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Nach Masern freiem Jahr in Hamburg: Zwei neue Fälle in 2021

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Glaubt man den Zahlen von 2020, wirkt es so als wären die Masern in Hamburg ausgerottet wurden. Doch 2021 gab es bereits zwei neue Fälle.

Hamburg – In Hamburg gibt es eine Impfpflicht. Zwar noch nicht gegen das Coronavirus und die Covid-19-Erkrankung, wie bei Facebook und Google, aber gegen Masern. Diese gilt seit ungefähr eineinhalb Jahren. Kinder sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kitas müssen die Masern-Impfung absolvieren. Auch Angestellte in Heimen und Schule sind von der Impfpflicht gegen Masern betroffen. Ebenso schließt die Impfpflicht Asylbewerber in Gemeinschaftsunterkünften ein.

Masern:Hoch ansteckende Infektionskrankheit
Symptome:rote Hautflecken, Fieber, Schwäche
Erreger:Masernvirus, Measles morbillivirus, MeV

In den letzten Jahren wurden jährlich mehr als ein Dutzend Masern-Fälle in Hamburg registriert. Im Jahr 2020 war es kein einziger mehr. Die Hamburger Sozialbehörde sieht ausgerechnet die Coronavirus-Pandemie als Ursache für diesen Erfolg. Hamburg gilt den Angaben zufolge, wie ganz Deutschland, laut den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation fast als Masern-frei.

Masern-Impfpflicht: Nicht die einzige Ursache für die null Masern-Infektionen

Auch für das Jahr 2021 erwartet die Behörde für Hamburg einen sehr niedrigen Wert. Zwei Fälle gab es in diesem Jahr aber schon. Von den Maserninfektion in den letzten drei Jahren sei keine auf eine Ansteckung in der Kita zurückzuführen gewesen. Dies sieht man als Effekt der durchgängigen Impfung.

Die Impfpflicht gegen Masern, oder genauer gesagt das Gesetz für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention, ist am 1. März 2020 in Kraft getreten. Kurz darauf begann in Deutschland der Lockdown inklusive Kita-Schließungen, Homeoffice und Notbetreuung.

Masern-Impfung: Bis Ende 2021 keine Bußgelder für ungeimpfte Schüler und Kinder – aber Nachweis notwendig

„Die Masern sind in Hamburg fast ausgerottet – immer wieder gibt es ganz kleine Ausbrüche mit einzelnen Erkrankten, aber eine größere Verbreitung ist wegen des Schutzes durch die Impfung so gut wie ausgeschlossen“, gab eine Sprecherin der Hamburger Sozialbehörde gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) an.

Eine Mutter mit ihrem Kind, das einen Impfpass hält. In Deutschland gibt es seit 2020 eine Masern-Impfpflicht in Kitas, Schulen und anderen Einrichtungen.
Die Impfung gegen Masern ist für Kinder und Angestellte bestimmter Berufsgruppen in Deutschland seit dem 1. März 2020 verpflichtend. (24hamburg.de-Montage) © Christin Klose/Andrea Warnecke/dpa

Ursprünglich war eine Übergangsfrist zu den Regelungen der Masernimpfungen bis Ende Juli 2021 festgelegt. Doch wegen der Corona-Pandemie ist sie nun bis zum Jahresende verlängert worden. Deshalb wurden auch noch keine Bußgelder verhängt. Eltern müssen die Masern-Impfung ihres Kinds meist bei der Neuaufnahme in eine Kita oder Schule der Behörde nachweisen. Das werde von fast allen Eltern akzeptiert. In wenigen Einzelfällen hat es Diskussionen gegeben, die aber meist in Gesprächen gelöst werden konnten.

Masern sind eine meldepflichtige Krankheit. Eine Maserninfektion schwächt das Immunsystem und kann schwere Komplikationen wie Mittelohrentzündung, Bronchitis oder Lungenentzündung zur Folge haben. Bei etwa einem von 1000 Erkrankten kommt es nach Angaben der Behörde zu einer Gehirnentzündung. Die Impfquote lag in der Vergangenheit nach Angaben des Robert Koch-Instituts in allen Bundesländern bei mindestens 95 Prozent. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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