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Störung bei EC-Kartenzahlung: Problem viel größer, als gedacht – Kunden müssen weiter warten

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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Seit Mittwoch gibt es an vielen Stellen Störungen bei der Kartenzahlung. Das Problem sollte schnell gelöst werden, jetzt ist klar: Das klappt nicht.

Berlin – An vielen Kartenlesegeräten des Herstellers Verifone in Deutschland gibt es bei der Kartenzahlung seit einigen Tagen Probleme. Die Störung war am Dienstagabend an verschiedenen Stellen aufgetreten, betroffen sind etwa Aldi Nord und Edeka. Anfangs war davon ausgegangen worden, dass sich die Störung schnell beheben lässt, doch das erweist sich nun als Trugschluss: Das Problem ist komplizierter als gedacht, noch immer dauern die Störungen an. Wie die Prognose aussieht, was getan werden kann und welche Supermarktketten betroffen sind – ein Überblick.

Störung bei EC Kartenzahlung an Terminal-Typ H5000: Hersteller Verifone erwartet keine schnelle Lösung

Die seit Dienstagabend bestehenden Probleme bei der Kartenzahlung dauern länger an, als erwartet. Ursprünglich hatte es die Hoffnung gegeben, die Störung könne noch am selben Tag behoben werden, jetzt ist öffentlich geworden, dass der Defekt an den Geräten des Herstellers Verifone nicht so einfach gelöst werden kann. Das Problem, das an Terminals des Typs H500 vorkommt, geht auf einen Zertifikatsfehler zurück, der ein Software-Update erforderlich macht. Dieser Vorgang wiederum ist offenbar komplex.

Kartenzahlung fällt bei Lidl, Edeka, Rewe und an Tankstellen bundesweit wegen technischen Störungen aus
Eine bundesweite Störung sorgt dafür, dass die Zahlung mit Giro- und Kreditkarten nicht möglich ist. (Symbolbild) © Daniel Karmann/dpa

Ein Sprecher des Finanzdienstleisters Concardis erklärte laut heise.de: „Die Störungen dauern an“ und führte fort „Wir warten weiter auf Signale von Verifone“. Die Signale, die von Verifone kommen, sind derzeit alles andere als Mutmacher. Verifone-Deutschland ließ am Donnerstag über einen Sprecher verlauten: „Wir werden unsere Kunden informieren, sobald dieses verfügbar ist“. Das US-Unternehmen gibt sich entschuldigend und erklärte, man bedaure die Unannehmlichkeiten und arbeite mit Hochdruck an einer Lösung. Im Klartext bedeutet das: Es ist bisher nicht klar, wann das Problem wirklich gelöst werden kann. In einigen Supermärkten, die zuletzt ebenso mit mit gestörten Lieferketten und Hamsterkäufen zu kämpfen hatten, wächst die Ungeduld.

Störung bei Kartenzahlung: Ursache ist ein Zertifikatsfehler, der manuelle Eingriffe erforderlich macht

Ursache der Störung bei Kartenzahlungen an einigen Geräten ist laut dem Zahlungsdienstleister Payone ein Zertifikatsfehler, der bei bestimmten Varianten der Verifone-Software auftritt. Heise.de berichtet, man gehe bei Payone davon aus, dass es keine schnelle Lösung zur Behebung gebe. Grund dafür ist, dass das benötigte Software-Update wohl einen manuellen Eingriff an den jeweiligen Terminals nötig macht.

Vonseiten des Dienstleisters Payone heißt es: „Dieser komplexe Vorgang kann daher nicht ad hoc in der Fläche ausgeführt werden, sondern wird geraume Zeit in Anspruch nehmen“. Verbreitet sind die betroffenen Geräte vor allem in Deutschland. Der Finanzdienstleisters Concardis erklärte laut Heise, man wolle helfen, wo man könne – etwa durch den Austausch defekter Terminals.

Probleme bei der Kartenzahlung: Was kann ich tun und welche Ketten sind betroffen? Aldi meldet Probleme

Klar sagen, wer von der Störung alles betroffen ist, lässt sich nicht. Unter den großen Discounter und Supermarktketten hatte etwa Aldi Nord am Mittwoch von Problemen bei der Kartenzahlung in einigen Filialen berichtet. Doch nicht nur Aldi, wo in einigen Filialen derzeit Nudeln und Reis rationiert werden, ist betroffen, auch Edeka und die Drogerie-Kette Rossmann melden Störungen. Keine Probleme gibt es indes bei vielen der anderen großen Supermarktketten: Aldi Süd, die Rewe-Gruppe (Rewe, Penny, Toom Baumarkt) und Lidl sind offenbar nicht betroffen.

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Die Möglichkeiten für Verbraucher, das Problem zu handhaben, sind so naheliegend, wie einfach: Der Umstieg auf Bargeld für einen gewissen Zeitraum ist ratsam, wenn man etwa bei einer der bekanntermaßen betroffenen Ketten einkaufen möchte. Durch die Tatsache, dass es sich nicht um ein flächendeckendes Problem handelt, besteht zudem immer die Möglichkeit, vorübergehend auf andere Anbieter, die nicht betroffen sind, auszuweichen.

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