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Schimmelgefahr: Was Sie gegen nasse Fenster machen können

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Von: Robin Dittrich

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Im Winter herrschen in vielen Regionen Deutschlands Minusgrade. Verbraucher stellen dabei oft fest, dass ihre Fenster nass sind. Was hilft dagegen?

Update vom 18. Dezember 2022: Lüften und Heizen verringert das Schimmelrisiko in der Wohnung. Warum sich die Pilze jedoch auch bei korrektem Schimmel trotz Lüften und Heizen ausbreiten können, erklärt ein Experte.

Erstmeldung vom 14. Dezember 2022: Hamburg – Verbraucher in Deutschland müssen sich im Winter 2022 oftmals zwischen zwei Dingen entscheiden: einer mollig warmen Wohnung und einer niedrigeren Energierechnung. Was darüber hinaus an kalten Tagen oft beobachtet werden kann, ist eine Vielzahl von Wassertropfen an Fenstern. Diese können bei Nichtbeachtung durchaus gefährlich werden.

Phänomen:Beschlagene Fenster
Zeitraum:Meist im Winter
Folgen:Schimmelgefahr
Lösung:Entfeuchtung des Raumes

Feuchte Fenster im Winter: Wieso bildet sich das Wasser?

Stark gestiegene Preise für Energie lassen viele Verbraucher in Deutschland die Heizung eher auf eine niedrigere Stufe stellen. Wer es aber eher warm mag, dürfte häufiger mit einem Phänomen an Fenstern konfrontiert werden. Fenster beschlagen insbesondere im Winter oft, das zeigt sich an einer Vielzahl von Tropfen am unteren Teil der Fenster. Dabei handelt es sich um Kondenswasser – doch wie entsteht es? Das Problem kommt meist durch die Bewohner zustande.

Fenster sind im Winter oft voller Kondenswasser – das kann im schlimmsten Fall zu Schimmelbefall führen.
Fenster sind im Winter oft voller Kondenswasser – das kann im schlimmsten Fall zu Schimmelbefall führen. © Stefan Hässler/Imago (Montage)

Die Tropfen am Fenster bilden sich unter anderem, wenn eine warme Innenwand auf eine kalte Außenwand trifft. Insbesondere am Fenster macht sich das dann bemerkbar. Doch ist das nicht der einzige Grund: Vor allem im Schlafzimmer herrscht oft eine hohe Luftfeuchtigkeit. Wenn Verbraucher acht Stunden schlafen, bilden sich pro Person rund 1,5 Liter Wasser durch das Atmen und Schwitzen. „Trifft die warme Luft auf eine Fensterscheibe, die durch die niedrigen Außentemperaturen kalt ist, kondensiert die Feuchtigkeit und setzt sich auf der Innenseite des Fensters in Form von Kondenswasser ab“, erklärt Ökotest.

Nasse Fensterscheibe kann wegen Schimmel gefährlich werden – das sollten Sie dagegen tun

Das Problem bei Kondenswasser am Fenster ist eine mögliche Schimmelbildung. Schimmelpilze bevorzugen die feuchte und warme Luft. Erkannt wird Schimmel oftmals erst, wenn er sich schon hinter Tapeten oder Möbeln ausgebreitet hat. Die Folgen können verheerend sein. Vor allem bei längerem Aufenthalt in einem von Schimmel befallenen Raum können Asthma, Husten und allgemeine Atembeschwerden die Folge sein. Doch was kann gegen das Kondenswasser an Fenstern getan werden? Zunächst sollten Verbraucher das am Fenster entstandene Wasser mit einem Tuch wegwischen.

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Wichtig ist, darauf zu achten, ob sich am Silikon schon Schimmel gebildet hat. Kommt das Kondenswasser immer wieder zurück, sollte die Ursache bekämpft werden. Überprüfen Sie, ob die Fenster dicht und ordentlich gedämmt sind. Das können Sie zum Beispiel mit einem einfachen Fenstertrick testen. Ist das nicht der Fall, denken Sie über einen Austausch nach oder kontaktieren Sie Ihren Vermieter. Auch ein Luftentfeuchter kann für wenig Geld gekauft werden und wahre Wunder bewirken. Das richtige Lüftverhalten ist zudem immens wichtig: Lieber mehrmals am Tag stoßlüften, als das Fenster dauerhaft zu kippen. Nicht zu heizen ist trotz Energiesparen leider keine Lösung.

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