1. 24hamburg
  2. Verbraucher

Kleber war zu stark: Klimaaktivist erntet Spott für Asphalt-Hand – „Der Teerminator“

Erstellt:

Von: Isabelle Jentzsch

Kommentare

Aktivisten der „Letzten Generation“ kleben sich in ganz Deutschland auf die Straßen. Einer hat nun zu starken Kleber verwendet und musste freigeflext werden. Dafür erntet er Spott im Netz.

Mainz - Überall in Deutschland kleben sich in letzter Zeit Klimaaktivisten und Klimaaktivistinnen auf Straßen, blockieren Flughäfen oder kleben sich an berühmte Gemälde. Das Mittel ihres Vertrauens ist dabei Sekundenkleber, der die Aktivisten und Aktivistinnen zumindest für einige Zeit verlässlich mit dem Protestort ihrer Wahl vereint. Um den Kleber wieder zu lösen, greift die Polizei meist auf eine Mischung aus Aceton und Speiseöl zurück. Doch wenn alles nichts hilft, müssen die Protestierenden auch mal mechanisch befreit werden, wie tz.de berichtet.

Zu solch einer Lösung musste die Polizei in Mainz am Freitag, dem 09.12. greifen. Dort hatten sich vier Aktivisten und Aktivistinnen der „Letzten Generation“ auf eine Straße geklebt. Zwei weitere blieben klebstofffrei, um im Notfall noch eine Rettungsgasse bilden zu können. Einer der Klebe-Aktivisten griff bei der Aktion zu einer Mischung aus Sekundenkleber und Sand, mit der er sich an die Straße klebte.

Klimabewegung: Festgeklebter Aktivist erntet Spott im Netz

Die Mischung ließ sich, anders als bei seinen Klimakollegen und Kolleginnen, nicht mit simplem Olivenöl lösen. Stattdessen mussten Bauarbeiter die Straße rund um die festgeklebte Hand zunächst aufflexen und anschließend mit einem Bohrhammer auftrennen. Die Befreiungsaktion dauerte anderthalb Stunden, danach konnte der Aktivist die Straße mit einem Stück Asphalt an der Hand wieder verlassen.

Die „Letzte Generation“ teilte die Aktion auf Twitter und das Netz amüsiert sich über die Asphalt-Hand. „Patschehändchen wieder frei?“, fragt ein User unter dem Post. „Hat der jetzt sein eigenes Stück Straße? Cooool!“ und „Viel Spaß beim Popo abwischen. Das könnte kratzen“, kommentieren andere User. Ein weiterer Nutzer bezeichnet den Klimaaktivisten als „Teerminator.“ Doch nicht alle reagieren auf die Aktion mit Humor. Viele finden beleidigende Worte für den Aktivisten, andere loben ihn jedoch auch.

Klimaaktivisten in Mainz: Polizei leitet Strafverfahren ein

Da durch den Protest und die anschließende Befreiungskation andere Verkehrsteilnehmer am Weiterfahren gehindert wurden, hat die Polizei gegen die Aktivisten und Aktivistinnen ein Strafverfahren wegen Nötigung eingeleitet. Außerdem werde wegen Sachbeschädigung und wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz ermittelt. Zudem solle noch geprüft werden, ob die Kosten für den Einsatz und Schaden den Teilnehmenden der Versammlung in Rechnung gestellt werden können, teilte die Mainzer Polizei mit.

Der „Teerminator“ mit der Asphalt-Hand habe wohl keine weiteren Schäden erlitten. Eine Sprecherin der „Letzten Generation“ teilte dem SWR auf Nachfrage mit, dass der Aktivist bereits am Montagmorgen wieder bei einer Aktion in Berlin dabei sei. In München ist das nicht mehr möglich. Dort hat die Stadt bis zum 08.01.2023 die Klebe-Demonstrationen verboten. (ij)

Auch interessant

Kommentare