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Neue Corona-Studie aus Israel nimmt Hoffnung: Vierte Impfung scheint nutzlos

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Während sich in Deutschland viele um ihre Drittimpfung bemühen, lassen sich Menschen in Israel schon zum viertel Mal gegen Corona impfen. Doch der Nutzen scheint gering.

Hamburg – Deutschland impft aktuell auf Hochtouren. Während einige sich zum ersten Mal impfen lassen, finden hierzulande aktuell vermehrt Zweit- und Drittimpfungen statt. Der Booster-Impfung kommt insbesondere seit der raschen Ausbreitung von Omikron immer größere Bedeutung zu. Israel ist Deutschland da schon ein ganzes Stück voraus. Denn das Land am Mittelmeer impft seine Bevölkerung inzwischen schon zum vierten Mal gegen Corona. Neuste Daten zeigen, wie wirksam die vierte Spritze ist.

Land:Israel
Mindestens einmal geimpft (5. Januar):6,6 Millionen (70,9 Prozent)
Vollständig geimpft (5. Januar):5,9 Millionen (63,9 Prozent)
Verimpfte Dosen je 1000 Einwohner (5. Januar):1.940

Vierte Corona-Impfung: Israelische Studie zeigt – Antikörper nach zweitem Booster verfünffacht

Derzeit werden in Israel über 60-Jährige zum vierten Mal gegen das Coronavirus geimpft. Damit bekommt der ältere Teil der Bevölkerung also schon den zweiten Booster. Neuste Daten, die in einer Studie gesammelt werden, zeigen laut Ministerpräsident Naftali Bennet positive Ergebnisse zur Schutzwirkung.

Coronavirus - Israel - Biontech/Pfizer-Impfstoff
Corona-Studie aus Israel: So gut wirkt die vierte Impfung wirklich. © Tsafrir Abayov/dpa

So habe die vierte Dosis mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer die Zahl der Antikörper gegen die neue Corona-Variante Omikron binnen einer Woche verfünffacht. Das Ergebnis der Studie hatte Israels Ministerpräsident Bennet am Dienstag, 4. Januar 2022, bei einem Besuch des Schiba-Krankenhauses nahe Tel Aviv gemeinsam mit der Studienleiterin Gili Regev offiziell vorgestellt.

Israel Studie zum zweiten Booster: „Die vierte Impfung ist sicher und effektiv“, aber „nicht genug“

Der Ministerpräsident betonte, dass Israel auch weiterhin an der Spitze der Corona-Forschung bleibe und Daten sammle, um der Welt in der Bekämpfung der Pandemie zu helfen. „Die vierte Impfung ist sicher und effektiv“, sagte Bennet zu den Ergebnissen der neusten Corona-Studie. Die Nebenwirkungen würden wie nach der dritten Impfung verlaufen, so das Ergebnis der Studie.

Die Studienleiterin zeigte sich angesichts der Ergebnisse der Studie zur vierten Corona-Impfung allerdings wenig beeindruckt. Der beobachtete Anstieg der Antikörper sei, „gut, aber nicht genug“, erklärte Gili Regev. Der Impfschutz sei nach dem vierten Piecks derselbe wie kurz nach der dritten Impfung. Es könne nicht der Anspruch sein, alle vier Monate erneut impfen zu müssen, so die Studienleiterin. Deshalb brauche es mehr Daten.

Laut zdf.de lässt eine erhöhte Anzahl der Antikörper nicht auch zwangsweise darauf schließen, dass sich der tatsächliche Schutz vor einer Corona-Infektion erhöht hat. Derzeit haben in Israel circa 20.000 Menschen bereits eine vierte Impfdosis erhalten. Über 100.000 einen Impftermin vereinbart, so der Ministerpräsident.

Vierte Impfung auch schon in Hamburg gestartet

Diese Info kommt in Anbetracht der ohnehin schon knappen Impfstoff-Vorräte in der Hansestadt für einige vielleicht etwas überraschend, aber auch in Hamburg wird bereits zum vierten Mal gegen Corona geimpft. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, werden in Hamburg derzeit niedergelassene Ärzte, Krankenhausärzte und Pflegekräfte bereits zum zweiten Mal geboostert. Das israelitische Krankenhaus habe dies gegenüber dem Abendblatt bestätigt, heißt es in dem Bericht. Allerdings sei das Impfangebot freiwillig.

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Verimpft werde der Impfstoff von Moderna, da dieser anders als Biontech ausreichend zur Verfügung stehe und nachbestellt werden könne. Aktuell gibt es von der Ständigen Impfkommission (Stiko) noch keine Empfehlung für eine vierte Corona-Impfung. Allerdings scheint, so zahlreiche Aussagen von Experten, auch hierzulande alles auf eine vierte Impfung gegen das Coronavirus hinauszulaufen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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