1. 24hamburg
  2. Verbraucher

Long-Covid mit Atemnot oder Fatigue: Bei diesen Symptomen sofort zum Arzt

Erstellt:

Von: Natalie-Margaux Rahimi

Kommentare

Tausende Deutsche leiden nach ihrer Corona-Infektion an Long Covid. Dies kann sich in unterschiedlichsten Symptomen äußern. Wann Sie unbedingt zum Arzt gehen sollten.

Hamburg – Die Omikron-Welle scheint gebrochen, die Inzidenzen sinken und weniger Menschen stecken sich mit Corona an. Und weil die Omikron-Variante des Coronavirus ohnehin eher milde Verläufe auslöst, können die Regeln in Deutschland nach und nach gelockert werden – für den 20. März wurde sogar ein Freedom Day angekündigt. Doch: Nur weil jemand vom Coronavirus genesen und nicht mehr ansteckend ist, heißt das noch lange nicht, dass er auch wieder vollständig gesund ist. Long Covid beschäftigt hierzulande Tausende Menschen. Die Symptome sind vielfältig.

Krankheit:Covid-19
Krankheitserreger:SARS-CoV-2
Virus:Coronavirus

Long Covid hat viele Gesichter: Hunderttausende Menschen betroffen

Die Bundesregierung geht derzeit (Februar 2022) von über 9,6 Millionen von Corona genesenen Menschen aus. Über die genaue Häufigkeit von Long Covid wird weiter nur spekuliert. Keiner weiß wirklich, wie viele Menschen tatsächlich unter lang anhaltenden Spätfolgen ihrer Covid-19-Erkrankung leiden. Experten gehen jedoch davon aus, dass mindestens zehn Prozent der Infizierten später an Long Covid leiden. Bei 9,6 Millionen macht das fast eine Million Betroffene.

Auf einem Krankenschein beim Arzt steht der Schriftzug Long Covid.
Müdigkeit, Atemnot, Schlafstörungen: Bei diesen Long-Covid-Symptomen zum Arzt. © Sascha Steinach/imago

Dabei hat Long Covid viele Gesichter. Es gibt nicht das eine spezifische Symptom, unter dem Betroffene leiden. Viel mehr zeigt sich Long Covid bei Mensch zu Mensch unterschiedlich. Dabei können Menschen unter einem Symptom, aber auch unter mehreren Symptomen gleichzeitig leiden. Zu den häufigsten Symptomen zählt das Robert Koch-Institut Müdigkeit, Erschöpfung und eingeschränkte Belastbarkeit, auch Fatigue genannt. Aber auch Kurzatmigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Schlafstörungen, Muskelschwäche- oder schmerzen und psychische Probleme, wie Angststörungen und Depressionen.

Eine Studie des UKE in Hamburg hatte außerdem herausgefunden, dass schon milde Verläufe einer Coronavirus-Infektion zu bleibenden Schäden an Organen wie Herz, Lunge und Nieren herbeiführen können. Generell ist die Schwere des Verlaufs unabhängig vom Risiko, an Long Covid zu leiden.

Was ist Long Covid?

Unter Long Covid fallen Beschwerden, die wenigstens vier Wochen nach der überstandenen Covid-19-Infektion bestehen. (Britisches National Institute for Health and Care Excellence)

Bei diesen Long Covid-Symptomen sollten Betroffene sofort zum Arzt

Das Problem bei Long Covid: Wie das Coronavirus selbst, sind auch die Spätfolgen der Erkrankung für Wissenschaft und Forschung noch sehr neu. Warum Long Covid in seiner jeweiligen Gestalt auftritt, ist noch weitgehend unbekannt. Laut RKI ist die effektivste Maßnahme zur Vermeidung von Long Covid die Coronaimpfung, da sie nicht nur vor einem schweren Verlauf der Krankheit selbst, sondern auch vor der Ausprägung von Long Covid schützen soll.

Das Portal für wissenschaftliche Medizin hat eine Leitlinie zu Long Covid herausgegeben, die auch das RKI unterstützt. In dieser wird jedem an Corona erkrankten Menschen ein Nachsorgetermin nach der überstandenen Infektion empfohlen. Sollten sechs bis acht Wochen nach der Infektion aber weiterhin Symptome auftreten, empfiehlt sich ein erneuter Besuch beim Arzt. Gegebenenfalls müssen Betroffene an einen Experten überwiesen werden.

24hamburg.de Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

„Atemnot und Schmerzen im Brustkorb sind häufige Symptome nach durchgemachter COVID-19 und sollten zunächst durch eine hausärztliche Diagnostik abgeklärt werden“, heißt es auch in der Leitlinie. Bei anhaltenden Beschwerden werden zum Teil Untersuchungen wie Belastungsuntersuchungen, Blutsauerstoffuntersuchungen, EKG, CT oder MRT notwendig.

Egal, an welchem Symptom sie nach ihrer Coronavirus-Infektion also leiden: Sie sollten dies dringend mit ihrem Hausarzt besprechen. Dieser kann zunächst eine Diagnostik bei Ihnen durchführen und Sie gegebenenfalls an einen Spezialisten verweisen oder Reha-Maßnahmen einleiten. Hilfe darüber hinaus finden Betroffene auch bei zahlreichen Hilfestellen in Deutschland. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare