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Tipps zum Stromsparen: Diese Haushaltsgeräte fressen unbemerkt viel Strom

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Der Herbst steht ganz im Zeichen des Stromsparens. Gut, wenn man besonders unbemerkte Stromfresser kennt und eliminiert – wie bei diesen Geräten.

Hamburg – Die letzten Jahre verlangen uns Verbrauchern so einiges ab. Corona, Krieg, steigende Inflation und steigende Preise so weit das Auge reicht. Aktuell muss fast jeder irgendwo sparen. Einer der größten Punkte auf dem Sparplan: Energie. Laut Experten drohen uns im Herbst und Winter sogar Blackouts (Stromausfälle) durch Überlastung der Netze. Sparen sollten wir aber auch, um von der nächsten Stromrechnung nicht direkt in die Insolvenz getrieben zu werden. Da lohnt sich der genaue Blick auf versteckte Verbraucher im Haushalt. Denn: Einige Geräte fressen fast unbemerkt besonders viel Strom.

Im Haushalt einfach Strom sparen: Viele Geräte verbrauchen unnötig viel Energie

Licht ausmachen, Geräte statt im Stand-by-Modus lieber ganz ausschalten – das sind Tipps, die wir alle kennen. Bei den explodierenden Strompreisen könnte der ein oder andere „Geheimtipp“ aber noch weiterhelfen. Und so lohnt es sich, unentdeckte Stromfresser zu entlarven.

Eine Mehrfachsteckdose auf Geldscheinen: Stromfresser im Haushalt sollten Sie kennen und wenn möglich ausschalten.
Stromfresser erkennen und ausschalten: Diese Geräte verbrauchen besonders viel Energie. © Jens Schicke/imago

WLAN-Router ist ein Stromfresser – Router ausstellen spart viel Strom

Einer dieser bisher unbekannten Verbraucher: Der WLAN-Router. Ja, Sie haben richtig gehört. Das kleine unscheinbare Gerät, das uns dauerhaft in unseren Wohnräumen mit drahtlosem Internet versorgt, frisst eine Menge Strom. Eigentlich logisch, schließlich ist der WLAN-Router eines der wenigen Geräte, die dauerhaft in Betrieb sind. Verbraucher könnten ihr Gerät zunächst einmal gegen ein neues Gerät austauschen. In der Regel verbrauchen die neuen WLAN-Router weniger Energie als ältere Modelle. Wer noch etwas mehr sparen möchte, könnte den Router außerdem nachts ausschalten. Schließlich sollte man nachts ohnehin schlafen und nicht am Handy oder Laptop sitzen.

Zuhause Stromkosten sparen: Standby vermeiden – bei Gräten Stecker ziehen, spart viel Geld

Geräte einfach in Standby zu stellen, also sie auszuschalten, reicht nicht aus, damit sie wirklich keinen Strom mehr verbrauchen. Tatsächlich liegt der durchschnittliche Stromverbrauch der gängigsten Haushaltsgeräte auch im ausgeschalteten Zustand bei etwa 10 Watt – das summiert sich einem durchschnittlichen Haushalt schnell auf bis zu 360 Kilowattstunden im Jahr: Das sind bei den aktuellen Strompreisen über 115 Euro und die Tendenz steigt. Lösung: Ungenutzten Geräten den Stecker ziehen – so ist ganz sicher, dass sie nicht doch weiter Energie ziehen.

Mikrowelle, Computer, Stereoanlage, Fernseher: Stecker ziehen spart viel Strom im Haus

Ganz oben unter den Energiefressern im Standby-Modus rangieren Stereoanlage und Fernsehgerät mit 15 und 14 Kilowattstunden pro Jahr „Stromklau“. Doch auch die gute alte Mikrowelle frisst unbemerkt reichlich Strom: 6 Kwh zieht sie sich unbemerkt, wenn man ihr nicht den Stecker zieht. Fast so viel wie TV-Receiver, PCs, Monitore und Laptops – die sollte man auch immer komplett vom Netz nehmen, wenn man sie nicht nutzt.

Stromfresser im Haushalt: Welche Geräte verbrauchen am meisten Energie?

Alte Heizpumpen

Elektrischer Herd

Kühl- und Gefrierschränke

Licht

Wäschetrockner

Geschirrspüler

Waschmaschine

Fernseher und Zubehör

Router, PC, Drucker und Zubehör (Quelle: Eon)

Stromfresser Waschmaschine: Einfache Änderung beim Waschen spart eine Menge Strom

Die Waschmaschine ist schon länger als Stromfresser bekannt. Weniger geläufig ist allerdings der relativ einfache Trick beim Waschen Geld zu sparen. Schließlich ist es bei den heutigen Waschmitteln gar nicht mehr nötig, die Wäsche richtig heiß auf 60 oder sogar 90 Grad zu waschen. Selbst Unterwäsche wird bei einer Temperatur von 30 Grad hygienisch gereinigt. Das bestätigte auch das Umweltbundesamt gegenüber br.de.

Wie die Verbraucherzentrale Hamburg mitteilt, kann mit dieser einfachen Handhabung beim Wäschewaschen in der Waschmaschine viel Strom gespart werden. Wer nur noch mit 40 statt 60 Grad wäscht, senkt seinen Stromverbrauch um etwa 45 Prozent. Wer von 40 auf 30 Grad herunterschaltet, spart 40 Prozent. Immerhin fast die Hälfte! Ähnlich einfach lässt sich der Stromverbrauch beim Staubsaugen mit einer einfachen Einstellung verringern.

30 Grad oder Eco-Programm? Was verbraucht beim Wäschewaschen mehr Strom?

Wer besonders viel Geld sparen möchte, sollte beim Waschen in der Waschmaschine das Eco-Programm auswählen. Viele denken, da die Programme oft mehrere Stunden dauern, wird auch besonders viel Strom verbraucht. Doch dieser Gedanke ist falsch. Eco-Programme verbrauchen deutlich weniger Energie als Kurz- oder Normalprogramme. Warum?

Für das Eco-Programm mit längerer Laufzeit hat die Waschmaschine viel Zeit. Zum Erwärmen und Waschen wird daher wenig Energie verbraucht. Bei einem Kurzprogramm muss die Maschine den Waschvorgang in kürzester Zeit erledigen, dafür braucht das Gerät auch mehr Energie.

Stromfresser im Haushalt: Beim Kochen kann man viel Energie sparen – Wasserkocher statt Herd

Stromanbieter Eon hat auf seiner Internetseite die zehn größten Stromfresser im Haushalt zusammengetragen. Nach Heizpumpen auf dem ersten Platz folgt der elektrische Herd etwas überraschend auf Rang zwei. Klar, um uns Essen zuzubereiten, sind wir auf den Herd angewiesen, allerdings kann man auch hier leicht einige Euro sparen. Eon empfiehlt beispielsweise, den Topf immer passend zur Größe des Kochfeldes auszuwählen.

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Und noch ein kleiner aber feiner Trick: Wer Wasser aufkochen möchte, sollte statt dem Erwärmen auf dem Herd öfter auch mal zum Wasserkocher greifen. Laut Eon spart das bei einem Liter Wasser pro Tag ganze zwölf Euro im Jahr. Und bei den aktuellen Preisen kann man das Geld sicher an anderer Stelle gut gebrauchen. Sparen können Verbraucher übrigens auch beim Abwaschen, mit einem einfachen Spültrick lassen sich auch hier einige Euro sparen.

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