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Milch, Eier, Sommerreifen – auch diese Produkte werden jetzt teurer

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Von: Christian Einfeldt

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Die Inflation macht Lebensmittel immer teurer: Jetzt trifft es auch Milch und Eier – Autoreifen sind ebenfalls von der aktuellen Preisentwicklung betroffen.

Hamburg – Die anhaltende Inflation trifft den Verbraucher und die Verbraucherin: Lebensmittel werden aufgrund des Ukraine-Kriegs knapp und teuer. Speiseöl wird auf Ebay bereits als „flüssiges Gold“ für mitunter 100 Euro* gehandelt, Butter kostet im Supermarkt mittlerweile mindestens zwei Euro und auch Milch sowie Eier werden jetzt zusehends teurer. Während pro Liter Milch schon bald über einen Euro fällig werden, müssen auch Reifenhändler die Preise anziehen. Informationen der „Deutschen Presse-Agentur“ (dpa) zufolge, sind die Preise für Sommerreifen im Vergleich zum Frühling 2021 um mehr als 15 Prozent gestiegen.

Branche:Lebensmittelwirtschaft
Beschäftigte:5,45 Millionen
Betriebe:652.000
Produkte:170.000

Milch, Eier, Reifen werden teurer: Experte ist fassungslos – „Ausmaß habe ich noch nicht erlebt“

Eckhard Heuser, Geschäftsführer des Milchindustrie-Verbands (MIV), kennt den Markt und seine Preise. Den Preisanstieg von Lebensmitteln wie Hefe und Mehl, der bereits bei Aldi, Edeka und Rewe zu Hamsterkäufen führt, betrachtet er entsprechend sorgenvoll. „Die Preise steigen in einem Ausmaß, das habe ich noch nicht erlebt“, sagt Heuser gegenüber der „Mitteldeutschen Zeitung“. Er berichtet von einem Liter H-Milch, für den man inzwischen 0,98 Cent zahlen würde.

Sollte die Molkereiwirtschaft in den kommenden Wochen und Monaten höhere Kosten veranschlagen, sei dies wohl die folgerichtige Konsequenz. Der MIV-Geschäftsführer skizziert eine Entwicklung, die ein Liter Milch teurer als einen Euro mache. Die Produktionskosten, die weiter steigen, würden sich in vielerlei landwirtschaftlichen Prozessen bemerkbar machen. Dünger wird teurer, genauso wie Kraftstoff und Nahrung – so also auch bald der Preis für Milch im Supermarkt.

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„Milch wird richtig knapp“: Drohen an Ostern leere Eier-Regale im Supermarkt?

Eckhard Heuser spricht jedoch noch von einem weiteren Faktor, der die Molkerei derzeit heimsucht: „Die Milch wird richtig knapp“, sagt er gegenüber der „Mitteldeutschen Zeitung“. Infolgedessen gehe Heuser „davon aus, dass der Preis weiter steigt“. Bereits jetzt zahlen Deutschlands Molkereien 48 Cent pro Liter – zuvor waren es hingegen 43 Cent je Liter Milch, die die Landwirtschaft erhalten hat. Der Trend des Preisanstiegs hält also an. Neben Mehl, Fleisch und Bier* wird bei Edeka, Aldi, Rewe und Co. jetzt aber nicht nur Milch teurer. Kurz vorm Osterfest 2022 heißt es, dass künftig auch die Preise für Eier ansteigen.

Die Sorge, dass die aktuelle Entwicklung bereits rund um Ostern für leere Regale sorgen könnte, ist jedoch unbegründet. Zu Ostern werden auch dieses Jahr die Supermärkte mit Eiern beliefert. Doch auch hier sind es nach Berichten des Hamburger Abendblatts Energie- und Futtermittelpreise, die einen teureren Supermarkt-Preis verantworten würden. Ein weiter Grund für den Preisanstieg liefert zudem das aktuelle Tierschutzgesetz, das die Tötung von männlichen Küken seit dem 1. Januar 2022 verbietet.

Mann steht vor dem Kühlregal in einem Supermarkt.
Die aktuelle Preisentwicklung bezieht sich nun auch auf Milch und Eier – auch Autoreifen werden teurer. (Symbolbild) © IMAGO / Martin Wagner

Neben Milch und Eier: Auch Autoreifen sind von Preisanstieg betroffen

Dass im Frühling 2022 nicht nur Lebensmittel teurer werden, zeigt der Preisanstieg für Autoreifen. Als Begründung nennt der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) die anfallenden Kosten für die Reifen-Herstellung und Transport-Kosten. Darüber hinaus berichtet die Industrie von Engpässen, die die benötigten Materialien betreffen und, unter anderem hervorgerufen durch den Ukraine-Krieg, weitere Preiserhöhungen ankündigen könnten. Sie sollen „teilweise im zweistelligen Bereich liegen“. *24hamburg.de, bw24.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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