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„Reibungsloser Betrieb“: An diesen Flughäfen droht kein Chaos

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Von: Bona Hyun

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Urlauber ächzen unter dem Chaos an Flughäfen. Einige sind davon nicht betroffen – diese Airports haben sogar ein Überangebot an Personal.

Hamburg – Kurz vor dem Urlaub und Start in die Sommerpause erreicht der Trubel an einigen Airports seinen Höhepunkt. Es kommt zu Verzögerungen beim Aufgeben von Gepäck und bei der Sicherheitskontrolle. Auf das Flughafenchaos reagierte die Stadt Hamburg bereits und passte die Öffnungszeiten für die Passagiere an . Doch nicht überall drohen Urlauben bei der An- und Abreise Chaos.

An einigen Flughäfen geht es auch trotz hohen Touristenansturms reibungslos zu. Wo genau? 24hamburg.de hat die Antwort.

Internationale Flughafen der Stadt HamburgFlughafen Hamburg
Adresse:Flughafenstr. 1-3, 22335 Hamburg
Telefon:040 50750
Terminals:2

An diesen Flughäfen droht bei An- und Abreise kein Chaos: „Reibungsloser Betrieb“

Tumult an den Flughäfen versetzen die Verbraucher kurz vor ihrem Urlaub unter Stress – am Flughafen Hamburg kommt es sogar zu Koffer-Chaos, Wartezeiten und Streiks. An einigen Airports verläuft der Neustart nach der Corona-Pandemie ziemlich rund, da sich die Geschäftsführer auf die Hochsaison vorbereitet haben. Besonders in Südeuropa kam der Betrieb an den Flughäfen normal in die Gänge.

Reisende warten am Hamburger Flughafen vor der Anzeigetafel
An einigen Flughäfen läuft der Betrieb reibungslos – anders als am Hamburger Airport gibt es kein Chaos bei An- und Abreise. © Bodo Marks/dpa (Symbolbild)

Kein Chaos am Flughafen in Italien und Österreich – pünktliche Flüge und kurze Wartezeiten

Da die Touristensaison in Griechenland von wirtschaftlicher Bedeutung ist, wurde für ausreichend Personal gesorgt. Sowohl die Sicherheitskontrollen als auch die Gepäckabfertigung seien weitestgehend normal verlaufen. Das teilte der Sprecher des Athener-Flughafens, Eleftherios Venizielos, der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit. Das Personal in Hamburg hingegen hat mit der Gepäckabfertigung zu kämpfen – dort empfiehlt der Flughafen Reisenden deshalb, weniger Koffer mitzunehmen.

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Von einem „reibungslosen“ Betrieb am Flughafen in Wien berichtete focus.de zufolge auch Airport-Sprecher Peter Kleemann. Dank staatlicher Unterstützung musste kaum Personal abgebaut werden. Hinzu kommt, dass der Flughafen in Wien viele Prozesse selbst regelt und steuert. Für die Sicherheitskontrolle und die Bodenabfertigung stellt der Flughafen eigenes Personal ein und kann die Abläufe selber steuern.

Flughäfen haben sich auf Chaos vorbereitet: Türkei und Zypern haben Überangebot an Personal

Über Personalengpässe können sich weder Flughäfen in der Türkei noch in Zypern beklagen. Die Fluggesellschaft Turkish Airlines und ein Sprecher des Flughafens Istanbul berichteten von „reibungslosen Abläufen“, wie focus.de berichtet. Es gäbe sogar ein Überangebot an Personal – bereits vor Pandemie-Beginn. Ein Luxusproblem, das in Hamburg so nicht bekannt ist. Dort führte der Personalmangel am Flughafen Hamburg zu schlimmem Koffer-Chaos – der Senat hat sogar den Bund um Hilfe gebeten.

Auch in Zypern gibt es ein Überangebot an Personal, da weniger Mitarbeiter während Corona entlassen wurden. Nur zwei Prozent der Flugverbindungen von und nach Zypern im Juli oder August mussten umgebucht oder storniert werden, wie der Chef des zypriotischen Reiseverbands, Vasilis Stamataris, erklärte. Urlauber müssen mit Verspätungen rechnen, wenn sie in Großbritannien, Deutschland, Niederlande oder Frankreich zwischenlanden. Diese Länder sind ziemlich stark vom Flughafenchaos betroffen.

Lange Wartezeiten und gestrichene Flüge – hier ächzen und leiden Urlauber unter Chaos

Frankreich hingegen leidet unter Personalmangel nach der Corona-Krise. Für das reduzierte Bodenpersonal ist noch kein ausreichender Ersatz gefunden worden. Alleine 4000 Stellenausschreibungen gibt es für die Pariser Flughäfen Orly und Charles-de-Gaulle. Doch das Interesse an Schicht- und Wochenenddiensten hat nachgelassen. Immer öfter legen Beschäftigte ihre Arbeit nieder und fordern mehr Lohn, wie auch am Hamburger Flughafen, wo es zu Streiks kam.

In Großbritannien musste die Fluggesellschaft British Airways mehr als 10.000 Kurzstreckenflüge bis Ende Oktober 2021 absagen. Um das Chaos einzudämmen, wurden Start- und Landerechte an Flughäfen gelockert. So verlieren die Fluglinien nicht ihre Startrechte, wenn sie Verbindungen streichen. An niederländischen Flughäfen ist das Chaos bereits Alltag: Es kommt zu stundenlangen Wartezeiten und Verspätungen, an Wochenenden werden Flüge häufig gestrichen.

Während Corona sind viele Mitarbeiter in besser bezahlte Jobs gewechselt. Der Personalmangel macht sich sowohl bei der Gepäckanfertigung als auch bei Sicherheitskontrollen bemerkbar.

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