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Neue Corona-Mutationen in New Yorker Abwasser entdeckt – was bisher bekannt ist

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Wissenschaftler haben im New Yorker Abwasser neue Coronavirus-Varianten entdeckt, die bisher noch unentdeckt waren. Was ist über die Mutationen bereits bekannt?

Hamburg/New York – Gerade kämpft Deutschland noch gegen die Omikron-Variante des Coronavirus, da wurden nach der Entdeckung des Omikron-Subtyp B.A. 2 auch schon die nächsten neuen Mutationen entdeckt. Gefunden wurden die Virusvarianten von Forschern der City University of New York, die seit mehr als einem Jahr das Abwasser der Metropole auf neue Mutationen des Coronavirus untersuchen und überwachen. Auch Hamburg beteiligt sich an einem solchem Corona-Abwasser-Projekt im Umland. Der neuste Fund, von dem tagesschau.de zuerst berichtete, könnte möglicherweise resistent gegen Antikörper sein.

Virus:Coronavirus
Erkrankung:Covid-19
Krankheitserreger:SARS-CoV-2

Virusvarianten in New Yorker Abwasser entdeckt: „Wurde noch nirgends auf der ganzen Welt gesehen“

Das, was die New Yorker Forscher nun entdeckt haben, sorge bei dem Virologen John Donnehy und seinem Team für Beunruhigung. Wie tagesschau.de berichtet, sei das Team „auf Virus-Fragmente gestoßen, die eine einzigartige Konstellation von Mutationen aufweisen. Diese Struktur, die wir in dieser New-York-Variante gefunden haben, die wurde noch nirgends auf der ganzen Welt gesehen“.

Virus-Fragmente aus New Yorker Abwasser könnten resistent gegen Antikörper sein – durch Tiere übertragbar?

Doch nicht nur die Zusammensetzung der Mutation stellt eine Neuheit dar. Laut tagesschau.de könnte das Virus auch von einem anderen Lebewesen als dem Menschen übertragen worden sein. Donnehy sagte dazu: „Wir fanden im Abwasser natürlich Spuren von Tierarten, die Menschen gegessen haben: Kuh, Schwein, Huhn, Schaf, Lachs. Aber all diese Tiere leben nicht in New York City und können daher nicht Quelle sein. Anders Ratten, Katzen und Hunde“.

Der Blick auf die Stadt New York und drei Coronaviren unter dem Mikroskop.
Neue Virus-Varianten im New Yorker Abwasser gefunden. (24hamburg.de-Montage/Symbolbild) © Levine Roberts/imago & Everett Collection/imago

Noch konnten die Forscher den Ursprung der neuartigen Mutanten nicht finden. Deshalb sei aktuell noch nicht absehbar, welche Konsequenzen die Varianten für den Menschen haben könnten. Daher werde das Team der Quelle der Mutationen nun genauer nachgehen, heißt es in dem Bericht. Hunde und Katzen als Überträge schließe das Team aber aus, heißt es.

Unter den gefundenen Mutationen seien auch solche gewesen, die „Resistenzen gegen Antikörper oder bestimmte Impfstoffe entwickelt haben“, zitiert tagesschau.de Monica Trujillo, Mikrobiologin am Queensborough Community College.

Coronavirus-Varianten aus New York: Es besteht noch kein Grund zu Sorge

Doch auch wenn die im New Yorker Abwasser gefundenen Viruspartikel und Mutationen die Wissenschaftler vor einige Rätsel stellen, besteht derzeit noch kein Grund zur Sorge. Wie die Forscher deutlich machten, wissen sie zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, ob die gefundenen Partikel überhaupt infektiös sind. Auch ob sie potenziell gefährlich für den Menschen seien oder das Potenzial hätten, eine neue Pandemie-Welle in Gang zu bringen, sei derzeit noch völlig unklar.

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Bisher seien die gefundenen Mutationen noch bei keinem einzigen Covid-19-Patienten nachgewiesen worden, so ein Sprecher der Stadt gegenüber der New York Times. Wie merkur.de berichtet, teilen die in New York entdeckten Varianten jedoch einige mit der derzeit in Deutschland dominanten Omikron-Variante* und sollten auch deshalb in den kommenden Wochen genau beobachtet werden. Laut New York Times seien ähnliche Varianten übrigens bereits im Abwasser des US-Bundesstaats Kalifornien gefunden worden. *24hamburg.de und merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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