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Neue Studie zu Omikron: 80 Prozent geringeres Risiko für Krankenhausaufenthalt

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Die rasche Ausbreitung von Omikron sorgt weltweit gerade für härtere Corona-Maßnahmen. Eine neue Studie zeigt nun, wie gefährlich die Variante wirklich ist.

Hamburg – Omikron verbreitet sich schnell. Offenbar schneller als die bisher vorherrschende Delta-Variante des Coronavirus. Virologen gehen von einer Verdopplung etwa alle drei Tage aus, weshalb der Anteil von Omikron in Hamburg bereits auf 30-40 Prozent geschätzt wird. Die Politik wird daher die Corona-Regeln nach Weihnachten noch einmal verschärfen. Aber wie gefährlich ist Omikron? Eine neue Studie gibt nun Aufschluss darüber, wie schlimm die Krankheitsverläufe bisher wirklich sind.

Krankheit:Covid-19
Krankheitserreger:SARS-Cov-2
Vorkommen:Weltweit
Variante:Omikron

Neue Corona-Studie zu Omikron: 80 Prozent geringere Chance für Krankenhausaufenthalt

Sie gilt als hochansteckend und ist verantwortlich für strenge Corona-Maßnahmen zum Jahresende. Aber ist sie auch gefährlich und führt zu schweren Corona-Verläufen? Darüber wurde bisher nur gemutmaßt. Aus ersten Erkenntnissen ging hervor, dass Omikron-Fälle eher durch einen milden Corona-Verlauf gekennzeichnet sind. Allerdings warnten Wissenschaftler bisher noch vor der Aussagekraft der Daten. Nun gibt es eine neue Studie aus Südafrika.

Blutentnahmeröhrchen mit Aufschrift Omicron variant.
Neue Studie zu Omikron: 80 Prozent geringeres Risiko für Krankenhausaufenthalt. © CHRISTIAN OHDE/imago

Die Studie mit Daten von Anfang bis Ende November bestätigt die ersten Erkenntnisse, der milderen Verläufe. Laut Cheryl Cohen von Südafrikas Nationalem Institut für übertragbare Krankheiten, ergibt die Auswertung der Daten eine etwa 80 Prozent geringere Chance zur Behandlung der Corona-Infektion in ein Krankenhaus zu müssen. „Die sehr ermutigenden Daten deuten stark auf eine geringere Schwere der Omikron-Infektionswelle hin“, sagte sie. Das berichtet unter anderem das Redaktionsnetzwerk Deutschland RND.

Omikron: Studie zeigt mildere Verläufe als bei Delta – Experten vorsichtig

Zudem hätten geimpfte Omikron-Infizierte darüber hinaus eine 70-prozentige Chance, nicht auf die Intensivstation zu müssen, heißt es weiter. Für Cheryl Cohen jedoch noch kein Grund zur Entwarnung. Es handele sich weiter um frühe Daten und es seien weitere nötig, um sichere Aussagen über die Schwere von Omikron geben zu können. Dennoch zeige die Situation, auch in Südafrikas Krankenhäusern, dass Omikron milder zu sein scheint als Delta.

Die Zahl der Krankenhauseinweisungen liegt laut der Studie nämlich deutlich unter denen der vorausgegangenen Infektionswellen mit Varianten wie der Delta-Variante. Auch die Zahl der Tage im Krankenhaus sank laut Studie im Schnitt um drei bis vier Tage.

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Experten bleiben bei der Bewertung der Studienergebnisse weiter vorsichtig. „Aktuell erscheinen mir die Daten zur Krankheitsschwere von Omikron noch etwas zu dünn, um daraus allgemeingültige Aussagen zu treffen“, sagte exemplarisch die Virologin Isabella Eckerle von der Genfer Universität dem Science Media Center (SMC). 

Es wird also noch Wochen, wenn nicht Monate dauern, bis wir tatsächlich wissen, ob die Fälle bei Omikron milder sind und ob in Anbetracht dessen dann vielleicht strengere Maßnahmen zurückgenommen werden können. Weil sich die Variante aber auch hierzulande rasend schnell ausbreitet, dürften auch in Deutschland bald erste Erkenntnisse zur Schwere der Verläufe vorliegen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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