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Nosferatu-Spinne breitet sich in Deutschland aus – auch in Hamburg gesichtet

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Von: Robin Dittrich

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Die Nosferatu-Spinne breitet sich deutschlandweit aus – auch in Hamburg soll sie mehrfach gesichtet worden sein. Wie gefährlich ist ein Biss der Spinne?

Hamburg – Von in Deutschland normalerweise unbekannten Zeckenarten, über Mücken bis hin zu Spinnen. Deutschlandweit, auch in Hamburg, breitet sich immer mehr Getier aus, das für Menschen teilweise eine Gefahr darstellt. Neuster Vertreter ist die Nosferatu-Spinne, die jetzt auch in Hamburg gesichtet wurde. Das Wichtigste vorweg: Ihr Biss ist für den Menschen in der Regel ungefährlich.

Tier:Nosferatu-Spinne
Familie:Kräuseljagdspinnen
Größe:Bis zu zwei Centimetern
Eigentlicher Lebensraum:Westliche Mittelmeer-Regionen

Die Nosferatu-Spinne breitet sich in Deutschland aus – auch Hamburg betroffen

Menschen, die Max Schreck als Nosferatu im gleichnamigen Film aus dem Jahr 1922 bei Release gesehen haben, dürften heutzutage sehr rar sein. Bis heute gilt die Dracula-Verfilmung als Horror-Meisterwerk und eines der ersten seiner Art. Der gruselige Hauptcharakter sorgt dafür, dass die nach ihm bekannte Nosferatu-Spinne erst einmal für Schrecken sorgt. Die Spinnenart breitet sich aktuell immer weiter in Deutschland aus, auch in Hamburg wurde sie mehrfach gesichtet – wie auch die Hyalomma-Zecke, die immer häufiger gesichtet wird.

Die Nosferatu-Spinne breitet sich in Hamburg aus – ihr Biss kann durchaus schmerzhaft werden.
Die Nosferatu-Spinne breitet sich in Hamburg aus – ihr Biss kann durchaus schmerzhaft werden. © Robert Pfeifle/dpa/Imago (Montage)

Menschen in Deutschland können jedoch beruhigt sein: Die Nosferatu-Spinne ist ungefährlich. Normalerweise stammt sie aus dem Mittelmeerraum, ist mittlerweile jedoch vor allem im Westen Deutschlands daheim. Hierzulande hält sie sich oft in der Nähe von Häusern auf, im September bis zum November liegt zudem ihre Hauptpaarungszeit. Ihren Namen hat die Nosferatu-Spinne ihrem Rücken zu verdanken. Dort ziert sich eine Zeichnung, die mit ein wenig Fantasie an die Nosferatu-Figur erinnert. Oft verwechselt wird sie mit der Wolfsspinne oder auch der großen Hauswinkelspinne.

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Nosferatu-Spinne kann Menschen beißen – Biss wie ein Bienen- oder Wespenstich

Obwohl die Nosferatu-Spinne grundsätzlich ungefährlich ist, kann ihr Biss durchaus schmerzhaft werden. Ihre Beißwerkzeuge können die menschliche Haut durchdringen, wie der Naturschutzbund (Nabu) mitteilte. Der Biss ist mit einem Bienen- oder Wespenstich zu vergleichen. Aufpassen sollten insbesondere Allergiker – zu einem Biss kommt es normalerweise aber nur, wenn sich die Spinne bedroht fühlt, wie Frederik Eggers, Teamleiter Natur- und Umweltschutz beim Nabu mitteilte. Die Spinne deshalb lieber nicht mit der bloßen Hand entfernen.

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Seit dem Jahr 2005 befindet sich die Nosferatu-Spinne jetzt schon in Deutschland: „Bei den ersten in Deutschland gefundenen Nosferatu-Spinnen handelt es sich vermutlich um Urlaubsmitbringsel, die sich dann im Schutz der Häuser vermehrt haben“, sagte Eggers. Vor allem die milden Winter sorgten für eine Ausbreitung der Spinnen in Deutschland. Eine Besonderheit der Nosferatu-Spinne: Sie baut keine Netze, sondern wartet und überwältigt ihre Beute – obwohl sie zu den Webspinnen gehört. Angst müssen Menschen in Deutschland nicht haben, unangenehm kann die knapp zwei Zentimeter große Spinne jedoch durchaus werden.

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