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Lichterketten und Co. – so viel Strom verbraucht Ihre Weihnachtsbeleuchtung

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Von: Robin Dittrich

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In der Weihnachtszeit wird oft zu viel Beleuchtung gegriffen. Lichterketten und Co. verbrauchen jedoch einiges an Strom. Wie hier gespart werden kann.

Hamburg – Es wird früh dunkel, draußen wie drinnen leuchten Lichterketten. Die kleinen Glühlämpchen gehören für viele Verbraucher in Deutschland zu Weihnachten dazu. Ob am Weihnachtsbaum oder Fenster: Lichterketten verbrauchen Strom. Hier einige Tipps, wie Sie bei der Weihnachtsbeleuchtung sparen können.

Jahreszeit:Winter
Besonderes Ereignis:Weihnachten
Thema:Weihnachtsbeleuchtung
Problem:Stromverbrauch

Weihnachtsbeleuchtung verbraucht viel Strom – es kann gespart werden

Schon jetzt kann sie in vielen Wohnungen bewundert werden: die Weihnachtsbeleuchtung. Wie eine Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov ergab, wollen im Winter 2022 nur fünf Prozent der Verbraucher auf Weihnachtsbeleuchtung verzichten. Und das, obwohl Stromkosten so hoch sind wie noch nie – Hamburg Energie kündigte zudem eine satte Erhöhung für 2023 an. Eine Berechnung des Energieversorgers Lichtblick ergab dabei, dass fast 20 Milliarden Lämpchen zur Weihnachtszeit leuchten werden. Würden alle ausgeschaltet bleiben, könnten 205.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden.

Weihnachtsbeleuchtung kann im Haus wie draußen einiges an Strom verbrauchen. So können Sie Strom bei Lichterketten sparen.
Weihnachtsbeleuchtung kann im Haus wie draußen einiges an Strom verbrauchen. So können Sie Strom bei Lichterketten sparen. © Bernd Hanselmann/Imago (Symbolbild)

Trotzdem wollen Hamburger ihre Wohnungen zur Weihnachtszeit natürlich schön beleuchten – und das dürfen sie auch. Mit einigen Tipps und Tricks kann bei der Weihnachtsbeleuchtung allerdings viel Strom gespart werden. Klassische Lichterketten verbrauchen dabei beispielsweise deutlich mehr Strom als eine moderne LED-Lichterkette. Ältere Lichterketten verbrauchen laut dem Energieversorger „Logo! Energie“ meist satte 50 Watt, LED-Lichterketten nur sechs Watt. Die Stromkosten können mit LED-Lichterketten somit um fast 90 Prozent reduziert werden.

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Stromsparen bei der Weihnachtsbeleuchtung – so geht’s

Die alten Lichterketten vom Dachboden oder den Großeltern sollten deshalb fachgerecht entsorgt werden. Neue Lichterketten müssen nicht teuer sein und sparen einiges an Strom. Verbraucher sollten sich zudem die Frage stellen, ob mehr wirklich mehr ist. Einzelne, an den richtigen Orten platzierte Lichterketten können deutlich schöner aussehen, als ein Meer an Lichtern. Viele Energieunternehmen empfehlen zudem das Einsetzen von Zeitschaltuhren. „Am besten nutzt man sie nur ein paar Stunden. Nachts kann man sie ausmachen, eine Zeitschaltuhr ist dabei nützlich“, sagt Tobias Schleicher vom Freiburger Öko-Institut.

Ein Umstieg auf Kerzen statt Lichterketten kann ebenfalls einiges an Stromkosten einsparen – Kerzen kosten nämlich gar keinen. Auch bei der Outdoor-Beleuchtung gibt es einiges zu beachten. Logo Energie empfiehlt beim Kauf auf den „IP“ Wert zu achten: Der sollte bei IP44 oder höher liegen. Im Außenbereich sollte ebenfalls auf LED-Lichterketten umgestiegen werden – die Stromersparnis ist signifikant. Alternativ kann auf Solar-LED-Lichterketten zurückgegriffen werden, die gar keinen Strom verbrauchen.

Die Verbraucherzentrale errechnete sogar, wie viel höhere Kosten auf Verbraucher zukommen, die noch mit alten Lampen arbeiten. Als Beispiel kostet eine LED-Lichterkette rund 40 Cent pro Monat an Strom. Eine Lichterkette aus Glüh- oder Halogenlämpchen kostet im selben Zeitraum satte vier Euro. Die Berechnung bezieht sich auf Lichterketten mit je 24 Lampen, die 28 Tage lang acht Stunden pro Tag leuchten. Der kalkulierte Strompreis liegt in der Berechnung bei 35 Cent pro kWh. Vielerorts sind die Strompreise jedoch schon auf über 50 Cent pro kWh angestiegen – die Strompreisbremse 2023 soll schlimmeres verhindern.

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