1. 24hamburg
  2. Verbraucher

Erdbeeren pflücken in der Metropolregion Hamburg: Diese Felder gibt es

Erstellt:

Von: Jakob Koch

Kommentare

Endlich darf an einigen Orten nahe Hamburg geerntet werden. Die meisten Felder öffnen für Selbstpflücker Anfang oder Mitte Juni 2022. Doch es wird teurer als sonst.

Hamburg – Die ersten Felder im Norden haben bereits für Selbstpflücker geöffnet. Aber auch dort, wo das selber ernten noch nicht möglich ist, können heimische Erdbeeren genossen werden. „Es ist genug gepflückte heimische Ware da, sodass alle Verbraucher hiesige Erdbeeren genießen können.“ Die Erdbeeren, die botanisch eigentlich keine Früchte sind, sondern zu den Nüssen gehören, haben dieses Jahr nach Angaben der Kammersprecherin durch die Sonne im März und April einen guten Geschmack und eine gute Qualität. Für Feinschmecker in und um Hamburg, wo derzeit Restaurants das Personal ausgeht, gibt es eine große Auswahl an Erdbeerfeldern, 24hamburg.de zeigt sie.

Erdbeer-Freilandfelder in Deutschland:14.480 Hektar (2020)
Erdbeer-Ernte auf Freilandfeldern in Deutschland:120.000 Tonnen (2020)
Erdbeer-Anbau z.B. im Gewächshaus in Deutschland:1.670 Hektar (2020)
Erdbeer-Ernte in Gewächshäusern in Deutschland:32.136 Tonnen (2020)

Erdbeeren selber pflücken: Die besten Felder in der Nähe 2022

Für Feinschmecker aus Hamburg ist der Weg nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein nicht weit – etwa nach Norderstedt, wo man Tatsachen schaffen will, die mehr Fluglärm nach Hamburg bringen. Die meisten Felder öffnen für Selbstpflücker Anfang oder Mitte Juni 2022. Ein Überblick über Erdbeerfelder in der Nähe von Hamburg (Auswahl):

Erdbeeren selber pflücken: Gute Ernten, höhere Preise in Schleswig-Holstein und Niedersachsen

Zum offiziellen Start der Erdbeersaison Anfang Mai hatte Kammerpräsidentin Ute Volquardsen gesagt, dass in Schleswig-Holstein mit einem guten Ertrag gerechnet werden kann. „Wenn alles glattläuft, produzieren wir in Schleswig-Holstein rund 12.000 Tonnen Erdbeeren.“ Aufgrund der gestiegenen Energiekosten, Löhne und Logistikkosten ist den Angaben zufolge mit rund 50 Cent höheren Preisen pro Pfund Erdbeeren zu rechnen.

Auch in Niedersachsen erwartet die Landwirtschaftskammer eine ertragreiche Erdbeersaison. In dem Bundesland hat die Erntezeit für die rote Frucht begonnen und erste Exemplare sind bereits in Supermärkten und an Straßenverkäufen erhältlich, wie die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen mitteilte. Die ersten Erdbeeren stammten aus Gewächshäusern und Folientunneln.

Norderstedt: Eine Mutter pflückt mit ihrem Sohn zu Saisonbeginn die ersten Erdbeeren auf einem Feld.
Erste Erdbeerfelder für Selbstpflücker haben bereits geöffnet – wie hier in Norderstedt nördlich von Hamburg. © Markus Scholz/dpa

Laut LWK mit Verweis auf das Landesamt für Statistik bauten im vergangenen Jahr 240 Betriebe in Niedersachsen auf 3280 Hektar Fläche Erdbeeren an. Bei dem Großteil der Fläche handelte es sich um Freilandanbau. Die meisten Erdbeerfelder liegen in Niedersachsen in der Weser-Ems-Region. Insgesamt wurden den Angaben nach 2021 rund 30.000 Tonnen Erdbeeren geerntet.

Erdbeerfelder nahe Hamburg: Schwierige Lage bei den Bauern – schwache Nachfrage erwartet

Der Verkauf von Erdbeeren ist in diesem Jahr für viele Bauern zu einem so schlechten Geschäft geworden, dass einige von ihnen auf die Ernte verzichten und die Felder häckseln. Die Kosten seien hoch und der Preis niedrig, daher lohne sich die Ernte mancherorts nicht, sagte Bernhard Rüb von der Landwirtschaftskammer NRW kürzlich.

Ein Grund für den Preisverfall ist das sonnige und relativ trockene Wetter der vergangenen Wochen: „Die Erdbeeren sind dadurch so gut gewachsen, dass der Ernteertrag sehr hoch ist - das Angebot ist groß, die Nachfrage aber niedrig“, sagte Rüb. Die schwache Nachfrage führt Branchenfachmann Rüb unter anderem auf die Auswirkungen der Inflation zurück: Der Alltag sei für die Menschen so teuer geworden, dass sie auf bestimmte Lebensmittel verzichten – etwa den Kauf von Erdbeeren. Weiterlesen auf kreiszeitung.de: Landwirt zerstört eigene Erdbeerfelder.

Auch interessant

Kommentare