hat das Umweltbundesamt UBA zum Umgang mit der Abortfliege:

Das Gute ist: Abortfliegen können nicht stechen. Auch vor Bissen müssen sich Menschen nicht fürchten. Ganz im Gegensatz zu der Fliegenden Zecke oder auch der Hyalomma-Zecke, die durch ihre Bisse Krankheiten übertragen. Dennoch sollte auch ein Befall der Abortfliege schnellstmöglich entfernt werden, da durch die Überreste der Kanalisation gefährliche Krankheitserreger in die Wohnräume getragen werden können.

24hamburg.de-Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

In Deutschland lassen sich insgesamt etwa 110 verschiedene Arten der Schmetterlingsmücke finden.

Auch interessant

Kommentare