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Licht immer an- und ausschalten: Lohnt sich das wirklich?

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Licht ausschalten und Strom sparen? Je nach Birne kann man das Licht auch brennen lassen. Ob es Stromverschwendung ist, kommt auf die Zeit an.

Hamburg – Die Energiekrise betrifft alle Menschen gleichermaßen und an allen Stellen soll jetzt gespart werden. Weihnachtsmärkte wie der am Rathaus sind weniger beleuchtet oder schwenken wie der Hamburger Winterdom auf LEDs um, um Strom zu sparen, und auch die Weihnachtsdeko zu Hause sollte in diesem Jahr sparsamer oder alternativ ausfallen.

Stadt in DeutschlandHamburg
Einwohner1.904.444 (Stand 2021, Sozialamt)
BürgermeisterPeter Tschentscher
Fläche755,2 km²
Gegründet500 n. Chr.

Da fragt man sich natürlich: Was ist mit dem Rest des Jahres? Auch im normalen Alltag kann durch die größten Stromfresser im Haushalt wie Licht Energie gespart werden. Einfach, in dem man es ausschaltet oder mit anderen Beleuchtungs-Tricks Geld spart. Das gilt allerdings nicht immer und manchmal kostet das Licht-Ausschalten sogar mehr Strom.

Glühbirnen mittlerweile verboten: 95 Prozent Energie gehen verloren

Wie viel Strom durch das Zimmerlicht verwendet wird, kommt in erster Linie auf die Glühbirne an. Ganz klassische Glühbirnen sind seit dem 1. September 2012 in der EU ohnehin verboten, weil sie nur fünf Prozent der Energie in Licht umwandeln und den Rest als Wärme verpuffen lassen. Obwohl Verbraucher auch Heizkosten senken wollen, wie zum Beispiel mit diesem Papier-Trick, ist das nicht gerade umweltbewusst. Aufgrund von Energieeffizienz- und Stromsparmaßnahmen hat man sie deshalb schon vor zehn Jahren aus dem Verkehr gezogen.

Wer aber doch noch Glühbirnen zu Hause hat, sollte sich bewusst sein: Im Moment des Einschaltens verbrauchen die Birnen mehr Strom als während des Betriebs. Das bedeutet also, dass Sie jedes Mal Extra-Kosten auf sich nehmen, wenn Sie die Lampe anschalten. Es lohnt sich demnach nicht, das Licht aus und wieder einzuschalten, wenn Sie nur kurz den Raum verlassen. Handelt es sich nur um eine Abwesenheit von ein paar Minuten, weil Sie gerade etwas aus dem Kühlschrank holen oder zur Toilette gehen, dann sollte das Licht angeschaltet bleiben.

Leuchtende Glühbirne auf grauem Hintergrund
Die Energiepreise steigen. Mit simplen Tricks und guten Produkten können Sie viel Strom sparen. © fergregory/PantherMedia

Verlassen Sie den Raum aber für längere Zeit, ist es tatsächlich Stromverschwendung, das Licht anzulassen, weil es schlichtweg nicht genutzt wird. Dann sollten Sie das Zimmer lieber im Dunkeln zurücklassen.

Übrigens: Wer richtig knausrig ist, kann dementsprechend auch auf kurzes Licht-Anschalten verzichten. Es ist schon dunkel im Schlafzimmer und Sie wollen schnell noch einmal schauen, ob Sie auch das Fenster geschlossen haben oder ob die Katze im Zimmer liegt? Leuchten Sie mit dem Handy oder einer Taschenlampe, anstatt nur für 3 Sekunden das Licht einzuschalten. Das schont außerdem die Glühwendel und die Birne geht nicht so schnell kaputt.

Strom sparen mit LEDs und Energiesparlampen: Mehr Energieumsatz, weniger Zusatzkosten

Ein anderer Trick ist der gleiche, den auch viele Weihnachtsmarktstände und die Stadt für die Weihnachtsbeleuchtung 2022 in Hamburg anwenden: zu LEDs wechseln. Im Durchschnitt verbraucht eine LED-Birne 80 Prozent weniger Energie als herkömmliche Birnen, weshalb sie schon seit Jahren die erste Wahl bei den meisten Verbrauchern ist. Außerdem sind LEDs in dem Sinne preiswert, weil sie länger halten und eine Lebensdauer von 15.000 bis 60.000 Stunden erreichen können. LEDs haben darüber hinaus sofort ihre volle Helligkeit, während Energiesparlampen erst ein paar Minuten brauchen, um ihre volle Leuchtkraft zu erreichen.

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Zwar gilt auch hier, dass der Stromverbrauch beim Einschalten etwas höher ist, allerdings lange nicht so hoch wie bei einer Glühbirne. Das Gleiche gilt für Energiesparlampen, die ebenfalls im Moment des Einschaltens etwa so viel Strom verbrauchen wie während fünf Minuten Betriebszeit.

Fazit ist also: Wer den Raum länger als drei bis fünf Minuten verlässt, sollte das Licht ausschalten, weil das Wiedereinschalten danach günstiger ist als die lange Phase ungenutzten Lichts. Wer aber nur für zwei Minuten auf die Toilette geht, spart, indem er das Licht anlässt und auf das teure Wiedereinschalten verzichtet.

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