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Maskenpflicht im Supermarkt: Ende der Corona-Regel ab 2. April möglich

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Von: Jakob Koch

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Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz hat der Bundestag auch Änderungen bei der Maskenpflicht bei Aldi, Lidl, Rewe oder Edeka und Corona-Regeln im Supermarkt beschlossen.

Hamburg – Deutschland macht sich locker, obwohl der angekündigte Freedom Day ausfällt. Dennoch fallen viele Beschränkungen. Am Freitag ließ der Bundesrat ein neues Gesetz passieren, das der Bundestag beschlossen hatte. In der Länderkammer kam es jedoch zu viel Kritik, da es nur noch deutlich weniger flächendeckende Corona-Regeln im Alltag ermöglicht. Was den einen ärgert, dürfte den anderen jedoch freuen: Die neue Rechtsgrundlage gilt seit Sonntag, 20. März 2022. Es bleiben den Bundesländern nur noch wenige Vorgaben zu Maskenpflicht und Corona-Tests. Auch im Supermarkt und Discounter.

Alle Bundesländer haben bereits verlauten lassen: Es bleibt alles so wie es ist! Zunächst zumindest. Hamburgs rot-grüner Senat z.B. will die bestehenden Corona-Regeln vorerst bis Anfang April verlängern, genauer gesagt bis zum 2. April. „Die Pandemie ist bei weitem noch nicht überwunden“, sagte ein Sprecher des Hamburger Senats vergangene Woche. Vor dem Hintergrund steigender Corona-Patienten in Klinken sei es immer gut, „einen Katalog an Möglichkeiten zu haben, um die Pandemie einzudämmen.“ Doch was bedeutet das für die Corona-Regeln wie der Maskenpflicht in Supermärkten und Discountern wie Aldi, Rewe, Edeka und Co.?

Gesetz:Infektionsschutzgesetz
Inkrafttreten der letzten Änderung:19. März 2022; (Art. 7 G vom 18. März 2022)
Art:Bundesgesetz
Inhalt:Organisation der meldepflichtigen Krankheiten in Deutschland

Corona-Regeln bei Aldi, Lidl, Edeka oder Rewe: Bald deutschlandweite Änderung im Supermarkt möglich

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechtfertigte die neuen Lockerungen im Bundestag und verwies darauf, dass die Länder bei regionalen Corona-Ausbrüchen weiter auch scharfe Beschränkungen erlassen können. Für regionale „Hotspots“ sind nämlich weitergehende Beschränkungen möglich, wenn das Landesparlament für diese eine besonders kritische Corona-Lage feststellt. Und auch Hamburg zog mit: Hier gelten einige neue Corona-Regeln in Hamburg schon seit Samstag.

Das neue Infektionsschutzgesetz sieht vor, dass bisherige Corona-Regeln bei Aldi, Lidl, Edeka oder Rewe – wie etwa die Maskenpflicht – fallen kann. Das macht zwar eine deutschlandweite Änderung im Supermarkt möglich, zunächst sollen die Bundesländer über ihre Landtage strengere Corona-Regeln erteilen: Theoretisch kann also jedes Bundesland auch nach dem 2. April für regionale sogenannte Hotspots weitergehende Beschränkungen erlassen, wenn der Landtag für diese eine besonders kritische Corona-Lage feststellt. Welches Bundesland das ganze Land nach dem 2. April zum Hotspot erklärt, ist aber noch unklar. Tschüss, Maskenpflicht im Supermarkt könnte es also frühestens nach dem 2. April heißen.

Zunächst einmal wurde das Ende der Maskenpflicht bei Aldi, Rewe, Edeka und Co. vertagt. Erst im April könnte es zu einer Neubewertung der Lage kommen.

Maske auf einem Einkaufswagen von Aldi.
Maskenpflicht bei Aldi: Wer beim Discounter einkaufen will, muss eine Maske aufsetzen. © Martin Wagner / Imago

Corona-Regeln fallen weg: Lockerungen in ganz Deutschland – aber noch nicht im Supermarkt oder Discounter

Zunächst einmal fallen nach mehreren Monaten in Deutschland erste bundesweite Corona-Schutzauflagen weg. Fürs Zugfahren mit der Deutschen Bahn werden von diesem Sonntag an keine 3G-Nachweise als Geimpfte, Genesene oder Getestete mehr benötigt, wie das Infektionsschutzgesetz nunmehr festlegt – das gilt auch für den in Hamburg ansässigen HVV. Die Maskenpflicht im öffentlichen Nah- und Fernverkehr gilt aber weiter.

Aufgehoben ist nun auch die gesetzliche Verpflichtung zu 3G-Zutrittsnachweisen am Arbeitsplatz. Künftig sollen die Unternehmen selbst die Gefährdungslage einschätzen und in betrieblichen Hygienekonzepten Schutzmaßnahmen festlegen können. In Supermärkten und Discountern gilt zwar zunächst eine Maskenpflicht, allerdings machen Aldi, Rewe, Edeka und Co. derzeit eher Hamsterkäufe zu schaffen. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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