Überblick zum neuen Monat

Corona-Tests, Bußgeldkatalog, Stalking-Gesetz: Das ändert sich alles im Oktober

  • Natalie-Margaux Rahimi
    VonNatalie-Margaux Rahimi
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Im Oktober ändert sich für die Menschen wieder vieles. Wir stellen die Uhren zurück, Coronatests werden kostenpflichtig und mehr. Wichtige Neuerungen im Überblick.

Hamburg – Der Herbst ist da und das Jahr neigt sich schon langsam aber sicher dem Ende zu. Doch im Oktober stehen erst einmal wieder zahlreiche Änderungen für die Menschen in Hamburg und dem Rest von Deutschland an. Bei all den neuen Beschlüssen, Corona-Verordnungen und Gesetzen kann man schnell den Überblick verlieren. 24hamburg.de hat deshalb für Sie die wichtigsten Änderungen kompakt zusammengefasst.

Änderungen im Oktober: Corona-Tests werden kostenpflichtig – Lohnfortzahlung für Ungeimpfte bei Quarantäne entfällt

Noch immer bestimmt die Corona-Pandemie große Teile unseres Alltags. Immer mehr Unternehmen und Freizeitbetriebe stellen auf 2G um, lassen also nur noch Geimpfte oder Genesene in ihre Einrichtungen. So auch der HSV, der ab seinem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf (16. Oktober) auf das 2G-Modell im Volksparkstadion umstellt. Umgeimpfte werden ab Oktober jedoch mit einer weiteren scharfen Maßnahme konfrontiert.

Von Corona-Tests bis Zeitumstellung: Das ändert sich im Oktober.

Ab 11. Oktober entfallen nämlich die kostenlosen Bürgertests in Deutschland – auch private Testzentren in Hamburg müssen dann schließen. Das bedeutet, dann Menschen können sich nicht mehr einmal wöchentlich kostenlos auf das Coronavirus testen lassen – die Tests werden kostenpflichtig. Ausnahmen gelten zunächst für Menschen, die sich nicht impfen lassen können und Kinder unter 18 Jahren. Wie tief die Bürger für einen Corona-Test dann in die Tasche greifen müssen, steht übrigens noch nicht fest. Wie die HNA berichtet, schätzen Experten die Kosten für einen Corona-Schnelltest aber auf 20 bis 25 Euro* – PCR-Tests auf 40 Euro.

Das ist aber noch immer nicht alles, auf das sich Ungeimpfte im Oktober einstellen müssen. Denn auch die Lohnfortzahlung während einer Corona-Quarantäne aufgrund eines Verdachtsfalles soll ausgesetzt werden. Wann genau diese Regelung in Kraft tritt, steht ebenfalls noch fest. Die Bundesländer sollen die Regelung in den nächsten Wochen umsetzen – als spätester Starttermin auf Bundesebene gilt der 1. November 2021.

Änderungen im Oktober: Preisvergleich an Tankstellen, neuer Bahn-Fahrplan, Gelber Krankenschein

Abseits von Corona werden im Oktober ebenfalls einige Neuerungen Inkrafttreten. So sind größere Tankstellen (ab sechs Mehrproduktzapfsäulen) ab Oktober beispielsweise verpflichtet, Plakate aufzuhängen, auf denen Autofahrer ablesen können, wie viel 100 Kilometer mit den einzelnen Antriebsstoffen durchschnittlich kosten. So soll für alternative Antriebe und Energieträger geworben werden.

Apropos Mobilität. Am 13. Oktober 2021 kommt der neue Bahnfahrplan. Wer plant, an Weihnachten mit der Bahn zu fahren, sollte sich diesen Termin im Kalender anstreichen, denn der neue Fahrplan gilt für Fahrten ab Mitte Dezember.

Eine weitere Neuerung im Oktober betrifft den Gelben Krankenschein. Wer sich krankschreiben lässt, bekommt ab Oktober keine Dreifachausführung der AU mehr ausgehändigt. Vielmehr übermitteln die Arztpraxen die Krankenscheine in digitaler Form direkt an die Krankenkassen. An ihre Arbeitgeber müssen Angestellte ihre AU aber weiterhin übergeben – diese Automatisierung ist erst für Mitte 2022 geplant.

Das ändert sich im Oktober: Zeitumstellung, Steuererklärung, Stalking-Gesetz & Social Media

Wie jedes Jahr steht auch in diesem Herbst die Zeitumstellung und damit eine der größten Änderungen im Oktober an. In der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober 2021 endet die Sommerzeit – dann stellen wir die Uhr um 3:00 Uhr um eine Stunde auf 2:00 Uhr zurück auf Winterzeit.

Am 31. Oktober 2021 endet außerdem die Frist für die Steuererklärung 2020. Menschen, die ihre Steuererklärung ohne die Hilfe eines Steuerberaters oder einer Steuerberaterin erledigen, müssen sie an diesem Tag beim zuständigen Finanzamt einreichen. Wer sich von einer Fachfrau oder einem Fachmann helfen lässt, hat noch bis 31. Mai 2022 Zeit.

Weitere Änderungen im Oktober betreffen das Stalking-Gesetz und das Gesetz gegen Hass im Netz. Ab 1. Oktober reicht es für eine Verurteilung von Stalking beispielsweise aus, wenn eine Person eine andere wiederholt belästigt und damit das Leben der anderen Person nicht unerheblich beeinflusst wird. Das Strafmaß wird von maximal drei auf bis zu fünf Jahre angehoben. Außerdem müssen soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram Nutzerinnen und Nutzern im Rahmen des Gegenvorstellungsverfahrens ab Oktober die Chance geben, sich außergerichtlich gegen die Sperrung von Inhalten wehren zu können.

Das ändert sich im Oktober: Weitere Neuerungen kompakt zusammengefasst

Das war aber längst nicht alles. So steigt beispielsweise der Mindestlohn für Gerüstbauerinnen und Gerüstbauer ab 1. Oktober von 12,20 Euro auf 12,55 die Stunde. Außerdem sinken die Inkassogebühren um etwa 20 Prozent – bei kleineren Forderungen bis zu 50 Euro sollen die Schuldnerinnen und Schuldner nicht mehr bezahlen müssen als den Ursprungsbetrag. In Hamburg eröffnet am 1. Oktober 2021 außerdem der erste 24-Stunden-Supermarkt der Stadt.

Im Anti-Doping-Gesetz wird eine Kronzeugenregelung integriert – diese ermöglicht Strafmilderung oder eine Strafbefreiung. Außerdem wird die Corona-Überbrückungshilfe zum 1. Oktober erneut verlängert. Ab Monatsbeginn gibt es zudem die Möglichkeit für Arztpraxen freiwillig elektronische Arzneimittelrezepte auszustellen. Dann haben Patienten die Möglichkeit ihre Rezepte auf dem Smartphone zu verwalten. Am 8. Oktober 2021 entscheidet der Bundesrat außerdem über einen neuen Bußgeldkatalog*, wie kreiszeitungs.de berichtet.

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Am 1. Oktober startet mit einem Jahr coronabedingter Verspätung auch die EXPO 2020 in Dubai*. Es ist die erste Weltausstellung in einem arabischsprachigen Land. Insgesamt sind 191 Länder auf der EXPO vertreten. Die Ausstellung steht unter dem Motto „Connecting Minds, Creating the Future“. Eines der Highlights werden sicher die über 100 Roboter sein, mit denen Besucher auf dem EXPO-Gelände interagieren können. *24hamburg.de, Merkur.de, kreiszeitung.de und hna.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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