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Neue Gesetze 2022: Das ändert sich in unserem Alltag

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Im Jahr 2022 wird es viele neue Gesetze geben, deren Auswirkungen wir in unserem Alltag spüren werden. Vom Plastiktüten-Verbot bis zum Verbot von Tattoo-Farben.

Hamburg – Nicht nur Corona wird uns auch 2022 begleiten und massive Auswirkungen auf unseren Alltag haben. Auch neue Gesetze ganz abseits der Pandemie werden unser Leben nachhaltig verändern. Zum Beispiel steigt ab 1. Januar 2021 der gesetzliche Mindestlohn auf 9,82 Euro. Weil man bei den ganzen Gesetzen aber schnell durcheinander kommen kann, hier 10 größere und kleine Neuerungen für 2022, die Sie unbedingt kennen sollten.

Jahr:2022
Erster Tag des Jahres:Samstag, 1. Januar 2021
Letzter Tag des Jahres:Samstag, 31. Januar 2021

Was ändert sich 2022?: Höheres Briefporto, keine Bahntickets beim Schaffner, Teures Benzin

Die Deutsche Post wird zum 1. Januar 2022 das Porto erhöhen. Ein Standardbrief kostet statt bisher 80 Cent dann 85 Cent. Für eine Postkarte müssen statt bisher 60 Cent dann 70 Cent berappelt werden. Die neuen Preise sollen bis 2024 gelten.

Wer in die Züge der Deutschen Bahn einsteigt und kein Ticket dabei hat, der konnte bisher noch beim Schaffner eine Bahnfahrkarte erwerben. Doch damit ist 2022 Schluss. Bis zehn Minuten nach Einstieg, kann ein Ticket über die Deutsche Bahn-App gekauft werden, ansonsten gelten Fahrgäste ohne Fahrkarte als Schwarzfahrer. Und das kann richtig teuer werden. Die Strafe liegt bei mindestens 60 Euro und dem doppelten des regulären Fahrkartenpreises.

Das Benzin wird auch 2022 noch einmal teurer. Gerade erst waren die Preise an der Zapfsäule wieder ein wenig gesunken, da dürfte es erneut teurer werden. Zum 1. Januar 2022 steigt nämlich der CO2-Preis für Benzin und Diesel um 1,5 Cent pro Liter – von 7 auf 8,5 beziehungsweise von 8 auf 9,5 Cent.

Zwei Personen laufen an einer großen 2022 vorbei.
Änderungen 2022: Das ändert sich im neuen Jahr in unserem Alltag. © Thanassis Stavrakis/dpa

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So ändert sich unser Alltag 2022: Pfandflaschen und Plastiktüten-Verbot

Für manche eine große Änderung im Alltag: Ab Januar 2022 sind die herkömmlichen Plastiktüten im Supermarkt endgültig Geschichte. Viele Supermärkte und Discounter hatten ohnehin schon auf Papiertüten umgestellt. Weiterhin erlaubt sind lediglich die dünnen Tüten für loses Obst und Gemüse, sowie Tüten, die für den Mehrfachgebrauch bestimmt sind.

Und noch etwas zum Thema Plastik. Ab 1. Januar 2021 wird es mehr Pfandflaschen geben. Denn dann gilt die Pfandpflicht für alle Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff. Betroffen sind dann anders als bisher auch Flaschen von Säften, Smoothies und alkoholischen Mischgetränken. Für diese Flaschen wird dann ähnlich wie bei Plastik-Bier oder Mineralwasser ein Pfand von 25 Cent fällig.

Änderungen 2022: Tabaksteuer, Verbot von Tattoo-Farben und Rückgabe von Elektrogeräten

2022 soll die Rückgabe von defekten oder beschädigten Elektrogeräten erleichtert werden. Wer sich von einem Gerät trennen will, soll diese spätestens ab Juli 2022 auch im Supermarkt oder Discounter abgeben können, der größer ist als 800 Quadratmeter. Alte Handys oder elektrische Zahnbürsten sollen so weniger im Hausmüll entsorgt werden.

Eine große Änderung steht 2022 auch für Raucher von E-Zigaretten an. Denn ab 1. Juli 2022 wird auch für E-Zigaretten eine Tabaksteuer erhoben – unabhängig davon, ob sie Nikotin enthält oder nicht. Auf 10 Milliliter Liquid für etwa 5 Euro kommen dann noch einmal 1,60 Euro Steuern oben drauf. Aber auch für herkömmliche Zigaretten steigt die Steuer um etwa zehn Cent an.

Die nächste große Änderung 2022 betrifft Menschen die auf Tattoos stehen oder vorhatten sich in Zukunft eins stechen zu lassen. Denn ab 4. Januar 2022 gelten in der EU strengere Regeln für Tattoo-Farben. Für über 4000 Chemikalien gelten dann Grenzwerte, die aktuell nicht von jedem Hersteller eingehalten werden. 2023 werden die Pigmente Blau 15:3 und Grün 7 komplett verboten.

Was ändert sich 2022? E-Auto-Prämie und Kündigungsbutton im Internet

Verträge, die Verbraucher im Internet abschließen, sollen ab 2022 leichter zu kündigen sein. So müssen die Vertragspartner ab 1. Juli 2022 auf ihrer Webseite einen Kündigungsbutton einpflegen, über den Verträge ganz einfach gekündigt werden können. Auch bei den Kündigungsfristen von Verträgen ändert sich etwas. Ab 1. März 2022 beträgt die Kündigungsfrist nur noch einen statt drei Monate. Außerdem können Verbraucher jederzeit nach Mindestvertragslaufzeit monatlich kündigen – die Verträge verlängern sich nicht mehr automatisch um ein Jahr.

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Die Menschen sollen weiterhin auf E-Autos umsteigen. Deshalb werden die staatlichen Zuschüsse für Elektroautos* über 2021 hinaus verlängert. Die Innovationsprämie von bis zu 3000 Euro gibt es bis Ende 2022, den zusätzlichen Umweltbonus von bis zu 6000 Euro soll es sogar noch länger geben. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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