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Licht ist ein Stromfresser und kann teuer werden – ein Trick hilft

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Von: Steffen Maas

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Aufgrund der Energiepreise sparen Verbraucher überall viel Strom. Die Beleuchtung hat Potenzial, denn: Licht ist Stromfresser und kann teuer werden.

Hamburg – Die Energiepreise klettern und klettern und auch Strom wird immer teurer. In dieser Woche berichtete das Vergleichsportal Verivox zudem davon, dass nicht nur die Basis-Strompreise stiegen, sondern auch die sogenannten Stromnetzgebühren – quasi das Porto für den Stromtransport. In Hamburg steigen die Netznutzungskosten im kommenden Jahr voraussichtlich um 17 Prozent. Grund genug, dass Verbraucher in der Hansestadt es der Stadtverwaltung gleichtun und sich nach den größten Stromfressern umgucken. Manchen geht dabei direkt ein Licht auf. Wobei das im Kopf deutlich weniger Strom verbraucht als das in der Wohnung – denn das ist teuer. Dafür gibt es wiederum ordentlich Einsparungspotenziale.

Stromfresser:Durchschnittlicher Jahresverbrauch:
Alte Heizungspumpen600 bis 800 Kilowattstunden
Elektroherd445 Kilowattstunden
Gefrierschrank:415 Kilowattstunden
Kühlschrank:330 Kilowattstunden
Beleuchtung:330 Kilowattstunden

Teures Licht: Beleuchtung verschlingt „großen Batzen“ der Stromkosten

In Zeiten der Energiekrise Strom zu sparen, ist wichtig. Das entlastet nicht nur das Netz, sondern schont auch die Umwelt. Aber wahrscheinlich am wichtigsten für Verbraucher, die die Inflation zurzeit an allen Enden spüren: Geld einsparen. Auf der Suche nach Einsparungspotenzialen werden schnell die auffälligen Stromfresser wie Spielekonsolen und Fernseher oder der Geschirrspüler identifiziert. So mancher beäugt sogar schon misstrauisch den unscheinbaren Wasserkocher fürs Stromsparen.

Alles auf den Prüfstand zu stellen und seinen eigenen Energieverbrauch mal bis ins Kleinste durchzuprüfen, ist also absolut ratsam. Doch bevor es dem Wasserkocher an den Kragen geht, sollten Haushalte einen der größten Übeltäter nicht übersehen. Denn der leuchtende Stern am Stromfresser-Firmament ist die Beleuchtung. „Einen großen Batzen der jährlichen Stromkosten verschlingt die Beleuchtung“, warnt etwa heizsparer.de.

Beleuchtung ist teuer – wenn die falschen Leuchtmittel verwendet werden

Doch es stehen die dunklen Monate an und einfach das Licht ausstellen oder den Stecker ziehen wie beim „Stromfresser“ Fernseher: unpraktisch. Zunächst sollten zukünftige Energiesparer identifizieren, wo im Haus oder der Wohnung das Licht brennt und vor allem, welches Leuchtmittel dabei zum Einsatz kommt. Denn: „Wer noch irgendwo im Haushalt Energiesparlampen oder gar Glühbirnen im Betrieb hat, verbrennt Geld“, macht das Verbrauchermagazin Öko-Test klar. Ein teurer Luxus, den man sich in der aktuellen Zeit nicht leisten sollte, wenn das Geld knapp ist.

Die Leuchtmittel im Verbrauchs-Vergleich:

Licht ist ein Stromfresser – ein Trick hilft

Im Umkehrschluss bedeutet das, der große Beleuchtungs-Trick zum Stromsparen ist vergleichsweise simpel: Einfach die Leuchten auf LED-Lampen umrüsten. Das kann einiges bewirken: Im Vergleich zu Halogenlampen, die nach dem Glühbirnen-Verbot noch als energiesparende Nachfolger präsentiert wurden, verbrauchen LED-Lampen rund 85 Prozent weniger Strom!

Weil das Leuchtmittel auch in der Anschaffung günstig ist, rechnet sich eine Umstellung sehr schnell. Eine jährliche Ersparnis von bis zu 200 Euro errechnet das Verbrauchermagazin – natürlich abhängig davon, wie viele Stromfresser aktuell noch im Haushalt strahlen. Positiver Nebeneffekt: LEDs sind deutlich langlebiger.

Geldsparen mit LED-Leuchten: Nur mit dem richtigen Verhalten – Licht ausschalten!

Doch wer sich mit dem Umstieg auf die sparsamen LED-Leuchten in Sicherheit wiegt, könnte eine teure Überraschung erleben, wenn nicht gleichzeitig ein sparsamer Umgang gepflegt wird. Von „Rebound-Effekten“ spricht hier das Umweltbundesamt, also dass die gesteigerte Energieeffizienz durch verschwenderisches Verhalten wieder ausgeglichen wird und unterm Strich keine Einsparungen passieren.

Vintage Glühbirnen hängen in der Küche
Mit ein paar einfachen Tricks kann man bei der Beleuchtung viel Geld sparen. Wenn die Leuchtmittel nicht nur altmodisch aussehen, sondern auch altmodisch funktionieren, sind sie echte Stromfresser. © Yevhenii Podshyvalov/imago

Daher sollte auch mit LED-Lampen auf ein paar recht grundsätzliche Verhaltensmuster geachtet werden: Das Licht nur in den Räumen strahlen lassen, in dem es gebraucht wird, ist ein einleuchtender Tipp. Dabei kann die Routine helfen, beim Verlassen des Zimmers immer das Licht auszuschalten – irgendwann geht beim Betreten und Verlassen ganz automatisch die Hand zum Lichtschalter.

Licht-Einsatz ganz effizient? Strom sparen mit der richtigen Wandfarbe

Wer dann noch mehr tun oder investieren will, der hat weitere Möglichkeiten, den Licht-Verbrauch so effizient wie möglich zu gestalten. So lässt sich die Umstellung der Beleuchtung mit einer gestalterischen Neuausrichtung der Zimmer verbinden: Hellere Wandfarben oder Lampenschirme sorgen dafür, dass sich das Licht besser verteilt und nicht geschluckt wird wie von dunklen Farben.

Für Menschen mit Eigentum lohnt die Überlegung, an welchen Stellen das Anbringen von Bewegungsmelder Sinn ergibt. Im Flur, im Garten oder in der Einfahrt hat man dann die Sicherheit, dass das Licht wirklich nur dann leuchtet, wenn es jemand braucht. Apropos Licht: Wer beim Thema Energiesparen wirklich alles durchleuchten will, der schaut fürs Stromsparen mal mit der Taschenlampe in den Kühlschrank.

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