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Omikron oder Erkältung? Auch bei minimalen Symptomen sofort testen

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Von: Christian Einfeldt

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Ihre Omikron-Infektion würden die Betroffenen „gar nicht als solche wahrnehmen“, sagt eine Ärztin – darum ist ein Corona-Test auch bei leichten Symptomen wichtig.

Hamburg – Die Omikron-Variante breitet sich rasant aus: Bremens Corona-Inzidenz erreicht innerhalb weniger Tage einen Wert von über 1100* – und auch in Hamburg ist die Virus-Variante allgegenwärtig. Fast jede Corona-Infektion in Hamburg sei mittlerweile auf die Omikron-Variante zurückzuführen. Ein Omikron-Schock in Hamburg, der mittlerweile 90 Prozent aller Infektionen ausmacht. Problematisch sei, dass viele gar nicht davon ausgehen, dass sie infiziert sind, sagt eine Ärztin und erklärt, warum es so wichtig, sich auch bei minimalen Symptomen testen zu lassen.

Virus:Coronavirus
Krankheitserreger:SARS-CoV-2
Vorkommen:Weltweit
Erster bekannter Fall:1. Dezember 2021

Omikron: „Gefahr, dass viele Menschen ihre Corona-Infektion gar nicht als solche wahrnehmen“

Leichte Symptome wie Husten oder Halsschmerzen hätte man in corona-freien Wintermonaten wohl eher ignoriert. Dass man im Januar 2022 selbst die kleinsten Beschwerden ernst nimmt, ist jedoch wichtiger denn je. Kontrollen, die eine Einhaltung der 3G-Regel bei der Arbeit und im HVV prüfen oder die Kampagne der Booster-Impfung, in Hamburg etwa in 20 neuen Impfzentren – auch ohne Termin – durchgeführt, leisten bereits ihren Beitrag.

Man möchte das Infektionsgeschehen in den Griff kriegen. Doch neben Corona-Demos, die in Hamburg über 13.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Straßen schicken, ist aktuell insbesondere die schnelle Ausbreitung der Omikron-Variante besorgniserregend. Die Hamburger Gesundheitsbehörde geht wegen der schnellen Ansteckung sogar davon aus, dass die offiziellen Zahlen niedriger angegeben sind als die realen. Auch die Vorsitzende des Ärzteverbandes „Marburger Bund“ weiß um die Gefährlichkeit.

Eine Frau ist erkältet
Vorsitzende des Ärzteverbandes „Marburger Bund“ in Bezug auf Omikron: „Gefahr, dass viele Menschen ihre Corona-Infektion gar nicht als solche wahrnehmen“. (Symbolbild) © imago

Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Susanne Johna: „Es besteht die Gefahr, dass viele Menschen ihre Corona-Infektion gar nicht als solche wahrnehmen und lediglich von einer Erkältung ausgehen“. Eine potenzielle Corona-Infektion sei also nur schwer von einer Erkältung oder Grippe zu unterscheiden – und macht damit die Durchführung eines Tests wichtiger denn je.

Omikron, Delta, Erkältung oder Grippe: Viele Symptome überschneiden sich

Die Symptome einer Corona-Infektion sind divers. Wie stark und in welcher Form Beschwerden auftreten, kann von Fall zu Fall unterscheiden und kann nicht zuletzt je nach körperlicher Verfassung variieren. Klar ist jedoch: Egal ob Gliederschmerzen, Fieber oder etwa Müdigkeit – manche Symptome einer Corona-Infektion und einer Grippe können übereinstimmen. Nach Informationen vom Merkur zählen zum potenziellen Krankheitsbild einer Corona-Infektion etwa Gliederschmerzen, Halsschmerzen oder Husten – Beschwerden, die einer Omikron- oder Delta-Infektion genauso zuzuschreiben wären wie etwa einer Grippe oder Erkältung.

Symptome

Omikron: Halsschmerzen, Müdigkeit, Fieber, Husten, Schnupfen, Niesen, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit

Delta: Kopfschmerzen, Fieber, Geruchs- und Geschmacksverlust, Halsschmerzen, Husten, Schnupfen, Niesen, Müdigkeit, Gliederschmerzen

Erkältung: Halsschmerzen, Schnupfen, Niesen, Kopfschmerzen, Fieber, Gliederschmerzen, Husten, Müdigkeit

Grippe: Husten, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Husten, Schnupfen, Fieber, Gliederschmerzen, Müdigkeit

Natürlich gibt es auch Unterschiede zwischen den vier Erkrankungen. Zwischen einer Delta- und Omikron-Variante fällt etwa Folgendes auf: „Geruchs- und Geschmacksstörungen treten bei einer Omikron-Infektion gar nicht mehr auf, aber dies wissen viele Infizierte nicht“, so Johna. Der Vergleich der jeweiligen Symptome macht darüber hinaus deutlich, dass neben dem Geruchs- und Geschmacksverlust außerdem eine Appetitlosigkeit nicht mit allen der vier Erkrankungen einhergeht. Liegt bei leichten Beschwerden nun also eine Erkältung, Grippe oder jetzt doch eine Corona-Infektion in Form von Omikron oder Delta vor?

„Wer einen Schnupfen hat, hustet oder sich unwohl fühlt, sollte sich vorsorglich testen und isolieren“, sagt Susanne Johna. Einen Tag später empfiehlt die Ärztin einen weiteren Antigentest. Will man auf Nummer sicher gehen, sollte man jedoch einen PCR-Test zurate ziehen. Dieser sollte bei den nächsten Halsschmerzen jegliche Zweifel ausräumen – zum Wohle der Angehörigen, wie die Vorsitzende des Ärzteverbandes betont. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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