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Nicht nur Kindergeld wird 2023 erhöht – auch der Unterhalt für Kinder steigt

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Von: Robin Dittrich

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Durch die Erhöhung des Kindergelds können viele Familien aufatmen. Auch die Sätze des Unterhalts für Kinder steigen im Jahr 2023 deutlich an. Eine Übersicht.

Update vom 2. Januar 2023: 2023 gibt es mehr Kindergeld. Was viele nicht wissen: Mit einem Wechsel der Steuerklasse können Eltern noch vor der Geburt des Kindes das Elterngeld eigenständig anheben – mehrere tausend Euro sind möglich.

Erstmeldung vom 28. Dezember 2022: Hamburg – Als Richtlinie zur Berechnung des Unterhalts für Kinder wird die „Düsseldorfer Tabelle“ genutzt. Dort wird das Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen sowie das Alter der Unterhaltsberechtigten betrachtet – daraus ergibt sich der Satz für den Unterhalt. Im Jahr 2023 steigen die Sätze des Unterhalts für Kinder teils deutlich an – so wie auch das Kindergeld.

Thema:Unterhalt für Kinder
Berechnung durch:Düsseldorfer Tabelle
Nächste Erhöhung:1. Januar 2023
Beträge bis:1256 Euro

Unterhalt für Kinder wird ab 1. Januar 2023 erhöht – auch das Kindergeld steigt

Neben der Erhöhung des Kindergeldes im Jahr 2023, wird auch der Kindesunterhalt angepasst. Nach Ansicht des Bundesministeriums der Justiz handelt es sich beim Kindesunterhalt um den wichtigsten Fall des Verwandtenunterhalts. Unterhalt muss nach einer Trennung der Eltern in der Regel von dem Teil gezahlt werden, bei dem das Kind nicht wohnt. Damit Kinder einen Anspruch auf Unterhalt haben, müssen sie als bedürftig gelten. Bedürftig ist, wer seinen Bedarf aus zumutbarer Arbeit, aus Vermögenseinkünften, aus der zumutbaren Verwertung seines Vermögens oder aus sonstigen Einkünften nicht selbst angemessen decken kann.

Wie auch das Kindergeld, steigen 2023 die Beträge der Unterhaltszahlungen an Kinder.
Wie auch das Kindergeld steigen 2023 die Beträge der Unterhaltszahlungen an Kinder. © Imago

Da Kinder oftmals nur über wenig oder keine Einnahmen verfügen, trifft dieser Punkt zumeist zu. Auf der anderen Seite muss nur durch Personen Unterhalt gezahlt werden, wenn sie leistungsfähig sind – wenn der eigene Unterhalt also trotzdem gezahlt werden kann. Der zu zahlende Betrag des Unterhaltspflichtigen an ein Kind setzt sich dann aus dem Nettoeinkommen des Elternteils und dem Alter des Kindes zusammen. Diese Beträge werden im Jahr 2023 teils deutlich erhöht, das veröffentlichte das Oberlandesgericht Düsseldorf jetzt in ihrer „Düsseldorfer Tabelle“. Das 2023 erhöhte Kindergeld wird ab dem 4. Januar ausgezahlt.

So stark steigen die Beiträge für Kindesunterhalt – die Übersicht

Bei einem Nettoeinkommen des kindergeldzahlenden Elternteils von bis zu 1900 Euro und einem Alter des Kindes zwischen null und fünf Jahren, erhöht sich der Betrag für Kindergeld um 41 Euro auf 437 Euro. Sechs bis elfjährige Kinder erhalten in derselben Einkommensklasse 502 statt 455 Euro. Für Kinder über 18 steigt der Unterhaltssatz sogar um 59 Euro – sie erhalten ab dem Jahr 2023 628 Euro. Alle neuen Sätze des Kindesunterhalts für das Jahr 2023 finden Sie in der Tabelle:

Nettoeinkommen0-5 Jahre6-11 Jahre12-17 JahreAb 18 JahrenEigenbedarf
bis 1.9004375025886281.120/1.370
1.901 – 2.300459\t5286186601650
2.301 – 2.7004815536476911750
2.701 – 3.1005035786777231850
3.101 – 3.5005256037067541950
3.501 – 3.9005606437538042050
3.901 – 4.3005956838008552150
4.301 – 4.7006307238479052250
4.701 – 5.1006657648949552350
5.101 – 5.50070080494110052450
5.501 – 6.20073584498810562750
6.201 – 7.000770884103511063150
7.001 – 8.000805924108211563650
8.001 – 9.500840964112912064250
9.501 – 11.0008741004117612564950

Bei dem in der Tabelle aufgeführten Betrag handelt es sich nicht zwangsläufig um den tatsächlich gezahlten Unterhalt. Zunächst wird der Betrag um fünf Prozent gekürzt, um Arbeitsmittel sowie verschiedene Kosten des zahlenden Elternteils auszugleichen. Unabhängig von der Berechnung der Kindergeldbeiträge ist, wie viel das Elternteil verdient, bei dem das Kind lebt. Es ist lediglich das Einkommen des Unterhaltspflichtigen entscheidend. Doch was passiert, wenn der Unterhaltspflichtige an mehrere Personen Unterhalt zahlen muss?

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Kinder haben bei Unterhaltszahlungen vor aktuellen oder ehemaligen Ehepartnern Vorrang. Kann der Unterhaltspflichtige nur Unterhalt für eine Partei aufbringen, ohne seinen Selbsterhalt zu gefährden, erhält nur die eine Partei Geld. Der in der Tabelle aufgeführte Eigenbedarf soll den eigenen Selbsterhalt gewährleisten. Wird dieser Betrag nach Abzug des Unterhalts vom Nettoeinkommen unterschritten, kann die Unterhaltszahlung gemindert werden.

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