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Lebensmittel jetzt teurer: Was Kunden beachten sollten

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Energiepreise treiben die Kosten in die Höhe. Das spürt aktuell ab Montag, 4. April 2022, auch der Kunde in Supermärkten und Discountern: Lebensmittel werden teurer.

Hamburg – Der Krieg von Wladimir Putin in der Ukraine macht den Menschen auch in Deutschland große Sorgen. Das sieht man allein an den Supermarktregalen von Aldi, Lidl und Co., die zuerst wegen der globalen Corona-Pandemie, jetzt wegen des Kriegsausbruchs in Europa, wie leergefegt sind. Aus Angst vor Engpässen von Lebensmitteln wird wieder auf Vorrat gekauft, dabei ist jetzt ein denkbar schlechter Zeitpunkt dafür. Nun machen Discounter und Supermärkte ab Montag, 4. April 2022, die Preise teurer.

LebensmittelgeschäftAldi
HauptsitzEssen
Umsatz106,3 Milliarden USD (2019)
GründerKarl Albrecht, Theo Albrecht
Gegründet1961, Essen

Ebenfalls wegen des Angriffskrieges, den der russische Präsident in der Ukraine führt, werden die Lebensmittel auch in Deutschland nämlich immer teurer.

Lebensmittel teurer ab Montag: Was Kunden bei Aldi, Lidl und Co. beachten sollten

Discounter wie Aldi und Lidl müssen ihre Preise erhöhen und das merken die Kunden aktuell drastisch. Erst vor zwei Wochen hat Aldi 160 Artikel im Sortiment teurer gemacht. In der folgenden Woche kamen 20 weitere Lebensmittel dazu.

Ein Mann mit einem Einkaufswagen vor einem Supermarkt-Regal und ein Preisschild in einer Auslage mit Paprika
Die Preise für Lebensmittel steigen drastisch an. Grund ist Putins Krieg in der Ukraine. (24hamburg.de-Montage) © picture alliance/dpa/Oliver Berg & IMAGO Images/Sven Simon

Der Grund: Wegen des Krieges in der Ukraine gibt es Preiserhöhungen für Futter- und Düngemittel, was die Landwirte stark zu spüren bekommen. Auch die gestiegenen Gas- und Benzin-Preise sind nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Bauern und Viehwirte ein großes Ärgernis. Das Resultat ist, dass diese Lieferanten von Lebensmitteln die Preise für die Supermärkte erhöhen müssen. Die Discounter wiederum geben die Preiserhöhung an den Endkunden weiter, der im Moment hohe Preise bei Aldi, Lidl & Co. zahlt. Vor allem im Alltag merken die Kunden die Preiserhöhung – beim Kaffee holen oder im Supermarkt.

Florian Scholbeck, Kommunikationschef bei Aldi-Nord, sagte gegenüber der Deutschen Presseagentur: „Seit Beginn des Ukraine-Krieges gibt es Sprünge bei den Einkaufspreisen, die wir so noch nicht erlebt haben.“ Wegen stark gestiegener Kosten erhöht der Discounter am Montag, 4. April 2022, abermals Preise. Fleisch, Wurst und Butter würden dann „deutlich teurer“, sagte der Aldi-Nord-Kommunikationschef.

Preiserhöhungen in der ganzen Branche: Lebensmittel sind teurer, außerdem werden Mengen beschränkt

Ebenso wie Aldi-Nord müssen auch Aldi-Süd sowie viele andere Discounter und Supermärkte die Preise anheben. Edeka erklärte in einer Pressemitteilung, dass sich „steigende Verkaufspreise in der gesamten Branche“ kaum vermeiden ließen. Josef Sanktjohanser, Präsident des Handelsverbands Deutschland (HDE), erklärte der Neuen Osnabrücker Zeitung, dass es bereits die zweite „Welle an Preissteigerungen“ sei. Schon vor dem Krieg wurden die Preise aufgrund der immer höheren Energiekosten um etwa 5 Prozent erhöht. Diese zweite Welle werde wahrscheinlich sogar zweistellig: „Wir werden das zeitnah überall in den Supermärkten an den Preisschildern sehen können.“

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Über die teureren Preise ab Montag, 4. April 2022, hinaus haben viele Lebensmittelgeschäfte mittlerweile eine Rationalisierung beim Verkauf von alltagsnötigen Lebensmitteln eingeführt. Bedeutet: Pro Haushalt können nur noch bestimmte Mengen von Artikeln wie Nudeln, Öl, Konserven oder Toilettenpapier gekauft werden. Damit wollen die Märkte vermeiden, dass eine erneute Manie des Hamsterns ausbricht.

Lesen Sie auch: Irrtum Hamsterkauf - so viele Vorräte sollten Sie für den Notfall wirklich zu Hause haben.

Lidl erklärte beispielsweise gegenüber echo24, dass gewisse Produkte begrenzt werden* müssen: „Da bestimmte Warengruppen, beispielsweise Speiseöl und Konserven, derzeit sehr stark nachgefragt werden, geben wir diese Produkte in allen Filialen nur in haushaltsüblichen Mengen ab.“ Außerdem müsse in Deutschland niemand Angst haben, keine Lebensmittel mehr kaufen zu können. „Die Warenversorgung in den Filialen unserer Handelssparten ist grundsätzlich sichergestellt.“ Im Moment ist besagte Warenversorgung nur eben sehr teuer. * 24hamburg.de, echo24.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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