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Reisen ohne Booster, Gültigkeitsdauer, Impfschutz: Was jetzt gilt

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Von: Kevin Goonewardena

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Am 1. Februar läuft bei vielen die Gültigkeit des Digitalen Impfzertifikats aus. Auch kleine Fehler können zu fehlender Gültigkeit führen. Das gilt es zu beachten.

Hamburg – Millionen Impfzertifikate europaweit verlieren ab Februar ihre Gültigkeit. Das berichten verschiedene Medien übereinstimmend und beziehen sich dabei auf eine von der EU beschlossene Verkürzung der Gültigkeitsdauer zur Grundimmunisierung. Diese erlangen Geimpfte üblicherweise nach der zweiten Impfung gegen das Corona-Virus mit einem entsprechenden Vakzin. Der Novavax-Impfstoff fällt noch nicht darunter. Das von manchen als ein Totimpfstoff bezeichnete Vakzin eines US-Herstellers, kommt in Deutschland erst Ende Februar auf den Markt*.

Die Grundimmunisierung besitzt üblicherweise eine Gültigkeit von 12 Monaten, ohne Booster-Impfung verfällt der Status dann. Die EU hat jedoch eine Verkürzung der Gültigkeit auf 9 Monate beschlossen. Millionen Impfzertifikaten in ganz Europa droht deshalb am 1. Februar 2022 der Verfall.

Doppelt geimpfte Hamburger:1,5 Millionen\t(79,3 Prozent)
Einmal geimpfte Hamburger:1,5 Millionen (81,1 Prozent)
Geboosterte Hamburger:940,1 Tausend (50,7 Prozent)

Verkürzung der Gültigkeitsdauer beim Impfzertifikat: Dann geht es in Deutschland los

Die Bundesregierung um Kanzler Olaf Scholz und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (beide SPD), haben dem EU-Beschluss bereits zugestimmt. Das berichtet unter anderem der Münchner Merkur. Doch, ab wann die EU-Vorgabe hierzulande durchgesetzt wird, sei noch nicht klar*. Unklar ist auch, wie viele Menschen von der verkürzten Gültigkeitsdauer des Impfzertifikats betroffen sind.

Corona-Impfzertifikat: Das gilt bei Reisen ins Ausland ab dem 1. Februar 2022

Klar ist allerdings: Das 9-Monate-Impfzertifikat ist genau genommen ein 270-Tage-Zertifikat. Das heißt, wer vor dem 7. Mai 2021 eine Grundimmunisierung erhalten und noch keine Auffrischungsimpfung in Anspruch genommen hat, für den ist es bereits zu spät. Und: Auch wenn die Regelung in Deutschland noch nicht in Kraft getreten ist, für Reisen ins europäische Ausland gilt sie jetzt schon.

Wie der ADAC auf seiner Website schreibt, gilt ab dem 1. Februar 2022 eine einheitliche Gültigkeitsdauer von 9 Monaten. Und auch über andere Regelungen sollten sich Reisende unbedingt vorab informieren*, bevor sie in andere Länder reisen. So ist etwa in Italien, auch bei einer Booster-Impfung weiterhin ein zusätzlicher Schnelltest für die Einreise nötig. Ein Ablaufdatum der Booster-Impfung gibt es aktuell nicht.

Digitales Impfzertifikat: So lassen Sie sich die Gültigkeit anzeigen

Wie sich das Ablaufdatum des digitalen Impfzertifikats prüfen lässt, zeigt RTL. Nutzer der CovPass-App tippen auf „Zertifikat anzeigen“, dieser Punkt befindet sich unter dem Namen beziehungsweise QR-Code. Auf der Seite mit den Impfzertifikaten scrollen die User dann bis zu dem aktuellsten Impfzertifikat und klicken dieses an. Auf der neuen Seite, die den Titel „Digitales Covid-Impfzertifikat der EU“ trägt, heißt der letzte Detailpunkt „Technisches Ablaufdatum / Technical expiry date“. Dort wird die Gültigkeitsdauer des aktuellen Covid19-Impfschutz angezeigt, verbunden mit dem Hinweis sich rechtzeitig um eine Verlängerung zu bemühen.

Mehrere Impfnachweise liegen über einander.
Nach neun Monaten verliert ein Impfzertifikat die Gültigkeit (Symbolbild). © Stefan Puchner/dpa

User der Corona-Warn-App klicken nach dem Start des kleinen Programms auf den zweiten Auswahlpunkt im Menü, um sich das „Aktuell verwendete[s] Zertifikat“ anzeigen zu lassen. Auf der nächsten Seite wird runtergewischt bis zum Punkt „Technisches Ablaufdatum“. Dort wird das Ablaufdatum des aktuellen Zertifikats angezeigt und auch hier befindet sich der Hinweis, dass der Corona-Impfschutz rechtzeitig verlängert werden sollte.

Anerkennung des Impfschutz: Dieser kleine Fehler macht beim digitalen Impfzertifikat Probleme

Zu dem Verlust beziehungsweise der fehlenden Anerkennung des Impfschutzes kann auch ein anderer kleiner Fehler führen, der vor allem Menschen mit mehreren Namen, Doppelnamen oder ungewöhnlichen Namen betrifft.

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Bei Namen, die mit Bindestrichen geschrieben werden, deren Schreibweise ein Accent oder Diphtong aufweist oder die andere Besonderheiten für den deutschsprachigen Raum aufweisen, kann es zu Fehlern beim Zusammenfügen der Zertifikate kommen. Ist es bei einer oder mehreren Impfungen aufgrund eines Fehlers zu einer falschen Namensschreibweise gekommen, lassen sich die verschiedenen Impfzertifikate nämlich nicht mehr zusammen fügen.

Die Systeme glauben dann aufgrund der unterschiedlichen Namensschreibweisen, dass es sich um zwei Personen handeln würde. Experten raten, so der Nordbayerische Kurier, sich für diesen Fall in einer Apotheke oder bei einem Arzt ein neues digitales Impfzertifikat ausstellen zu lassen.

Impfzertifikat: So lässt sich die Gültigkeit verlängern

Wer auf der sicheren Seite sein will und noch keine Booster-Impfung erhalten hat, vereinbart am besten einen Impftermin in einem der zahlreichen Impfzentren in Hamburg oder sucht eine terminfreie Möglichkeit auf, um die Drittimpfung gegen das Corona-Virus in Hamburg zu erhalten. Vor der Booster-Impfung sollten einige Dinge beachtet werden. Auch in Arztpraxen ist die Impfung zum Schutz vor dem Corona-Virus weiterhin möglich. *24hamburg.de, echo24.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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